Die neue TAUCHEN Januar Ausgabe ist da!
In der 40er und 50er Jahren wurden im Bikini Atoll zahlreiche Atomtests durchgeführt und dabei etliche Kriegsschiffe versenkt.

In der 40er und 50er Jahren wurden im Bikini Atoll zahlreiche Atomtests durchgeführt und dabei etliche Kriegsschiffe versenkt. © Foto: Pixabay

Bikini Atoll: Tauchen an den Geisterschiffen aus dem Atomkrieg

Im abgelegenen Bikini Atoll wurden in den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verheerende Atomtests durchgeführt. Um die Zerstörungskraft der Bomben zu testen, hat man dort zahlreiche ausgemusterte Kriegsschiffe versenkt. Im Bikini Atoll zu tauchen ist heute wieder möglich und die Wracks in der Lagune sind ein echter Schatz für Taucher.

Für alle, die es immer schon geahnt haben: Ja, der zweiteilige Badeanzug wurde nach diesem paradiesischen Ort benannt: Das Bikini Atoll ist ein Südseeparadies, das zu den Marshallinseln gehört. Weltweit bekannt wurde es in den 1940er und 50er Jahren, als die USA dort zahlreiche Atomtests durchgeführt haben und quasi ihren eigenen kleinen Atomkrieg veranstaltet haben. Das ist natürlich lange her. Das Bikini Atoll ist seit 2010 ein UNESCO-Weltkulturerbe und gleichermaßen zu einem Paradies für Wracktaucher geworden. Denn während der Atomtests haben die USA dort testweise diverse ausgemusterte Kriegsschiffe versenkt, die erfolgreich den Ersten und Zweiten Weltkrieg überstanden hatten.

Bikini Atoll: Tauchen an den Geisterschiffen

Während der Atomtests der USA wurden 95 ausgemusterte Kriegsschiffe versenkt, um zu testen, welche Zerstörungen Atomexplosionen an Schiffen verursachen. Heute sorgen die Geisterschiffe dafür, dass sich im Bikini Atoll einer der faszinierendsten Wracktauchplätze überhaupt befindet. Zu den Wracks, die heute in der Lagune des Bikini Atolls liegen, gehören eindrucksvolle Schiffe wie die USS Saratoga, USS Pilotfish, USS Anderson, USS Lamson, USS Carlisle, USS Gilliam, USS Arkansas und die USS Apogon. Außerdem wurden auch Schiffe der Japaner und der Deutschen versenkt wie beispielsweise die Prinz Eugen, weil man sehen wollte, wie die Schiffkonstruktionen der Gegner unter den nuklearen Explosionen litt. Heute sind die Tauchplätze ein einzigartiger Ort für Taucher, an dem nicht nur die Stahlkolosse für Nervenkitzel sorgen, sondern auch die einzigartige Tierwelt unter Wasser: Hai-Fans kommen hier besonders auf ihre Kosten und auch sonst gibt es hier endlos viel Fisch an den Riffen und in den Lagunen.