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online-special walhaie 19.12.2012

Angefütterte Walhaie sorgen für Diskussion

Walhai-Spots im Fokus der Kritik - Engagierte und Experten diskutieren über die Rechtmäßigkeit der Zustände, das Tauchen an solchen Orten und das Anfüttern der Haie. Besonders die Cenderawasih Bay in West-Papua und Oslob auf den Philippinen werden immer wieder miteinander verglichen. Zu recht?
Walhaie in der Cenderawasih Bay
In der Tauchbranche wird heiß diskutiert: Darf man Walhaie anfüttern oder nicht?
© Beo Brockhausen
Beide Orte bieten das Erlebnis "Walhai hautnah" - die Bedingungen, unter denen der Tourismus stattfindet, sind jedoch grundlegend verschieden. Während Oslob oft als extremes Negativbeispiel genannt wird, hat die Cenderawasih Bay nach Aussage von Experten die Chance, durch einen gut strukturierten Ablauf, einen nachhaltigen Tourismus aufzubauen, der nicht zu Lasten der Tiere von statten geht. Um dies zu gewährleisten, müssen regelmäßige Kontrollen und strikte Regeln, den Touristenstrom in geordnete Bahnen lenken und bei Bedarf limitieren - nur so ist das Wohlergehen der Tiere sicher, sind sich Experten wie Mark Erdmann oder Haispezialist Gerhard Wegner einig.
Angefütterte Walhaie in der Cenderawasih Bay
In der Cenderawasih Bay erlebt man die friedlichen Giganten hautnah
© Beo Brockhausen
Das Galapagos Indonesiens
Die Cenderawasih Bay gilt zudem als das Galapagos Indonesiens. Offenbar aus gutem Grund, denn auch die Walhaipopulation in der indonesischen Bucht scheint einzigartig zu sein. Die Haie bleiben in der Cenderawasih Bay und ziehen nicht wie ihre Artgenossen durch die Meere. Das Anfüttern hält die Tiere demnach nicht künstlich an einem Ort, vielmehr profitieren die Touristen hier von der natürlichen Ansammlung der Walhaie. Mit Tagging-Projekten und wissenschaftlichen Studien wird derzeit das besondere Verhalten der Tiere vor Ort erforscht - eine gute Gelegenheit auch andere Fakten über die seltenen Tiere analysieren und verstehen zu können. Durch Abgaben an die ortsansässigen Fischer wird zudem deren Interesse am Schutz der Walhaie gesteigert - sie können Raubfischerei verhindern und so die seltenen Tiere vor der Haifischsuppe bewahren.  Auch die Parkaufsicht und Schutzorganisationen sind sensibilisiert für das Thema Tourismus und werden von Wissenschaftlern dabei unterstützt, dieses besondere Ereignis zu einem Gewinn für die Tiere und die Menschen vor Ort zu machen.

Ihr möchtet dazu eure Meinung sagen? Kein Problem, einfach hier klicken und beim Streitthema fleißig mit debattieren!

>> zum Statement von Kirsten Clahr
>> zum Statement von Christian Knost
>> zum Statement von Gerhard Wegner
>> zur Stellungnahme von Rudy Poitiers
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