Der Titel der TAUCHEN-Juli-Ausgabe 2017.

Scooter


Test: Bonex Ecos

Der deutsche Scooter-Spezialist Bonex ist bekannt für hochwertige UW-Fahrzeuge. Mit dem Ecos gibt es jetzt ein abgespecktes Modell. Wir hatten den neuen Kleinen im Test.


Scooter sind unter Wasser das ultimative Spaßinstrument – und für Tec Taucher in manchen Fällen sogar ein unverzichtbares Transportmittel. Der Tauchscooter (engl. Diver Provision Vehicle oder DPV) ist der Name für ein Fortbewegungsmittel für Taucher im Wasser. Eine Vielzahl von Herstellern bieten die meist torpedoförmigen Fortbewegungshilfen für Taucher an. Für gewöhnlich wird das Gerät durch einen Elektromotor betrieben. Der Vortrieb wird durch einen Akku erzeugt, der einen Elektromotor versorgt, der wieder rum den Propeller des Tauchscooters antreibt. Dank des Elektromotors kann der Scooter auch in größeren Tiefen verwendet werden und ist durch Beschränkungen wie Umweltschutz- und Gewässerschutzauflagen nur wenig beschränkt. Für den Scooter gilt eine maximale Tauchtiefe, die sich an der Druckfestigkeit des jeweiligen Gehäuses orientiert. Auch die Geräuschlosigkeit des Scooters ist ein entscheidender Vorteil im Wasser. Aber der Elektromotor hat auch Nachteile: Die Geschwindigkeit des Schotters und seine Reichweite sind geringer als bei Modellen mit Verbrennungsmotor. Als Vorgänger des Tauchscooters wird der bemannte Torpedo angesehen, der noch aus Kriegszeiten stammt. Im Gegensatz zum Torpedo hängt der Taucher beim Scooter dem Gerät an und sitzt nicht auf ihm drauf. Einer der Tüftler, die maßgeblich am Entstehen von Tauchscootern beteiligt waren, ist Tauch-Legende Jacques-Yves Costeau.

Die Verarbeitung
Wenn man ein neues Unterwasserfahrzeug das erste Mal in den Händen hält, sollte vor allem das kurze Baumaß und das geringe Gewicht auffallen. Das Mittelteil (Tube) sollte nach Möglichkeit aus leichtem Kunststoff oder Carbon gefertigt sein. Das edle Material wird häufig auch für die Abdeckung des Propellers benutzt – und der bietet dadurch einen hübschen Anblick. Aber auch wenn nur preiswertes PVC verwendet wird, Druckdicht sollte der Scooter bis in eine Wassertiefe von über 100 Metern sein. Das Innenleben: Neben hochwertigen Kabelverbindungen, sauber gefrästen Metallteilen und Innensechskantschrauben sollte man nach Möglichkeit einen gekapselten Motor, ordentlich gelegte Kabel und eine perfekt abgedichtete Durchführung für den Geschwindigkeitsschalter entdecken. Das eigentliche Herz eines aktuellen Scooters ist ein moderner Lithium-Mangan-Akku, der im Gegensatz zu den sonst üblichen Bleigel-Akkus weniger Gewicht, eine hohe Leistungsdichte, lange Lebensdauer und keinen Memory-Effekt hat.

Das Handling
Einschalten und losfahren – so lautet die Devise beim hochwertigen Scooter. Im Vorfeld wird im Inneren des Scooters die Kabelverbindung vom Akku zum Motor verbunden (dient auch als Transportsicherung), das Mittelteil aufgesteckt – (bitte auf saubere O-Ringe achten) und idealerweise die Nase aus POM (Polyoxymethylen) draufgeschoben. Danach das Verschlusssystem richtig schließen, daran denken, dass der Geschwindigkeitsschalter auf Null steht und die Sicherungsschraube so eingestellt ist, dass man nicht versehentlich den Gashebel betätigen kann.
Im Wasser angekommen klickt man sich das Zugseil an den D-Ring des Schrittgurts, löst die Sicherheitsschraube und stellt die gewünschte Leistungsstufe ein (mehrstufiges System von Vorteil. Danach Gas geben und Spaß haben. Und den hat man selbst mit kleineren Modellen zur Genüge. Ohne Anstrengung lässt sich der Scooter mit einer Hand lenken – auch ohne Erfahrung mit dem Umgang von Scootern. Die Geschwindigkeitsregelung sollte einwandfrei funktionieren – auch während der Fahrt. Sobald man den Gashebel nicht mehr drückt, sollte der Tauchscooter stehen bleiben, und das dank eines perfekten Trimms vor dem Taucher. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Wassertiefe man sich gerade befindet, der Scooter sollte immer neutral austariert sein.

Die Sicherheit
Alle Bauteile im Scooter müssen wasserdicht versiegelt sein, die Elektronik und der Motor sogar speziell verkapselt. Dadurch behält das UW-Gefährt seinen betriebsfähigen Zustand, selbst wenn es zu einem geringen Wassereintritt kommt. Damit der Antrieb des Scooters und möglicherweise ein Finger nicht zu Schaden kommen können, schaltet der Motor sofort ab, sobald ein Gegenstand den normalen Lauf des Propellers stört. Ist das einmal passiert, einfach den Gegenstand entfernen (zum Beispiel einen Tampen), und die Fahrt kann wieder aufgenommen werden. Die Betriebsdauer eines guten Scooters beträgt bei Vollgas etwas über 90 Minuten. Taucher, die ganz entspannt durchs Wasser gleiten möchten, können das mit einer Laufzeit von bis zu 150 Minuten tun.