Titel der 10/18
Die lebensgroße Büste des Wals soll an den Belugawal erinnern, der 1966 im Rhein auftauchte.

Die lebensgroße Büste des Wals soll an den Belugawal erinnern, der 1966 im Rhein auftauchte.

Heimat für Rhineheart

Mit dem Projekt Heimat für Rhineheart soll an den Belugawal erinnert werden, der 1966 im Rhein auftauchte. Der Weiße Wal löste damals eine deutschlandweite Debatte über die Verschmutzung der Flüsse aus.

Am 14. Juni 1966 löste das Auftauchen eines Weißwals vor dem Bonner Regierungsgebäude eine politische Debatte über die katastrophale Qualität des Rheinwassers aus.
Der von Altöl und Hautekzemen gezeichnete Wal wurde nach vierwöchiger Odyssee im Niederrhein zum Thema der Berichterstattung.
Er markierte inmitten der Blütezeit des Wirtschaftswunders einen Wendepunkt für ein neues Umweltbewusstsein.
Seine Geschichte, die durch die Treibjagden des damaligen Direktors des Duisburger Zoos, Dr. Wolfgang Gewalt, die Öffentlichkeit erregte, zählt zu einer der spannendsten am Niederrhein. Als Fremdling aus dem Polarmeer gewann der Wal binnen weniger Wochen die Solidarität der Menschen in der Region, was letztlich dazu führte, dass die Jagd auf ihn eingestellt wurde. Gegen den Strom erreichte er das Bundeshaus in Bonn, wo er eine tief beeindruckte Menschenmenge zurückließ, bevor er von dort den Weg zurück ins offene Meer fand. Noch im selben Jahr folgten Beschlüsse zur Reduzierung industrieller Abwässer und die ersten Umweltschutzgesetze wurden verabschiedet.
„Heimat für Rhineheart“ ist der Geschichte des Weißwals gewidmet. Eine lebensgroße Büste, die in Anlehnung an die Reise des Wals, als bildhauerische Odyssee an verschiedenen Orten in Duisburg umgesetzt wurde, soll nun vergrößert und in Bronze abgeformt werden. Der Wal soll dort wieder auftauchen, wo er am 18. Mai 1966 erstmals gesichtet wurde.

Angeregt durch die anhaltenden Diskussionen zum Thema Fracking in NRW entstand die Idee mit einem Kunstwerk an die Ereignisse und das politische Umdenken zu erinnern, das damals das Auftauchen des Wals ausgelöst hat. Mit festem Standort am Rhein wird „Rhineheart“ ein nachhaltiges und freundliches Symbol für den Umweltschutz darstellen. Er wird die bedeutungsvolle Geschichte des weißen Wals im Rhein lebendig halten und als historischer Anker einen optimistischen Blick in die Zukunft wagen.

Weitere Infos über das Projekt Heimat für Rhineheart finden Sie auf http://rhineheart.de. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann seine Stimme beim RWE Facebook Contest „Energie für dein Quartier“auf http://www.energietopf.de/project/detail/id/1225 abgeben.