Das deutsche Team mit ihren heißgeliebten Mono-Flossen.

Das deutsche Team mit ihren heißgeliebten Mono-Flossen. © AIDA Deutschland

Apnoe-WM: Wettkampfblog Teil 2 – Weiße Karten fürs deutsche Team

Die deutsche Apnoetaucherin Dagmar Andres-Brümmer bloggt für TAUCHEN live von der Apnoe-Team-Weltmeisterschaft in Kalamata, Griechenland. Das deutsche Team schlägt sich hervorragend – trotz Zwischenfall.

Nach zwei relaxten Trainingstagen war heute der zweite Wettkampftag der Team WM in Kalamata, und zwar mit Statik. Unser Team konnte sich über sechs weiße Karten und respektable Statik-Zeiten freuen. Bei den Herren legte Jens Stötzner mit 6:46 min vor. Heinz Kirschner tauchen 6:08 min und Tim Oehmigen 5:38 min.

Auch die Damen waren mit ihren Zeiten durchaus zufrieden, 5:49 min für Dagmar Andres-Brümmer, 5:32 für Jennifer Wendland und 5:06 min für Elisabeth Hummel.whatsapp-image-2016-09-22-at-14-02-06

Gesamtergebnisse Statik und aktuelle Gesamtplatzierung 

Hier die Statik-Ergebnisse des heutigen Tages sowie die aktuelle Gesamtliste. Danach liegen unsere Herren zurzeit auf Platz 5 und unsere Damen sogar auf Platz 4.

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Tieftauchen: Stimmt die Tiefe?

Nach dem Zwischenfall bei Guillaume Nerys Weltrekordversuch im letzten Jahr in Zypern gab es heiße Diskussionen darum, wie in Zukunft vermieden werden kann, dass das Seil in die falsche Tiefe gesetzt wird. So etwas darf auf einem Wettkampf – und schon gar bei einer WM – nicht vorkommen. Und dennoch, auch diesmal wurde das Seil falsch gesetzt, und zwar zu flach.

Am ersten Wettkampftag (Tieftauchen, CWT) hatte Tim Oehmigen seinen Tauchgang wiederholt bzw. wiederholen dürfen. Was war passiert? Das Seil war auf die falsche Tiefe gesetzt worden.

Tim sollte 85 m tauchen, der Taucher vor ihm hatte 101 m announced und (vermeindlich) getaucht. Das Seil wurde entsprechend für Tims Tauchgang nach oben gezogen. Als Tim bereits gestartet war, realisierten die Judges, dass das Seil zu flach hing und ließen es während (!) seines Tauchgangs nach unten. Für unseren Tim eine höchst verwirrende Situation, da er während des Tauchgangs merkte, dass sich das Seil bewegt, sich fragte, was da los ist und folglich bei 56 m seinen Tauchgang abbrach. Ihm wurde ein Re-Start gewährt, den er dann auch erfolgreich absolvierte.

Wie nun heute offiziell bekannt wurde, war auch bei seinem Vorgänger, Guilliaume Bussiere, das Seil bereits auf die falsche Tiefe gesetzt worden. Statt auf 101 m hing die Bottom-Plate auf 81 m. Ein 20 m-Fehler! Unvorstellbar, wenn die Leine 20 m zu tief statt zu flach gehängt worden wäre.

Guilliaume Bussiere erhielt zunächst einen gültigen Tauchgang auf 101 m, heute wurden auf Wunsch der Franzosen und nach einer Entscheidung des Wettkampfgerichtes die Punkte auf 81 reduziert. Eine große sportliche Geste von Seiten des französischen Teams.

Info: www.aida-international.org