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Test: Subgear Cayman

Der neueste Atemregler aus dem Hause Subgear: der membrangesteuerte und kaltwassertaugliche „Cayman“. Wie sich der „kleine Alligator“ bei unseren ersten Testtauchgängen in deutschen Gewässern verhalten hat – hier unsere Ergebnisse!

Das englische Wort Cayman bedeutet im deutschen Kaiman und bezieht sich auf eine Unterfamilie der Alligatoren, die warmes Wasser lieben. Warum Subgear also seinem neuen und kaltwassertauglichen Atemregler ausgerechnet diesen Produktnamen verliehen hat, das wissen wohl nur die Marketingstrategen des deutschen Herstellers.

Die Kaltwassertauglichkeit
Ermöglicht wurde die Kaltwassertauglichkeit zum Beispiel durch die neue Erste Stufe. Sie ist membrangesteuert (balanciert) und besitzt eine trockengekapselte Federkammer, die durch zwei Membranen abgedichtet wird. Damit im Falle eines Falles so gut wie keine Eiskristalle an der Feder andocken können, hat sie einen dünnen Überzug aus Polyurethane spendiert bekommen.Das Erscheinungsbild der Ersten Stufe ist kompakt und wird hauptsächlich durch die saubere Hochglanzverchromung und den oberen Schutzdeckel aus Kunststoff geprägt. Um die Schläuche anzuschließen, verfügt sie über zwei Hochdruck- (HD) und vier Mitteldruckabgänge (MD). Zwei von diesen MD-Abgängen sind sogenannte HF-Ports (High Flow), also Abgänge, die 15 Prozent mehr Leistung bieten. An ihnen sollen die beiden Zweiten Stufen angeschlossen werden! Für eine schnelle Balancierung des Mitteldrucks wurde extra eine kleine Bypass-Bohrung (Instant Balancing Conduit) verwendet.

Die Zweite Stufe
Auch bei der Zweiten Stufe hat sich Subgear nicht lumpen lassen und spendierte dem „Cayman“ eine leichte, pneumatisch balancierte Stufe mit Downstream-Ventil (öffnet mit dem Luftstrom) und einstellbarem Venturi-Effekt. Damit diese angenehm im Mund sitzt, montierte man gleich noch ein orthodontisch geformtes Mundstück darauf.

Bei den ersten Testtauchgängen gab es in puncto Atemkomfort und Luftlieferleistung nichts auszusetzen. Der „Cayman“ gibt angenehm und genügend Luft, ohne aufdringlich oder gar „bissig“ zu wirken. Auch das kalte Wasser im Kreidesee Hemmoor (acht Grad) nahm er problemlos auf sich, ohne dass wir das Gefühl hatten, dass der Regler zum Einfrieren neigt. Etwas verwirrend für viele Kunden ist die Aussage von Subgear, dass der „Cayman“ bis zu einem Sauerstoffanteil bis 40 Prozent nitroxtauglich ist – aber nur außerhalb der EU. Das liegt daran, dass der „Cayman“ nicht mit einem speziellen und für Europa erforderlichen Nitrox-Gewinde ausgeliefert wird. Außerhalb der EU spielt das keine Rolle, und der Regler kann ohne Probleme und gefahrlos mit dementsprechenden Gasgemischen getaucht werden.

Fazit: Auch wenn der neue Atemregler von Subgear einen bissigen Namen hat – fürs Kaltwasser ist er genauso gut zu gebrauchen wie für warme Gewässer. Seine Atemwerte sind sehr gut, die Performance in allen Tauchlagen bestens. Bei einem Preis von 339 Euro kann man den Regler auch nicht als überteuert bezeichen. Besonders wenn man noch einmal den Gutschein für das Service-Kit mit einbezieht.
Thomas Christ

Produkttest: Subgear Cayman

Erste Stufe
Typ: membrangesteuert
Kompensiert: ja
Max. Betriebsdruck: 300 bar
Anschlüsse HD/MD: 2/4
Kaltwassertauglich*: ja

Zweite Stufe
Material: Kunststoff/Metall
Ansprechverstellung: nein
Injektorverstellung: ja
Atemarbeit gesamt: 0,75 Joule/pro Liter
Nitroxtauglich (bis 40 Prozent): ja
Nitroxversion für EU: nein
Gewicht**: 1,04 Kilo
Preis: 339 Euro
www.subgear.de

*nach EN 250
** Erste- und Zweite Stufe ohne Oktopus

Eine (auch optisch) gute Kombination sind der Atemregler „Cayman“ und der in Gelb gehaltene Oktopus „Aruba“. Er hat einen ein Meter langen MD-Schlauch (auch in Gelb), den man nach Bedarf von links oder rechts anschließen kann. Preis: 109 Euro

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