Titel der 10/18
P. Munzinger

P. Munzinger © Schafapnoe: Atemstillstände führen zu Sauerstoffunterversorgung

Schlafapnoe-Syndrom

Bei mir wurde letzte Woche ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert. Da ich keine Operation wollte (sehr geringe Erfolgsquote), habe ich mich für eine Maskenbeatmung entschieden. Ich werde im Januar im Schlaflabor ein entsprechendes „cpap“-Gerät erhalten. Meine Werte (Blut, Blutdruck und so weiter) sind okay. Momentan macht mir nur die Tagschläfrigkeit zu schaffen. Ich habe trotz intensiver Suche keine Informationen über Schlafapnoe und Tauchen gefunden. Meine Tauchtauglichkeit ist nach Aussage der Ärzte nicht eingeschränkt. Jetzt wollte ich mal bei Ihnen nachfragen, ob eventuell Studien vorliegen oder ob ich bestimmte Faktoren berücksichtigen sollte? Ich weiß nicht, wie viele Taucher von der Schlafapnoe betroffen sind, aber das wäre sicher auch ein interessantes Thema für einen Artikel?

Die Schlafapnoe (kurz: OSAS) als solche stellt keine Kontraindikation oder Einschränkung gegen das Tauchen dar. So kurz und knapp kann man hier antworten, es gibt auch nichts Spezifisches zu beachten. Daher gibt das Thema auch nicht genug Stoff für einen Artikel her, sorry. Da aber ein OSAS oft mit bestimmten körperlichen Merkmalen einhergeht, die wiederum mitunter auch zu Begleiterkrankungen führen können, können hier natürlich Risiken und Kontraindikationen zu finden sein (Beispiel: erhebliches Übergewicht, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, erhöhte Blutfettwerte und anderes mehr). Da Sie aber nur und explizit nach dem OSAS gefragt haben, kann ich in dieser Hinsicht und nach derzeitigem tauchmedizinischen Kenntnisstand Entwarnung geben.