Den Tauchgangsablauf könnt ihr euch in
der kurzen Diashow angucken, unser Safety-Stop-Fazit zu dem Tauchgang
lautet folgendermaßen:
Eine gefährliche Situation: ein extrem schwieriger Abstieg mit Tauchpartnern, die sich nicht kennen. Eigentlich ist die gesamte Tauchgangsplanung unter solchen Vorzeichen als Fehler zu werten, denn es werden Folgefehler wegen mangelnder Erfahrung und unvollständiger Kommunikation geradezu herausgefordert. Ein einzelner Abstieg am Bojensel im Roten Meer ist definitiv nicht genug Erfahrung, um dies in einem kalten, dunklen See zu wiederholen (Fehler 1). Hier stellt sich die Frage, ob es nicht auch möglich gewesen wäre, über Grund abzutauchen. Am See kommen Stefan dann zwar Bedenken, aber der von ihm geforderte Stopp auf 15 Metern erfolgt zu spät (Fehler 2). Bereits im Flachbereich (fünf Meter) hätte die Gruppe sich gegenseitig kontrollieren müssen, ob alles in Ordnung ist. Hier wäre dann auch bemerkt worden, dass Marco wegen seiner Weste zu wenig Blei dabei hat. Obwohl die Tarierkontrolle eigentlich bereits an der Oberfläche erfolgen sollte (Fehler 3). Und spätestens bei der Bleiübergabe wird die mangelnde Kommunikation deutlich: Bevor sich Stefan mit Marco beschäftigt, hätte er Thorsten und Brigitte signalisieren müssen, dass sie zwischenzeitlich aufeinander achtgeben (Fehler 4). Denn die fehlende Buddy-Awareness in der Vierer-Gruppe sorgt dafür, dass niemand auf Brigittes Fehler reagiert beziehungsweise es überhaupt bemerkt wird (Fehler 5).
Zu guter Letzt: Das Seil sollte nicht nur als optische Referenz dienen, bei Problemen kann man sich daran auch festhalten!


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