Titel der TAUCHEN 7/18
Geisternetze sind auch nach Jahren noch eine Gefahr für Fische.

Geisternetze sind auch nach Jahren noch eine Gefahr für Fische. © Foto: Wolf Wichmann/WWF

Ostsee: WWF kämpft gegen Geisternetze

Der WWF nimmt den Kampf gegen die Geisternetze in der Ostsee wieder auf: Nach zwei Jahren Vorbereitung setzen die Naturschützer die Arbeit mit ihren Partnern wieder fort. Das Projekt läuft bereits wieder seit März 2016. Zur Unterstützung wird die Hilfe von Tauchern benötigt.

Fast ein Zehntel des Mülls in der Meeren weltweit besteht aus Geisternetzen, die Jahrzehnte brauchen, um sich zu zersetzen und praktisch – längst vergessen – immernoch „mitfischen“. Auch die Ostsee ist von diesem von Menschen gemachten Phänomen stark betroffen. Darum kümmert sich eine Allianz aus Naturschützern, Fischern und Tauchern darum, den Meeresboden von dem hartnäckigen Müll zu befreien.

Allein im Juli wurden 2,5 Tonnen an alten Netzen aus der Ostsee gefischt. Foto: Andrea Stolte

Allein im Juli wurden 2,5 Tonnen an alten Netzen aus der Ostsee gefischt. Foto: Andrea Stolte

WWF Deutschland arbeitet an Masterplan gegen Geisternetze

Der Plan des WWF Deutschland sieht vor, dass innerhalb der nächsten drei Jahre verschiedene Methoden zur Bergung und Wiederverwertung von Geisternetzen auf ihre Umweltverträglichkeit überprüft werden sollen. Die Partner des Projekts wollen nach der besten Art suchen, Geisternetze in der Ostsee zu lokalisieren, zu bergen und durch die Anbringung von Signalgebern an intakten Netzen zukünftig verlorene Netze schnell aufspüren zu können.