Hai-Society: Tauchen auf den Bahamas

Bahamas – legendär für die unzähligen Traumstrände. Nicht nur Hollywood-VIPs fühlen sich auf den 700 Inseln wohl. Das „Who is Who“ der Haie hat hier ihr Revier. Melde dich jetzt hier zum kostenlosen Bahamas Webinar an! 😍


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Wann? 29.10.2020: 18:30 – 19:30 

Wer?  Claudia Majunke (Bahamas Tourist Office), Michael Krüger (TAUCHEN), Robert Wilpernig (WIRODive)

Wo?  Kostenlose Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/7449197185362501646


Bilder: Robert Wilpernig (Wirodive) - Video: Michael Krüger

Okay, okay! Ich kann euch verstehen – ein Tauchgang ohne Haie ist wie ein Tag ohne Sonnenschein!“, winkt Stuart Cove ab. Das Statement des Nassau-Basis-Chefs es gäbe hier weitaus mehr als die silbergrauen Jäger zu sehen, stieß ebenso auf taube Ohren wie seine blumigen Beschreibungen der Korallenriffe.

Die wenigsten reisen auf die Bahamas, um Seepferdchen zu suchen. Wer hier eincheckt, will Großes sehen. Ganz oben auf der Wunschliste stehen die Räuber mit der markanten Rückenflosse. An wenigen Plätzen auf der Welt kommt man ihnen so nah wie hier: Riesige Hammerhaie vor Bimini, Respekt einflößende Tigerhaie auf Grand Bahama, massige Bullenhaie bei Eleuthera. Die allgegenwärtigen Karibischen Riffhaie sind die Stars der Unterwasserwelt des Bahamas-Archipels.

Shark Feeding: PR FÜR DIE HAIE 

Wenn sich die gewaltigen Tigerhaie blicken lassen, beginnt das Blitzlichtgewitter.

Fütterungen sind auf den Bahamas völlig normal. Einige Taucher lehnen dieses Szenario prinzipiell ab und verweisen auf die Veränderung des natürlichen Verhaltens.

Sollte man potenziell gefährliche Tiere wie Haie füttern?

„Fütterungen sind die beste Werbung für Haie“, meint Shamie Rolle, Grand Bahama.

„Die Haie hier sind Botschafter“, sagt der ehemalige Sharkfeeder Jaime Rolle, der die Anfänge auf Grand Bahama erlebt hat. „Filmteams und Magazine wie TAUCHEN berichten, Gäste posten Fotos oder laden Filme hoch. Die ganze Welt sieht, dass Haie keine blutrünstigen Bestien sind. Eine bessere PR  für Haie gibt es nicht!“, ist sich Rolle sicher. Auf den Bahamas läuft das seit fast 40 Jahren nahezu unfallfrei ab. Wer es jemals erlebt hat, wird sich kaum der Faszination entziehen können. Die Bahamianer sind stolz auf diesen Umstand und betrachten die Tiere als Freunde – ganz nebenbei sind sie auch gute Devisenbringer.

Haitauchen soll den Bahamas jährlich geschätzte 80 Millionen Dollar einbringen (Quelle: Divetalking online). Und damit das auch so bleibt, sind sie geschützt. „Der Fang von Haien ist auf den Bahamas gesetzlich verboten“, erläutert Prescott Young vom Tourist Board Bimini, „Eine Marine-Einheit patrouilliert die Gewässer und sorgt dafür, dass die Gesetze befolgt werden.“ „Die große Anzahl der Haie sind ein Indikator für die Stabilität des maritimen Ökosystems“, sagt Dr. Samuel Gruber vom Sharklab auf Bimini. Mehr als 40 Arten leben in den Gewässern.

Hai-Tauchen bei BIMINI 

Auf Tuchfühlung mit den bizarren Flügelköpfen beim Hammerhaitauchgang vor Bimini.

„Die großen Hammerhaie habe ich mir viel lustiger vorgestellt!“, feixt Fotograf Nick Robertson-Brown nach dem Tauchgang.

Einige aus der Gruppe nicken zustimmend. Zwei Haie mit der imposanten Flügelköpfen haben die Gruppe fast den ganzen Tauchgang umkreist. Der größere, ein Fünf-Meter-Koloss, wirkt allein durch seine Ausmaße Respekt einflößend.

