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Das Team vom IAHD vor Ort im Oman: K. Al Jadri

Das Team vom IAHD vor Ort im Oman: K. Al Jadri

Vorbildfunktion: Tauchen für Menschen mit Behinderung im Oman

Seit einiger Zeit unterstützt der Behindertentauchverband IAHD gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Tauch- und Hyperbarmedizin (ÖGTH) ein Entwicklungs- und Ausbildungsprogramm für Menschen mit Behinderung im Oman. Personen mit körperlichen und psychischen Einschränkungen sollen für das Tauchen begeistert und Tauchlehrer geschult werden

Schwerpunkt des Projekts verschiebt sich
Bisher hat der IAHD hauptsächlich mit Menschen mit Behinderung gearbeitet, die das Tauchen lernen wollten. In Zukunft liegt der Schwerpunkt aber mehr in der Ausbildung von Tauchlehrern, die das staatliche Programm in der Zukunft weiterführen sollen: „Seit einigen Jahren bilden wir im Oman Tauchlehrer für Menschen mit Behinderung aus“, erklärt Freddy Gaubitz. „Unter anderem in Muscat, Salalah und Sohar. Dieses staatliche Projekt soll den Omanis helfen, eine neue Beweglichkeit zu erlangen. Der IAHD unterstützt dieses Projekt nach Kräften. Besiegelt haben wir die Kooperation im vergangenen Jahr“, sagt der „Chairman Germany“ bei der IAHD.

Entscheidend für das Gelingen des Projekts ist die Zusammenarbeit mit dem Ärzteteam des ÖGTH. Die Ärzte untersuchen die Aspiranten und legen ihre individuellen Belastungsgrenzen fest. Sie begleiten und betreuen die Taucher unter Wasser. „Für alle Beteiligten ist immer die Ausbildung der Menschen mit Behinderung das absolut wichtigste. Der Spaß an der Bewegung und die Freiheiten im Wasser begeistern immer wieder alle Beteiligten“, so Gaubitz.

Weitere Projekte in Zukunft
Das Projekt sei ein großer Erfolg: bereits 10 Einführungskurse mit bis zu 50 Teilnehmern hätten bereits stattgefunden. Deshalb sollen ab Ende März 2014 die Bemühungen verstärkt werden, den Schwerpunkt auf die Ausbildung von einheimischen Instruktoren zu verschieben. Weitere Länder beobachten die Arbeitsweise und den Erfolg des IAHD mit regem Interesse, sodass in Zukunft mit weiteren Projekten dieser Art zu rechnen sein dürfte. Das staatlich finanzierte Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit der IAHD, der ÖGTH und auf omanischer Seite von der „Oman Disabled Divers Association“ (ODDA) und der dortigen Landesregierung.

Die IAHD (die International Association for Handicapped Divers) ist eine nach ISO- und CEN-Normen zertifizierte, führende Organisation in der Ausbildung von Menschen mit Behinderung, deren Angehörigen als Tauchpartner und „Oberflächen Assistent Spezialisten“ sowie der professionellen Schulung von Tauchlehrern.

Weitere Infos:
www.iahd.org/de