Bei einer Umkehrblockade kann der Druck beim Aufstieg nicht oder nicht schnell genug entweichen. Das verursacht Schmerzen
© W. Pölzer
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Der Guide dürfte richtig vermutet und korrekt gehandelt haben: Bei einer Umkehrblockade kann der Druck beim Aufstieg nicht oder nur langsam aus dem betroffenen Bereich (hier dem Mittelohr) entweichen. Ursache kann zum Beispiel eine Schleimhautschwellung sein. Durch das erneute Abtauchen und den langsamen Aufstieg konnte der Druck dann entsprechend langsam vom Mittelohr in den Nasen-Rachenraum gelangen.
Fehler 1: Das Tauchen mit ausklingender Erkältung war der Hauptfehler. Beim Abtauchen klappte der Druckausgleich problemlos. Die Annahme, das müsse für den Rest des Tauchgangs ebenfalls zutreffen, war falsch.
Fehler 2: Die Einschätzung, dass die Wasseroberfläche Sicherheit bietet, ist verständlich. In den meisten Problemfällen ist der Aufstieg auch die richtige Handlung. Hier aber wäre er ein Fehler gewesen! Eigentlich ist Marielle sogar zu weit aufgestiegen, denn schon bei den ersten Schmerzen hätte der Aufstieg unterbrochen werden müssen.
Zu guter Letzt: Diese Story ist ein gutes Beispiel dafür, dass man als Anfänger jede Unregelmäßigkeit vermeiden sollte. Auch wenn erfahrene Taucher schon einmal gegen medizinischen Rat mit einer Erkältung tauchen gehen, ein Anfänger sollte das unbedingt vermeiden!
Warum? Für einen Anfänger ist alles neu und ungewohnt. Der Umgang mit der Ausrüstung stellt schon genug Anforderungen. Kommt jetzt noch ein Problem wie die erkältungsbedingte Umkehrblockade dazu, kann es schnell kritisch werden! Ein erfahrener Taucher würde einen Ausweg finden, zumal er diese Situation erkennen dürfte und den Schmerz auf einen Überdruck im Mittelohr zurückführen könnte. Der Schwindel wäre so vermeidbar gewesen.


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