Titel der 10/18
A. Krützfeldt

A. Krützfeldt © Die ""X5""-Modelle von Seac Sub.

Test: Seac Sub X5

Atemregler Seac Sub X5 – Seac Sub für Preisbewusste: zwei günstige Einsteiger-Atemregler im Doppeltest. Wir zeigen: Beide bringen ordentlich Leistung für wenig Geld.

Leicht sind sie, die beiden „Discount“-Regler von Seac Sub. Auch wirken sie zunächst von außen etwas „günstig“. Aber die beiden Atemregler „X5-M“ (Membran) und passend dazu der „X5-P“ (Kolben) haben es gehörig „unter der Haube“. Befestigt an ihren Ersten Stufen über Flexschläuche, die sie robuster gegen Knicke im Schlauch sowie flexibler in der Handhabung machen, sind die beiden günstigen Modelle aus Italien weit mehr als Einsteiger-Regler: Während die Erste Stufe mit Kolben beim „X5-P“ noch vergleichsweise schwer ist, sind beide Zweiten Stufen dazu sehr leicht und vom Gewicht kaum spürbar. Nach unten hin tragen beide Versionen einen schmalen Blasenabweiser, der allerdings beim Tauchen recht laut ist, da er die Blasen an den Ohren vorbeileitet. Damit sind sie zwar nicht im Gesichtsfeld, aber das Donnern hört man schon sehr deutlich. Klar, ein so günstiger Regler kann nicht alles perfekt machen. Die Erste Stufe des „X5-P“ hat nur einen Hochdruckabgang, also keinen Platz für manuelles Finimeter und Luftintegration per Sender. Die Erste Stufe des „X5-M“ hat dafür zwei HP-Abgänge. Kenntlich gemacht allerdings jeweils nicht mit „HP“, sondern mit der Aufschrift „300bar“. Die große Membran bei Seac Sub sorgt für guten Atemkomfort – problemlos auch in größerer Tiefe. Getestet haben wir bis 30 Meter. Die Munddusche, in der Größenvariante „opulent“, ist an Land noch recht schwergängig, lässt sich unter Wasser aber gut bedienen – der haptische Eindruck sorgt für ein gutes Ablassen der Luft und Verdrängen des Wassers auch mit sehr dicken Handschuhen.  Gleiches gilt für den Venturi-Schalter: An Land zunächst mit dem Regler im Mund schwer zu bedienen, weil der Schalter sehr nahe am Mund sitzt, klappt dies beim Tauchen einwandfrei. Warum man ihn besser erreicht, können wir allerdings nicht genau sagen. Vielleicht ein Wort zum Mundstück: Oberklasse! Fest im Biss, nicht labberig und weich, durch die aufgestellten Seitenteile und die große Auflagefläche für die Zähne auch bei langem Tragen absolut bequem. Pluspunkt hier. Man kann gute Mundstücke ja kaum überbewerten. Auffällig ist noch, dass beide Ersten Stufen nur ein 200-bar-Gewinde besitzen – das muss man beim Kauf natürlich berücksichtigen.
Modisch sind die Regler dafür solide – nicht super, aber schlicht und okay. Für diesen Preis (siehe Kasten) – aber ohne Oktopus (109 Euro mehr) – kann man mit dem „X5-M“ und dem „X5-P“ nichts falsch machen. Beide Regler sind tüchtig für ihr Geld, geben gut Luft, auch in großer Tiefe, eignen sich ebenfalls für kalte Gewässer und auch gut für Trockentaucher. Manchmal braucht es nicht primär Innovation, um einen guten Wurf zu machen. Sondern einfach nur Solides. Das trifft auf Seacs günstige Einsteiger-Regler zu. Nur, dass sie auch mit wachsendem Anforderungsprofil noch Laune machen. Einen Versuch ist das allemal wert – bei dem Preis. Alexander Krützfeldt

Produktmerkmale: Seac Sub X5

Erste Stufe
Typ: Kolben

Material: Messing verchromt
Kompensiert: nein
Max-Betriebsdruck: 230 bar
Anschlüsse MD/HD: 1/4
Vereisungsschutz: nein

Zweite Stufe
Material: Technopolymere
Ansprechverstellung: nein
Injektorverstellung: ja
Atemarbeit: 0,87 Joule/Liter *
Nitroxversion: nein
Preis: 205 Euro
www.seacsub.de

Seac Sub X5-M

Erste Stufe
Typ: Membran
Material: Messing verchromt
Kompensiert: ja
Max-Betriebsdruck: 230 bar
Anschlüsse MD/HD: 4/2
Vereisungsschutz: nein

Zweite Stufe
Material: Technopolymere
Ansprechverstellung: nein
Injektorverstellung: ja
Atemarbeit: 0,75 Joule/Liter *
Nitroxversion: nein
Preis: 267 Euro
www.seacsub.de

TAUCHEN meint: Gut, knackig, auf den Punkt gebracht: Seac Sub liefert mit dem „X5-P“ und dem „X5-M“ zwei solide Regler für den Alltagsgebrauch. Und das zu einem Preis, der wirklich klasse ist.

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