Wie nah kommt ein moderner Halbtrockenanzug an die Wärmeleistung eines Trockentauchanzugs heran? Für unseren Praxistest tritt der neue Cressi Logica im Fühlinger See bei Köln direkt gegen die Neopren-Trocki-Kombination Glacier mit dünnen Unterzieher an. Mit dabei: Temperaturmessungen, subjektive Eindrücke unter Wasser und ein direkter Vergleich unter realen Kaltwasserbedingungen.
Tauchen bedankt sich bei der Tauchschule BlueMarlin in Köln für die Unterstützung bei diesem Praxistest.
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FAQ: Halbtrockentauchen
Was ist ein Halbtrockenanzug?
Ein Halbtrockenanzug ist ein Neoprenanzug mit zusätzlichen Dichtsystemen an Armen, Beinen und Hals. Dadurch wird der Wasseraustausch stark reduziert, was die Wärmeleistung gegenüber klassischen Nassanzügen deutlich verbessert.
Wie funktioniert die Wärmeisolierung?
Zwischen Körper und Anzug bleibt eine dünne Wasserschicht zurück, die vom Körper erwärmt wird. Gleichzeitig verhindern Dichtmanschetten und spezielle Konstruktionen, dass ständig kaltes Wasser nachströmt.
Was ist der Unterschied zum Trockentauchanzug?
Beim Trockentauchanzug bleibt der Körper vollständig trocken. Die Isolation entsteht vor allem durch eine Luftschicht und den darunter getragenen Unterzieher. Dadurch ist die Wärmeleistung meist deutlich höher.
Für welche Temperaturen eignet sich ein Halbtrockenanzug?
Das hängt stark vom persönlichen Kälteempfinden ab. Viele Taucher nutzen Halbtrockensysteme komfortabel im Bereich zwischen etwa 10 und 20 Grad Celsius.
Kann man mit einem Halbtrockenen im Winter tauchen?
Ja, eingeschränkt. Kürzere Tauchgänge sind möglich, allerdings stoßen Halbtrockensysteme bei sehr kaltem Wasser schneller an ihre Grenzen als Trockentauchanzüge.
Warum ist die Passform so wichtig?
Ein Halbtrockenanzug funktioniert nur dann optimal, wenn er eng anliegt. Sitzt er zu locker, strömt mehr Wasser durch den Anzug und die Wärmeleistung sinkt deutlich.
Braucht man mit einem Halbtrockenen mehr Blei?
Im Vergleich zu dünneren Nassanzügen meist ja. Gegenüber einem Trockentauchanzug benötigt man jedoch häufig weniger Zusatzblei.
Welche Vorteile hat ein Halbtrockenanzug?
Halbtrockene sind meist günstiger, leichter, beweglicher und einfacher zu handhaben als Trockentauchanzüge. Außerdem ist keine spezielle Trockentauchausbildung erforderlich.
Was trägt man unter einem Halbtrockenen?
In der Regel genügt ein Rashguard. Bei sehr niedrigen Temperaturen kann man ein dünnes Neopren-Laibchen darunter tragen. In wärmeren Gewässern muss man nicht zwingend etwas darunter tragen.
Wie pflegt man einen Halbtrockenanzug richtig?
Nach jedem Tauchgang sollte der Anzug gründlich mit Süßwasser gespült und vollständig getrocknet werden. Besonders Dichtflächen und Reißverschlüsse profitieren von regelmäßiger Pflege.