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Test: BTS G2

Mit der „G2“ präsentiert BtS die neuste Generation ihrer Heizweste. Beim Eistauchevent am Weissensee haben wir eines der ersten Vorserienmodelle getestet.

Mollige Wärme beim Trockentauchen erreicht man normalerweise nur mit einem passenden Unterzieher. Doch bei extremen Tauchgängen und Temperaturen wird es auch mit der dicksten Unterbekleidung irgendwann kalt. Für diese Fälle, gibt es demnächst eine neue Heizweste von BtS.
Neue Generation
Die Weste mit der Bezeichnung „G2“ (steht für „Generation Zwei“) ist eine Weiterentwicklung des ersten Modells, bei der verschiedene Kleinigkeiten verändert und verbessert werden. Im Gegensatz zur alten Weste ist die neue länger geschnitten. Sie deckt nun auch den Nierenbereich ab und wärmt diesen mit zwei zusätzlichen Heizkissen. Ein weiterer Punkt, der bei der alten Weste bemängelt wurde, war das verwendete Material. Die „Heizweste G2“ besteht jetzt nicht mehr aus Neopren, sondern aus atmungsaktivem Fleece. Dadurch kann sich auf der Haut des Tauchers kein Schweiß mehr ansammeln, der sich negativ auf das Wärmeverhalten auswirken würde. Neu ist auch der angebrachte Schrittgurt (mit Fastex-Schnalle). Dadurch rutscht die Heizweste nicht mehr nach oben – egal, welche Bewegung der Taucher über oder unter Wasser auch macht.
Heizmaterial
Im Gegensatz zu anderen Produkten befinden sich in der „Heizweste G2“ von BtS keine Heizdrähte, die den Taucher wärmen, sondern Kissen aus einem speziellen Polymer, welches bei Stromfluss Wärme entwickelt. Die Vorteile: Es kann nicht mehr zum Kurzschluss kommen und die Weste kann auch unter einem üblichen Nasstauchanzug benutzt werden (die verwendeten Steckverbindungen von Fischer sind wasserdicht). Zudem besitzt das verwendete Polymer eine eingebaute Wärmebegrenzung (wird über den Stromfluss geregelt), die eine Verbrennung der Haut verhindert.

Wärmeverhalten
Die Weste „heizt“ nicht, sondern sie verhindert durch eine angenehme und gleichbleibende Wärmezufuhr nur das Auskühlen des Körpers. Bei einem Tauchgang bedeutet das, dass man sie kaum wahrnimmt. Allerdings ist man nach einem 60-minütigen Tauchgang (Wassertemperatur vier Grad Celsius) verwundert, dass man immer noch nicht fröstelt.
Ideal ist die Weste für Sport–taucher, diese können sie während des kompletten Tauchgangs nutzen. Tech-Taucher sollten die Heizweste allerdings nur während der Deko einschalten. Dadurch haben sie eine ideale Wärmereserve und bekommen in der Deko einen besseren Gasaustausch (bei warmem Blut findet ein stärkerer Gasaustausch statt). Thomas Christ

Produktmerkmale: Heizweste BTS G2

Material: atmungsaktives
Nylon/Fleece
Größen: Einheitsgröße
Stromaufnahme: 3,5 Ah/Meter
Heizstufen: eine
Preis Weste: circa 350 Euro
Preis Akkutank: ab 500 Euro
(Halcyon)
www.bts-eu.com

TAUCHEN meint: Taucher, die nur 20-minütige Tauchgänge im kalten Wasser machen, können sich solch eine Weste sparen. Ambitionierte Sporttaucher, die kaltes Wasser lieben, sollten sich allerdings überlegen, ob sie 350 Euro investieren um noch mehr Freude an Kaltwassertauchgängen zu haben. Tech-Taucher sollten nicht lange fragen, sondern einfach ab Frühjahr 2012 zugreifen.

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