Man nehme ein Portion gigantische Sichweiten, mischt sie mit genügend Haitauchgängen und verfeinert sie mit paradiesischen Inseln im Pazifik - herauskommt ein Tauchurlaub der Extraklasse auf Fidschi. Was Birgit und Herbert Schmitz bei einer "natürlichen Haifütterung" erlebten, lest ihr hier
Erlebt das Tauchparadies Fidschi. Einfach drauf klicken und los geht's!
© H. Schmitz
Es gibt keine Straßen und Autos auf der Insel der "Firewalker", wie Beqa Island bezeichnet wird. Zu den
insgesamt neun Dörfern führen Strände und Wanderwege. Hier leben auch die freundlichen
Mitarbeiter des Beqa Lagoon Resorts. Das Resort, gemanagt von einem australischen Ehepaar, besteht aus 25 luxuriösen Bungalows, so genannten Buren,
und lockt mit einer hervorragenden Küche.
Beqa Island gehört zu Fidschi, einem Inselstaat im Südpazifik nördlich von Neuseeland und östlich von
Australien. Um hier her zu gelangen, darf man nicht unter Flugangst leiden: Die
Flugdauer beträgt etwa 21 Stunden, dazu kommt noch ein Sechs-Stunden-Aufenthalt
in Süd-Korea. Doch damit noch nicht genug, wenn man in Nadi (sechsgrößte Stadt
Fidschis mit dem größten, internationalen Flughafen) ankommt, erwartet einen
ein zweistündiger Autotransfer entlang der Coral Coast nach Pacific Harbour,
sowie ein 45-minütiger Bootstransfer nach Beqa Island.
Schon die Fahrt an der Coral
Coast entlang verursacht bei Tauchern schmachtende Blicke, denn vor der Küste,
im kitschig türkisfarbenen Meer, sieht man die Konturen der vorgelagerten Riffe.
Beqa Island wird von einem großen und wahrlich spektakulären Barriereriff
umgeben. Ein Paradies für Taucher, auch weil die Wassertemperaturen konstant
bei circa 25 Grad Celsius liegen und somit ein 5-mm-Tauchanzug ausreichend ist.
Auf Fidschi hat man unter der Wasseroberfläche freie Sicht - 25 Meter weit
reicht der Blick. Strömungen kommen so gut wie nie vor und gute Tauchplätze
befinden sich nur maximal 50 Minuten entfernt.
Ein Grauer Riffhai nimmt die Taucher ins Visier
© H. Schmitz
Haie im Anmarsch
Sehr zu empfehlen sind die Topspots Three Sisters, für seine Geisterpfeifenfische bekannt, Golden Arch
vor Yanuca Island, berühmt für wunderschöne Weichkorallen, sowie Carpet Cove
und Three Thieves, Heimat der Geistermuränen und Schaukelfische. Das absolute
Highlight auf Beqa Island sind jedoch die Haitauchgänge, auch Big Fish Encounter genannt. Es gibt zwei Anbieter dafür: Aquatrek und die "BAD-Boys"
(
Beqa
Adventure
Divers).
Aquatrek bietet einer großen Anzahl Tauchern (circa 25) mit ihren Fütterungen viele verschiedene Haiarten. Man
bekommt Ammenhaie, Graue Riffhaie, sehr große Bullenhaie und als besondere
Beigabe Silberspitzenhaie zu Gesicht. Natürlich wurden auch alle anderen Fische
wie große Makrelen durch das Spektakel angelockt.
"Bad-Boys" hingegen ist sehr
professionell. Am Shark Reef, einem Naturschutzgebiet, tauchten wir zum
Beispiel mit insgesamt vier Tauchern. Begleitet wurden wir von drei erfahrenen
Tauchguides, die zwischendurch die freie Zeit nutzten, um Wasserproben und ähnliches
zu nehmen und zu analysieren. Ebenfalls erhielten wir ein ausführliches Briefing
über den Spot bevor es zu den Haien ins Wasser ging. Hier trafen wir auf eine
große Anzahl Grauer Riffhaie, Weißspitzenriffhaie, ebenfalls Bullenhaie und fast
an der Wasseroberfläche in etwa zwei Metern Tiefe auf die eleganten
Schwarzspitzen-Riffhaie. Nur der Besuch eines Tigerhais blieb uns leider
verwehrt.
Ein Schmuck-Geisterpfeifenfisch in einer Besengorgonie
© H. Schmitz
Gigantische Sichtweiten und eine "natürliche" Haifütterung
Ein weiteres empfehlenswertes Hotel auf Fidschi ist das Wananavu Beach Resort im äußersten
Norden der Hauptinsel Viti Levu. Das Resort liegt auf der Sonnenseite der
Insel, die Wolken bleiben meist in den bis zu 1100 Meter hohen Bergen hängen. Top-Tauchplätze
findet man hier in der Bligh-Passage. Die ortsansässige Basis der Ra Divers
sammelt die Taucher der umliegenden Resorts auf und bringt sie mit schnellen
Booten in etwa eineinhalb Stunden Bootsfahrt zu den Spots. Im Vergleich zu Beqa
Island herrschen hier starke Strömungen. Das Wasser ist allerdings mit 27 Grad
Celsius wärmer und die Sichtweiten betragen gigantische 40 Meter! Ebenso
überwältigend ist vor Viti Levu die Fisch- und Korallenvielfalt. Hier schient
das Gleichgewicht der Unterwasserwelt noch unangetastet zu sein! Nicht
verpassen sollte man den Spot Breathtaker. Hier findet immer wieder eine "natürliche Haifütterung" statt: Graue Riff- und Weißspitzen-Riffhaie schießen in die
Fischschwärme und fressen sich am reich gedeckten Tisch satt.
Nach solch einem
Tauchgang fällt es wohl jedem schwer die Heimreise anzutreten, aber die Erinnerungen
kann einem ja niemand mehr nehmen!
Birgit und Herbert Schmitz