Freundliche Umschreibungen fallen schwer, wenn ein scheinbar augenloses, offenes Maul voller messerscharfer Zähne direkt die Taucher anschwimmt – teilweise so nah, dass man sich ducken muss. Wenn man in die seitlich sitzenden großen Augen schaut, die beinahe an die Kulleraugen von Kühen erinnern, ändert sich das Bild allerdings.

„Die Taucher realisieren schnell, dass keine Aggression von den Hammerheads ausgeht“, sagt Neil Watson jr., der die Tauchgänge hier vor der Insel Bimini anbietet: in 8,5 Meter Tiefe und klarem Wasser kann man rund 75 Minuten lang den bizarr aussehenden Haien bei der Fütterung zuschauen und läuft höchstens die Gefahr, dass die Beine während der langen Hockerei einschlafen. Für schlechte Sicht sorgen nicht nur die aufgeregten Flossenschläge der Tauchgruppen. Direkt vor der Box wühlen häufig ein halbes Dutzend Ammenhaie den Sandgrund auf und vermiesen den UW-Fotografen die Aussicht auf vermeintlich gute Schüsse.

Aufzuchtstation für Haie

Vor dem Tauchgang führt der Besuch in die Bimini Biological Field Station (BBFS) – kurz Sharklab genannt.

Hier in dem seichten Mangroven-Gewässern gibt es Aufzuchtstationen für Zitronen- und Ammenhaie. Dr. Samuel Gruber, der die Haiforschungsstation leitet, betont die Wichtigkeit der natürlichen Kinderstube für Haie. „Hier können sie heranwachsen, ohne selbst gefressen zu werden.“

Seit 1990 forscht Gruber über die Zitronenhaie im Süden Biminis. Ihm geht es darum, das Verhalten der Haie und Rochen durch Feld- und Laborarbeit zu erforschen und Praktikanten sowie Studenten die Möglichkeiten zu geben, vor Ort aktiv zu werden. 

Tauchen bei ELEUTHERA 

Eleuthera: Menschenleere Traumstrände und beste Bedingungen für Haitauchgänge.

Eleuthera und die kleine Insel Harbour Island zählen für viele zu den schönsten Bahamaszielen.

Hier gibt es die pulverig feinen Sandstrände, die viele Touristen so lieben. Die 180 Kilometer lange Insel ist dabei unverbaut und in erster Linie lang und schmal. In der „Wespentaille“ bei Gregory Town scheint nur eine Brücke die Atlantik- und Karibikströme zu trennen.

Strömungstauchen bei Harbour Island

Harbour Island an der nordöstlichen Küste ist bekannt für Strömungstauchgänge. Mit Valentines Dive wird das Riff „Current Cut“ angesteuert: „Wir tauchen mit negativem Einstieg ab. Nach exakt 15 Minuten wird aufgetaucht und wir lassen uns vom Boot einsammeln“, brieft Basis-Besitzer George Gross die Taucher. 

Der Waschmaschinentauchgang sprengt die Gruppe schnell auseinander. Beim Eintauchen in die Höhlen begegnen wir Adlerrochen  und Riffhaien, die den Strömungsschatten nutzen. Nach der aufregenden Achterbahntour geht die Fahrt mit dem Boot zurück nach Dunmore Town. Ein herrlich verschlafenes Nest mit kleinem Yachthafen.

Auf den Bahamas sind alle Regierungsgebäude pink – wie hier das Parlament in Nassau.

"Bombastische Sichtweiten"

„Der Süden Eleutheras ist taucherisch abwechslungsreicher“, weiß Robert Wilpernig, der mehrere Wochen auf der Insel unterwegs war. „Die Sichtweiten sind bombastisch. Hier gibt es Spots, bei denen man unter anderem mit Bullen- und Tigerhaien tauchen kann. Vor Cat Island trifft man sogar auf Longimanus- und Schwarzspitzenhaie“, so der Wirodive-Chef, der mit der Tauchbasis Ocean Fox in Cotton Bay exklusiv kooperiert.

Fütterungen gibt es hier nur mit gefrorenem Fisch, dem „Chumsicle“. Nicht ohne Grund zog Dr. Erich Ritter (R.I.P.) mit seiner Sharkschool von Grand Cay hierher, denn die Sharkfeeds aus der Hand lehnte der Experte ab. „Im Gegensatz zum alten Standort hat Eleuthera echtes Bahamas-Flair“, so Wilpernig.

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29.10.2020: 18:30 – 19:30

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Claudia Majunke (Bahamas Tourist Office), Michael Krüger (TAUCHEN Redakteur), Robert Wilpernig (WIRODive)

Wo?

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