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Die Seekuh ist der Protoyp eines Konzepts mit ökologischem Design

Die Seekuh ist der Protoyp eines Konzepts mit ökologischem Design © FOTO Frank Brodmerkel

Innovation gegen Plastikmüll: Das Müllsammelschiff SEEKUH

Eine innovatives und ökologisches Konzept im Kampf gegen die Verschmutzung unserer Ozeane ist das Müllsammelschiff SEEKUH, das von der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. entwickelt und nun für den Bundespreis ecodesign nominiert wurde.

Am 10. Oktober widmeten sich rund 50 Experten aus Ökologie und Designs den 160 Bewerbern und nominierten in vier Kategorien 26 Projekte für den Bundespreis ecodesign, die höchste Auszeichnung für ökologisches Design. Nominiert wurde die SEEKUH, die zukünftig viele Tonnen Plastik aus unseren Gewässern fischen soll.

Neue Idee im Kampf gegen Plastik

Riesige Inseln aus Plastikmüll, so groß wie Mitteleuropa, schwimmen bereits in unseren Weltmeeren und die Verschmutzung durch Plastik wächst zunehmend. Bereits 140 Millionen Tonnen Müll mit einer Lebensdauer von rund 450 Jahren gelangen Stück für Stück in unsere Nahrungskette, bedrohen nicht nur Meereslebewesen, sondern auch uns Menschen und ist bereits ein globales Problem. Alleine über den Rhein gelangen jährlich etwa zehn Tonnen Mikroplastik ins Meer. Umweltschützer und Politiker erkennen zunehmend die Bedrohung und immer mehr Projekte und Kampagnen widmen sich diesem Thema. So auch die Entwickler der SEEKUH, einem Katamaran, welcher der Reinigung von Gewässern dient.

“Natürlich kann eine SEEKUH nicht die Welt retten, aber je mehr Menschen sich mit dem drängenden Problem des Plastikmülls und des Marine Litterung unserer Gewässer auseinandersetzen, umso mehr kommt hoffentlich in Bewegung” (Günther Bonin, Gründer OEOO)