Die neue TAUCHEN Januar Ausgabe ist da!

Gefahren beim Tieftauchen: Wenn Sporttaucher das Tiefenlimit überschreiten

In der Tiefe wird die Luft schnell dünn: Bei einem 50-Meter-Tauchgang erlebt ein Buddyteam, welche Konsequenzen ein technischer Defekt haben kann. Wir erklären den Vorfall in der TAUCHEN-Fehleranalyse.

Eigentlich liegt das Sporttauchlimit bei 40 Metern, aber Rescue-Diver Manfred und sein AOWD-Buddy Michael wollen neue Erfahrungen sammeln: Mit 60 bzw. 100 geloggten Tauchgängen fühlen sich die beiden gut gerüstet für eine tiefere Mission. 12-Liter- Flaschen mit 200-bar-Füllung sollen reichen. Der Tauchgang ist entlang einer Steilwand in eine Tiefe von 45 bis 60 Metern geplant. Beim Briefing wird ein direktes Abtauchen auf die maximale Tiefe besprochen. Dann soll der Steilwand entlang getaucht werden, bis der erste in der Gruppe nur noch 100 bar Restdruck in der Flasche hat. Beim Betrachten der Steilwand mit den lila Gorgonien vergeht die Zeit allerdings wie im Flug.

Plötzlich hören die beiden ein lautes Zischen. Was ist das? Der Automat kann ja nicht abblasen, denn das Wasser ist nicht richtig kalt. Foto: W. Pölzer

Plötzlich hören die beiden ein lautes Zischen. Was ist das? Der Automat kann ja nicht abblasen, denn das Wasser ist nicht richtig kalt. Foto: W. Pölzer

Gefahren beim Tieftauchen: Jenseits des Tiefenlimits

Plötzlich passiert etwas Unerwartetes: Manfred kämpft mit seiner Ausrüstung – der Mitteldruckschlauch ist anscheinend geplatzt. Michael taucht schnell zu seinem Buddy und versucht das Ventil zuzudrehen. In der Hektik dreht er am falschen Rädchen. Manfred greift sich in Panik den Oktopus von Michael. Dann schafft er es endlich, das richtige Ventil zu schließen. Zu spät: Die Flasche ist so gut wie leer. Gemeinsam atmen die beiden nun aus Michaels Flasche, doch in der ist auch nur noch 50 bar Restluft enthalten.



10 Kommentare

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  1. Olaf Werning

    Moin, wir möchten die den Tauchgang im Verein auswerten. Können Sie uns die Berechnung in der Klammer erläutern. Die 60 l habe ich mit Sicherheitsfaktor verstanden. Danke

  2. Olaf Werning

    Moin, wir möchten den Tauchgang im Verein auswerten. Können Sie uns die Berechnung in der Klammer erläutern. Die 60 l habe ich mit Sicherheitsfaktor verstanden. Danke

  3. Thomas

    60 ist klar – AMV
    3,5 – man geht beim direkten Aufstieg von der durchschnittlichen Tiefe ( und damit dem Druck in 25 m ) aus
    Die 18 kann ich mir auch nicht erklären denn die beiden atmen ja aus einer Mono 12 für 5 Minuten Aufstieg
    Damit wäre der Gasverbrauch mit 1050 barl immer noch lebensgefährlicher Leichtsinn da sie eigentlich ca 85 bar in der Flasche bräuchten

  4. Ralf

    18 ist die Zeit , also 18 min , für den Aufstieg aus 50 m . Man berechnet beim MinimumGas keinen Notaufstieg sondern die Gasmenge die man zu zweit benötigt um Sicher Aufzutauchen . Und 10m/min aus der Tiefe sind völlig inakzeptabel und die 30l/min AMV ist auch nur für ein Ausgebildeten Taucher der ein Problem halbwegs ruhig löst . Ein Taucher der kurz vor eine Panik steht brauch mit Sicherheit wesentlich mehr.

    Gruß Ralf

  5. Rainer Merten

    Also, ich tauche oft und gern in Tiefen zwischen 60-70 Metern. Dabei achte ich natürlich darauf nicht zu sehr in die Deko Pflicht zu kommen, tauche also nahe der „Nullzeitgrenze“! Bei 50 Bar in der Flasche ist man nicht mehr in 50m Tiefe sondern mindestens bei 5-10m!

    Gruß, Rainer

  6. Micha

    @Rainer Merten,
    So, wie du Deine Tauchgänge planst, ist das kein Stück besser, als die beiden aus der obigen Geschichte. 50 Bar auf 5-10m … nach einen 60-70m Tauchgang … Sie Held !
    Oh man !
    Und die Verantwortlichen der Seite … so was lasst ihr unkommentiert stehen ?
    Junge Junge !

  7. Dennis Mais

    Die Rechnung ist kompletter Bullshit, jetzt mal ganz ehrlich, wäre braucht schon 20l/min die Minute. Ich komm vielleicht mal auf 14l/min wenn ich nen schlechten Tag habe.

    @Ralf Und warum sollen 10m pro Minute inakzeptabel sein, gerade aus großen Tiefen ist das besser weil man dann weniger aufsättigt, klar im flachbereich ab 10 Meter oder ab dem ersten Dekostopp, sollte man das Tempo dann deutlich verringern.

    @Rainer Merten Ich weis nicht wie du Brevetiert bist aber das höhrt sich schon sehr bedenklich an was du machst, 60-70 Meter sollten man nur mit Doppelpack und Stage machen, und am besten mit Trimix. Es ist unsinn in der Tiefe zu versuchen krampfhaft die Nullzeitgrenzen einzuhalten. So einen Tauchgang sollte man vernüpfig planen.

    Gruß, Dennis

  8. Olaf Giehl

    Mal ganz davon abgesehen, das man einen solchen TG vernünftig planen muss und mit einem Doppelpack und Stage machen sollte (am besten Trimix), ist die ganze Geschichte ziemlich an den Haaren herbei gezogen (konstruiert). Lest doch noch mal nach. Mit einer 12 Liter Flasche und dann dreht der Buddy in der Hektik am falschen „Rädchen“ ?! An welchem Rädchen hat er wohl da gedreht?
    Hatte der Praktikant gerade nichts zu tun und sollte ne tolle Story schreiben?

  9. Johnnie

    Wenn die berechneten 60 Litter pro Minute der Verbrauch für beide Taucher sind, wieso braucht dann jeder Taucher 3780 Liter Reserver? Da brauche ich keinen Nobelpreis, um zu sehen, dass 2400 Liter einer 12 Liter Flasche, zumindest rechnerisch, pro Taucher reichen würden.

  10. SaschaK

    @Olaf Giehl

    Der Blick auf das Bild verrät, dass die Flasche 2 Ventile besitzt, an denen auch zwei erste Stufen angeschlossen sind. Somit kann man durchaus die falsche Seite zudrehen, welches aber nach kurzer Zeit auffallen würde. Mit 50Bar in 25Meter Tiefe ist nicht ungewöhnlich aber natürlich in einer solchen Situation mitunter bedrohlich.

    An dieser Stelle kann man nur den Buddy-Check, mit gegenseitiger Erklärung der Ausrüstung betonen, damit im Ernstfall jeder weiß, was getan werden muss.

    Der erwähnte AMV ist nicht unrealistisch, für eine solche Situation! Erfahren und routiniert kommt man bei einem „normalen“ TG auf 12-16l/min. aber ein Großfisch oder etwas unvorhergesehenes (starke Strömung, Krampf oder ähnlich) und schon geht der Wert wesentlich höher


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