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Auf Tauchstation mit Mallorca-Legende Jaime Ferriol

TAUCHEN-Redakteur Michael Krüger ist auf den Balearen in den Tauchbasen des balearischen Verbands PDIA auf Mallorca und Menorca unterwegs. Zweite Station der Reise ist Mero-Diving auf Mallorca. Vor 45 Jahren hat Urgestein Jaime Ferriol die direkt am Meer gelegene Basis gegründet. Aus dem geplanten kurzen Talk wird ein 3-Stunden-Gespräch – dieser interessante Mann hat einfach so viel zu erzählen, das wir erst später ins Wasser kommen.

Nach dem Kurzbesuch auf Menorca geht es nun weiter zur Schwesterinsel Mallorca. Spiegelglattes Meer, 28 Grad Lufttemperatur. Nach zweistündiger Fahrt legt das Schiff in Alcudia an. Erste Station ist Mero Diving in Cala Ratjada – die älteste Tauchschule auf Mallorca. Dieses Jahr feiert die Basis das 45. Jubiläumsjahr. Und da begrüßt uns auch schon mit charmantem Lächeln „Jaime“ mit perfektem Deutsch. Seit 1982 ist er Präsident des Balearischen Tauchbasenverband PDIA  (Professional Diving Instructor Association). Seine Basis liegt auf einem Plateau direkt an der Cala Lliteras – von den Locals als „Taucherbucht“ bezeichnet. Direkt daneben gibt es ein lässiges und gut besuchtes Restaurant. Wir sitzen direkt am Wasser. Die Unterhaltung mit Jaime wird ständig unterbrochen, weil sich Gäste mit ihm unterhalten wollen. Er findet für alle Zeit. „Unsere beste Werbung ist ohne Zweifel unsere Stammkundschaft“, sagt der 64-jährige Mallorquiner. Mit Tourismus ist er groß geworden. Aus dem kurzen Talk wird ein lebhaftes 3-Stunden-Gespräch: Von den Tauchmachos aus den 70er-Jahrend, die selten nüchtern unter Wasser waren. Er spricht über den Tauch-Boom in den 80ern und erzählt Anekdoten aus den 90er-Jahren. Auf-und-ab-Momente in den 2000er- und 2010er-Jahren und immer wieder von verrückten Tauchern. Natürlich ist die Entdeckung des U-Boots vor der Küste ein großes Thema (mehr dazu im Interview in TAUCHEN). Jaime taucht seit seiner Kindheit, hat über 13 000 Tauchgänge geloggt und freut sich auf den Tauchgang mit uns, als wäre es sein 30. – sensationell. Equipment anziehen – fertig! Die Boote liegen direkt am Anleger, keine fünf Meter von der Basis entfernt. Die Spots sind in wenigen Minuten angesteuert und äußerst abwechslungsreich. Canyonartige Landschaften, einige Tunnel, Torbögen und Grotten begeistern mit Lichtspielen. Bärenkrebse und Langusten verstecken sich in den Höhlen. Nach einer Stunde endet der UW-Spaß. Wir sind begeistert und müssen morgen leider wieder packen und fahren. Nächstes Ziel ist Porto Colom.

http://www.mero-diving.com

http://www.pdia-divingcenter.de/de