"Pures Adrenalin": Das neue TAUCHEN Heft Februar 2017 ist ab 19. Januar 2017 erhältlich!
Gespenstisch schwebt der Müll immer Wasser: Ein realer Einblick in unsere Ozeane

Gespenstisch schwebt der Müll immer Wasser: Ein realer Einblick in unsere Ozeane

Vermüllte Meere gibt es jetzt auch im Museum

Im Deutschen Meeresmuseum kann man jetzt neben einer Tag-und-Nacht-Installation am Korallenriff einen Müllstrudel betrachten – eben die ganze Vielfalt dessen, was das Meer zu bieten hat

Das Meeresmuseum reagiert auf die Veränderungen im Ozean uns stellt auch die neuesten Mitbewohner vor: Wo sonst Fische und Wirbellose des Nordatlantiks zu sehen waren, kreiseln jetzt Joghurtbecher, Tüten und Plastikverpackungen durch das 17 000 Liter fassende Becken.
Der Anblick des scheinbar schwerelosen Mülls im Aquarium fesselt den Blick der Betrachter und zeigt ihnen doch nur einen Bruchteil der gigantischen Vermüllung der Ozeane. Dort wachsen mehrere hundert Kilometer breite Müllteppiche immer weiter. Für uns Menschen wird davon nur der kleine Teil sichtbar, der irgendwann die Küsten erreicht. Was in der Natur die großen ozeanischen Strömungssysteme verursachen, erledigen im Ozeaneum drei Strömungspumpen. Mit einem Augenzwinkern erfahren Sie auf Tafeln neben dem Becken mehr über Vorkommen, Sozialverhalten oder Lebensdauer der Plastikmüll-Individuen. Das Müllstrudel-Aquarium im Ozeaneum ist noch bis Ende dieses Jahres zu sehen und wirbt im Zusammenspiel mit dem Jahresmotto Kein Plastik Meer für den Schutz der Ozeane.
Verfolgen Sie das tägliche Gewusel am Riff im Zeitraffer!

Ab sofort präsentiert das Stralsunder MEERESMUSEUM eine Ton-Licht-Installation an seiner 9,2 Meter hohen Korallenriffpfeiler-Vitrine. Der Wechsel zwischen Tag und Nacht gibt den Takt für den Jahrtausende alten Rhythmus der Lebewesen im tropischen Korallenriff vor. Selbst nachts kommt  das dortige Leben nicht zur Ruhe. Das Ökosystem Korallenriff ist von zahlreichen Symbiosen gekennzeichnet: Korallen bauen mit Algen riesige Riffe, Lippfische bieten größeren Fischen sogenannte Putzerstationen und Clownsfische verteidigen ihre Wohnanemone, die ihnen dafür Raum und Schutz bietet. Papageifische ernähren sich von Korallenpolypen und knabbern dabei mit ihren harten Kiefern Teile des Riffs ab. Die Kalkbrösel verteilen sie als Korallensand auf dem Meeresboden. Nachts hüllen sich diese Fische in eine schützende Schleimschicht ihren Pyjama um nicht entdeckt zu werden. Diese und weitere Informationen sind in der neuen Installation gebündelt und werden von zwei Sprechern vorgestellt. 2 500 energiesparende LEDs und 125 Spot-Strahler simulieren Tag und Nacht. Die Präparate stammen von Museums-Expeditionen in das Rote Meer in den Jahren 1976 und 1979 sowie aus vom Zoll beschlagnahmten Souvenir-Korallen.

Weitere Infos:
www.meeresmuseum.de