DeepSpot-Polen (Photo by Wojtek RADWANSKI / AFP)

DeepSpot-Polen (Photo by Wojtek RADWANSKI / AFP)

Tiefstes Indoor-Tauchbecken der Welt eröffnet

Ein 45,5 Meter tiefes Tauchbecken mit künstlichen Unterwasserhöhlen und Maya-Ruinen, das weltweit tiefste derartige Bauwerk, wurde am Wochenende (22.11.) in der Nähe von Warschau, Polen eröffnet.


Der Komplex, der den Namen "Deepspot" trägt, umfasst sogar ein kleines Wrack, das von Tauchern und Freitauchern erkundet werden kann.

Es verfügt über 8.000 Kubikmeter Wasser - mehr als 20 Mal so viel wie in einem gewöhnlichen 25-Meter-Becken.

Geöffnet trotz Corona

Im Gegensatz zu normalen Schwimmbecken kann Deepspot trotz der in Polen geltenden Beschränkungen für Coronaviren geöffnet werden, da es sich um ein Ausbildungszentrum handelt, das Kurse anbietet.

Geplant ist auch ein Hotel mit Zimmern, von denen aus die Gäste Taucher in fünf Metern Tiefe beobachten können.

"Das tiefste Schwimmbad der Welt"

"Es ist das tiefste Schwimmbad der Welt", sagte Deepspot-Direktor Michal Braszczynski, ein 47-jähriger Tauchfan, gegenüber der AFP bei der Eröffnung am Samstag.

Der derzeitige Inhaber des Guinness-Weltrekords befindet sich in Montegrotto Terme in Italien und ist 42 Meter tief.

Noch tieferes Becken geplant

Der Blue Abyss Pool, der 2021 in Großbritannien eröffnet werden soll, wird 50 Meter tief sein.

Rund ein Dutzend Kunden kamen am ersten Tag.

"Es gibt hier keine prächtigen Fisch- oder Korallenriffe, also ist es kein Ersatz für das Meer. Aber es ist definitiv ein guter Ort zum Lernen und Trainieren, um sicher im offenen Wasser tauchen zu können", sagte Przemyslaw Kacprzak, ein 39-jähriger Tauchlehrer.

Kindergarten für Taucher/innen

"Und es macht Spaß! Es ist wie ein Kindergarten für Taucher!" 🙂

sagte Jerzy Nowacki, ein 30-jähriger Tauchneuling: "Zum ersten Mal sind wir fünf Meter tief getaucht, aber man kann bis auf den Grund sehen - das Wrack, die Höhlen - es ist herrlich!"

Braszczynski sagte, das Becken "wird auch von der Feuerwehr und der Armee genutzt. Es gibt viele Szenarien für die Ausbildung. Wir können auch verschiedene Ausrüstungen testen", so Braszczynski.

In den zwei Jahren, die der Bau des Beckens dauerte, wurden etwa 5.000 Kubikmeter Beton verwendet, und die Kosten beliefen sich auf rund 9 Millionen Euro.

Alle Infos auf: https://www.deepspot.com/en/



  1. Volker Ohmes

    Das wären schon mal ein Erlebnis, ca. 40m ohne primäres Mitführen einer Lampe, bis mglw. auf die „Höhlen“-Formationen. Ein Team von Tauchern würde ich mich u.U. anschließen. -> „etwas näher “ als die Höhlen in Mexico sowie „ebenfalls ein wenig näher“ zum Tieftauchen in Japan oder Indonesien. U.a. dort in den 3 dive resorts war es fantastisch, aber Polen- schon auf Grund der Entfernung- das hat schon was.

  2. Retho

    Also, die Webseite macht leider nur einen mittelprächtigen Eindruck, viel „under construction“ und Links auf Seiten, die schlicht nicht existieren. Für eine Location, die eigentlich schon geöffnet hat, ist das ein bisschen schwach.

  3. Rene

    inzwischen hat http://www.deepspot.com geöffnet.
    Aber preislich steht man da offenbar noch am Beginn einer Entwicklung.
    für lizensierte Taucher gibt es nur einen Preis, ca. 50€ für 1h. Keine Halb- oder Tageskarte.
    Und auf Nachfrage kam die Antwort, dass man weitere Stunden noch mal bezahlen dürfte.
    Kommunikation läuft bestenfalls auf englisch, auf deutsche Kundschaft ist man offenbar nicht eingerichtet.

    Ein „Drumherumangebot“ wie z.B. im Montemare ist offenbar nicht möglich.

  4. Fadri Lenggenhager

    Ich war letzten Samstag (5. Dezember 2020) dort tauchen – als erster Schweizer ;-). Die Buchung gestaltete sich etwas schwierig, da die entsprechende Seite bisher nur auf Polnisch vorhanden ist, hat dann aber mit Google-Übersetzer und Nachfragen per E-Mail geklappt. Der Innenausbau der Anlage ist noch nicht bis ins Detail fertiggestellt und auch technische Probleme gab’s noch (elektronisches Ver- und Entriegelungssystem für die Schiessfächer ist ausgefallen und wenig später gab’s einen Stromausfall im ganzen Gebäude). Solo-Tauchen ist nicht gestattet, ich musste mir einen Guide dazubuchen (PNL 70 pro Tauchgang). Abgesehen davon hat aber alles geklappt (motiviertes Team, gutes Briefing, absolut neuwertige Mietausrüstung, viel Platz). Insgesamt ein lohnenswertes Erlebnis, wenn man in der Gegend ist…


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