Der Geisterhai Hydrolagus trolli ist den Forschern bereits seit 2002 bekannt – jetzt wurde er erstmals gefilmt.

Der Geisterhai Hydrolagus trolli ist den Forschern bereits seit 2002 bekannt – jetzt wurde er erstmals gefilmt. © Foto: youtube.com

Geisterhai: Seltener Tiefseefisch im Pazifik gefilmt

Im Pazifik wurde vor kurzem erstmals ein extrem seltener Geisterhai gefilmt. Die Existenz der Tiere ist bereits seit 2002 bekannt. Jetzt sind Forschern erstmals spektakuläre Aufnahmen des Tiers gelungen, bei dem es sich vermutlich um einen Hydrolagus trolli handelt.

Die Aufnahmen haben Wissenschaftler rein zufällig zwischen Hawaii und der Küste Kaliforniens gemacht. Dort haben sie den extrem seltenen Geisterhai gefilmt, als er plötzlich an ihrem Tauchroboter vorbeigeschwommen ist.

Geisterhai: Bedrohter Tiefseefisch erstmals gefilmt

„Es war fast ein wenig komisch, als er mit der Nase an der Kamera abgeprallt, weggeschwommen und wiedergekommen ist“, berichtete der Haiforscher Dave Ebert gegenüber dem „National Geographic“-Magazin. Nur durch einen glücklichen Zufallen konnten die Wissenschaftler erstmals den Geisterhai in seiner natürlichen Umgebung beobachten. Das geschah auch nur dank eines hochmodernen Unterwasserroboters, der für ein Forscherteam des Monterey Bay Aquarium Research Institutes in Kalifornien Aufnahmen des Meeresgrunds zwischen Hawaii und Kalifornien machen sollte.

Geisterhai soll Hydrolagus trolli sein

Der Geisterhai, den die Forscher vor die Kamera bekommen, soll ein sogenannter seltener Hydrolagus trolli sein und zur Gattung der Seekatzen gehören. Das Tier, das den Spitznamen Geisterhai erhalten hat und optisch auch eine ziemliche Ähnlichkeit mit Haien hat, ist dennoch nur entfernt mit den Knorpelfischen verwandt. Er ist sowohl mit den Haien als auch mit den Rochen verwandt. Die Tiere haben wie Haie keine Knochen, sondern Knorpel im Körper und der Geisterhai besitzt Zahnplatten anstatt einzelner Zähne. Geisterhai-Männchen haben ihr Sexualorgan in der Nähe des Kopfes. Die Tiere leben tief im Meer in Tiefen zwischen 600 und 2000 Metern Tiefe.