Titel TAUCHEN 02/2019

Hai-Aquarium in Sinsheim: Konflikt um Ozean-Observatorium voll entbrannt!

Hai-Aquarium in Sinsheim: Position der Befürworter

Dr. Erich Ritter mit seiner „SharkSchool“ ist der Schirmherr für die „Shark City“ in Sinsheim. Er vertritt aus voller Überzeugung die Ansicht, dass das Hai-Aquarium in Sinsheim eine Nachhaltige Errungenschaft ist, die der Aufklärung der Menschen dient und so langfristig dem Hai zugute kommt und „eine gute Sache“ sei. Er hat in einem ausführlichen Statement auf der Facebook-Seite seiner SharkSchool seine Position und seine Argumente dargestellt. Seine Argumente für das Hai-Aquarium in Sinsheim lauten wie folgt:

Keine pelagischen Hai-Arten in Sinsheim

In der „Shark City“ sollen keine pelagischen Haie unterkommen, also Tiere, die von Natur aus große Distanzen zurücklegen. Allein benthische Arten, die sich nicht über allzu große Distanzen bewegen, sollen in dem Aquarium unterkommen. Zudem sollen alle Haie Nachzuchten sein und bereits aus anderen Aquarien kommen.

Emotionaler Wert des Hai-Schutzes

Laut Ritter stecke der Hai-Schutz auch heute noch in den Kinderschuhen, sodass die bisherigen Bemühungen nicht ausreichten. Es brauche mehr Bemühungen und das schließe „primär die Sensibilisierung der Menschen ein“. Der Haischutz lebe davon, die Gesinnung der Menschen gegenüber den Tieren zu ändern.

Kindern die Angst vor Haien nehmen

Erich Ritter betont, dass die Angst vor Haien im Kindesalter gelernt werde. „Kinder müssen in frühen Jahren informiert und überzeugt werden, dass Haie keine gefährlichen Tiere darstellen, sondern genauso wie Hunde und Katzen sind, wenn man sie einmal kennt. Und so etwas kann nur mit einem Aquarium geschehen“, betont der Haiforscher Ritter.

Hai-Aquarium erzeugt Multiplikator-Effekt

Zudem betont Ritter in seiner Argumentation, dass es einen Multiplikator-Effekt gebe. Ein Zoo oder Auqarium wirke als Multiplikator, der nicht nur die direkten Besucher erreiche, sondern auch die Menschen, mit denen diese kommunizieren. Das impliziert, dass sich mit einem Hai-Aquarium nicht nur die direkten Besucher über Haie aufklären lassen, sondern auch deren Kontakte.

Die vollständige Argumentation von Dr. Erich Ritter PRO-Aquarium auf Facebook: https://www.facebook.com/SharkSchool/posts/1067929253334563



  1. Heinz Gerner

    Ich verstehe nicht, wieso die Gegner „vernünftige, stimmige Agumente“ haben sollen. Die polemisieren einfach nur und unterstellen Dinge, die nirgends bewiesen sind:
    1. Haie sind gefährdet, aber bestimmt nicht so, dass ein paar Aquarientiere hier einen Unterschied machen. Zudem haben die Betreiber ja zugesichert, dass keine gefährdeten Arten und Tiere aus Nachzuchten oder anderen Aquarien genommen werden sollen. Der zu ignorieren und fortwährend unbelegt das Gegenteil zu behaupten ist unseriös.
    2. Dass die provisorischen Werbematerialen neben vielen anderen Fotos einen Tigerhai zeigen, wird weiterhin absichtlcih als Beleg für Pläne von Hochseehai-Haltung fehlinterpretiert, obwohl der Betreiber es bereits erklärt hat. Das ist ebenfalls unseriös.
    Ausgerechnet das geschmacklose Stimmungsmache-Plakat, das nichts zur Diskussion beiträgt, gleich zweimal als einzige Illustration zu verwenden halte ich für tendenziös und nicht in Ordnung.
    3. Shark Projekt behauptet wieder ohne jeden Beleg, dass „für jeden Hai in einem Aquarien zahlreiche andere beim Fang und Transport gestorben seien“ – das ist pure Stimmungsmache, es gibt dazu keine Zahlen, erst recht keine, die SP vorgelegt hätte.
    4. Das Gleiche gilt für Behauptungen und Unterstellungen wegen Keimen und anderen Gefährdungen durch Taucher (reine Vermutungen – wieder keine Belege!)
    5. Der Kommerz-Vorwurf ist nicht nur kein Tierschutz-Problem (darum geht es ja), sondern auch völlig unverständlich. Wäre es Non-Profit und mit Steuermitteln gefördert würde es genauso unsinnig bekämpft (wie derzeit in Basel mit dem Ozeanium) wegen abgeblicher Steuerverschwendung. Wo ist denn das Problem, wenn ein Aquarium Gewinn macht? Dann könnte auch der Artenschutz noch besser gefördert werden.
    Bei allem Verständnis für den Versuch einer ausgewogenen Berichterstattung, aber Pseudoargumente sollten doch wohl als solche erkannt und entlarvt werden. Triftige, sachliche belegte Tierschutz-Argumente sehe ich keine!
    Ich hätte von einem Tauchen-Artikel mehr erwartet!


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