Frankreich verbietet Haltung von Delfinen und Orcas in Gefangenschaft

Später hieß es aus dem zuständigen Ministerium, dass die zuständige Ministerin Ségolène Royal ein noch strengeres Gesetz habe einbringen wollen, nachdem sie erfahren habe, dass die in Gefangenschaft gehaltenen Tiere zum Teil unter Drogen gesetzt und Betäubt würden. Laut Medienberichten leben knapp 30 Delfine und vier Orcas in französischen Aquarien.
Delfine sind hochintelligente Tiere – sie leiden häufig in Gefangenschaft (Symbolbild). Foto: Pixabay.com | Lizenz: CC0 Public Domain

Delfine sind hochintelligente Tiere – sie leiden häufig in Gefangenschaft (Symbolbild). Foto: Pixabay.com | Lizenz: CC0 Public Domain

TAUCHEN plädiert für ein Gesetz auch in Deutschland!

Wir von TAUCHEN plädieren ganz klar dafür, dass es auch in Deutschland ein ähnliches Gesetz gibt, dass die Haltung von Meeressäugern in Aquarien verbietet. Die gute Nachricht ist an dieser Stelle: In deutschen Zoos leben nach unserem Wissen keine Orcas. Delfinarien hingegen gibt es nach wie vor in Duisburg und Nürnberg. Wie die ZEIT berichtet, werden Delfine auch in deutschen Aquarien mit Medikamenten vollgepumpt. Laut der Tageszeitung wurden im Duisburger Delfinarium bis zu 20 verschiedene Medikamente eingesetzt. Einerseits habe es sich um Antibiotika gehandelt, anderseits sind aber auch um starke Psychopharmaka wie Valium und Serenin verabreicht worden, die die Tiere ruhig stellen. Wie die Tierschutzorganisation PETA über die in deutschen Delfinarien lebenden Tiere berichtet, leben in beiden deutschen Delfinarien immer noch Wildfänge, von denen im Schnitt ein Delfin pro Jahr pro Delfinarium stirbt. So sollen in Nürnberg seit 1971 über 30 Delfine und in Duisburg seit den 60er Jahren sogar über 60 Delfine gestorben sein.

Das ist Grund genug für uns, ganz klar Stellung zu beziehen und uns dafür einzusetzen, dass auch in Deutschland ein Gesetz erlassen wird, dass die Haltung von Meeressäugern in Gefangenschaft verbietet!



  1. Mondschatten

    Mir fällt im Allgemeinen auf, dass im gesamten Artikel fast ausschließlich auf Informationen von Dritten verwiesen wird. War man zur eigenständigen Recherche nicht in der Lage?

    Der Duisburger Zoo veröffentlicht sämtliche Haltungsdaten. Darüber hinaus gibt es Ceta-Base. Bezüglich der Medikamentierung in Duisburg ist eine Untersuchung des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW veröffentlicht worden, die zu diesem Punkt eine ganz klare Aussage macht.

    Mann kann aus diesen Fakten immer noch die Schlüsse ziehen, die einem belieben. Aber dazu sollte man die wenigstens zur Kenntnis nehmen und auch dem Leser transparent machen, damit der seine eigenen Schlüsse ziehen kann.


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