05.02.2012,
Sonntag •
06:30 - 07:15 •
arte
Das blaue Wunder: Im Inselreich von Raja Ampat
Ein geheimnisvoller Inselarchipel liegt vor der Westküste
Papua-Neuguineas - Raja Ampat. Nirgendwo sonst in den Weiten der Ozeane, so
scheint es, leben so viele Arten wie in den Tiefen von Raja Ampat. Viele davon
sind noch völlig unbekannt. Erst im Jahr 2001 drangen Forscher in die Korallenriffe des
Archipels vor und machten sensationelle Entdeckungen. In Raja Ampat konnten
sich Fischarten entwickeln, wie es sie nirgendwo sonst gibt, sogenannte
endemische Arten wie der "Walking Shark" - ein kleiner Hai, der auf
seinen Flossen über den Meeresgrund läuft. Nach seiner Entdeckung im Jahr 2006
rückte dieser Hai das "Reich der vier Könige" - wie Raja Ampat
übersetzt heißt - zum ersten Mal ins Licht der internationalen Medien. Doch es gibt noch andere Schätze in den Tiefen des Archipels.
Spanische Pharmaforscher sammeln Schwämme, Korallen und Seescheiden in den
Riffen, hoffen auf neue, hochwirksame Stoffe für Arzneimittel. Die Dokumentation ist ein Plädoyer für die Schutzwürdigkeit
dieses einzigartigen Ökosystems. Denn nicht nur Ichthyologen - die sich als
Zoologen unter anderem mit dem Verhalten von Fischen beschäftigen - und
Pharmaforscher haben die Schätze Raja Ampats entdeckt - sondern mittlerweile
auch auswärtige Fischgroßhändler und Rodungsfirmen.
06.02.2012,
Montag •
15:25 - 16:15 •
3Sat
Die See der kleinen Monster
In der südostasiatischen Inselwelt liegt
Sulawesi, und gleich daneben befindet sich die Insel Lembeh. Die schmale Wasserstraße,
die Lembeh von der Hauptinsel trennt, beherbergt eine Vielzahl
bizarrer Meerestiere. Es heißt, es gäbe nirgendwo sonst auf der Erde so viele
unterschiedliche, bunte, skurrile und seltene Arten auf so kleinem Raum: Tintenfische,
die nicht schwimmen, sondern mit ihren Fangarmen am Boden spazieren, Krabben,
die sich zum Schutz vor Feinden Seeigel und Quallen aufsetzen,
Anglerfische, die aussehen, als wären sie einem Science-Fiction-Film entsprungen und
die alles verschlucken, was ihnen vors Maul schwimmt - sogar giftige
Rotfeuerfische, und winzige, oft nur wenige Millimeter große Meeresorganismen, deren
abenteuerliche Gestalten jeden Horrorfilm bereichern würden. Die Wiener
Tierärzte Claudia und Manfred Hochleithner haben diesen außergewöhnlichen
Lebensraum sieben Jahre lang immer wieder besucht und dokumentiert. Die Dokumentation "Die See der kleinen
Monster" begleitet Claudia und Manfred Hochleithner auf ihren Tauchtouren und zeigt
eine ebenso schöne wie grauenvolle Welt, in der es in erster Linie
darum geht, zu fressen oder gefressen zu werden.
06.02.2012,
Montag •
15:25 - 16:15 •
3Sat
Umbria - Vom Wrack zum Riff
Am 10. Juni 1940 wurde vor Port Sudan am Roten
Meer ein riesiges italienisches Kriegsschiff versenkt - die "Umbria".
Mit ihr sanken 10.000 Tonnen Munition, 300.000 Bomben und Luftminen,
Militärautos, Motorräder und 50.000 Maria-Theresien-Taler zum Meeresgrund. 60
Jahre nach dem Untergang ist beinahe das gesamte Wrack zu einer neuen Behausung
von Meerestieren geworden. Während die Maschinen- und Lagerräume
hauptsächlich von Röhrenwürmern und Schwämmen besiedelt werden, haben sich an
allen Eisenteilen des Schiffs, an die Sonnenlicht dringt, Korallen festgesetzt.
In seinem Inneren jagen Zackenbarsche und Muränen, während Barrakudas, Mantas
und Haie vor der Kulisse des Wracks patrouillieren. Aber auch andere gesunkene Schiffe haben sich über Jahrzehnte in Biotope
verwandelt - darunter Jacques Cousteaus Unterwasserdorf
"Precontinent". Die Dokumentation "Umbria - Vom Wrack zum
Riff" zeigt, wie schnell versunkene Schiffe im Roten Meer von den
Meeresbewohnern in künstliche Riffs verwandelt werden.
06.02.2012,
Montag •
19:30 - 20:15 •
arte
Faszinierende Wildnis: Geschöpfe aus der Tiefe
Das Meer ist der größte Lebensraum der Erde, aber auch der am
wenigsten erforschte und gefährlichste. Die Dokumentation setzt moderne
Techniken ein, um tief unter der Meeresoberfläche bisher unerforschte Stellen
der Ozeane zu ergründen. Tatsächlich entdeckt man die seltsamsten Seelebewesen,
von Monsterkrabben und Quallenschwärmen bis hin zu Riesenkraken. Die Kamera
begleitet unter anderem ein riesiges Rudel jagender Humboldt-Kraken, ein
pazifisches Riesenoktopus-Weibchen, das sein Gelege aufopferungsvoll umsorgt,
und folgt einem leuchtend blauen, vielarmigen Riesenseestern, der den
Meeresboden nach Beute absucht.
09.02.2012,
Donnerstag •
19:30 - 20:15 •
arte
Faszinierende Wildnis: Fische
Fische können fliegen, Strom erzeugen, Blut saugen, Kiefer
von viereinhalb Meter Länge haben, in heißen Sodaseen oder unter der Eisschicht
der Antarktis leben. Haie, Teufelsrochen, Tiefsee-Anglerfische, Seepferdchen -
Fische in zahllosen Varianten beherrschen die Meere. "Faszinierende Wildnis"
führt den Zuschauer auf eine unvergessliche Reise: von der offenen See hin zu
Korallenriffs und von einem sturmgebeutelten Küstengebiet in unergründliche,
stille Tiefen. Man sieht Fächerfische beim Jagen, Hechtschleimfische im
Paarungskampf und die geheime Welt von balzenden Fetzenfischen und
Felsengrundeln.