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Aufgrund der massiven Proteste der Bevölkerung ist der maledivische Präsident Mohamed Nasheed zurückgetreten

Aufgrund der massiven Proteste der Bevölkerung ist der maledivische Präsident Mohamed Nasheed zurückgetreten © Ishara S.KODIKARA/AFP/Getty Images

Putsch im Tauchparadies

Der erste demokratisch gewählte Präsident der Malediven ist aufgrund massiver Proteste seitens der Bevölkerung zurücktreten. Die Resortinseln sind aber trotz der Ausschreitungen auf Male nach wie vor sicher

Am Dienstag den 7. Januar erklärte Mohamed Nasheed, der Präsident der Malediven, in einer Fernsehansprache seinen Rücktritt. Im Urlaubsparadies gab es seit drei Wochen Proteste seitens der Bevölkerung gegen den Präsidenten. Die Ausschreitungen fanden ausschließlich in Male, der Hauptstadt statt. Polizisten, die sich der revoltierenden Oppositionsbewegung angeschlossen haben, brachten das Staatsfernsehen unter ihre Kontrolle. Der Vizepräsident hat die Amtsgeschäfte übernommen. Die Proteste eskalierten, als der Vorsitzende Richter des Strafgerichtshofs, Abdulla Mohamed, verhaftet wurde. Ihm wurde vorgeworfen, Oppositionsvertreter unzulässig zu bevorzugen.
Das Auswärtige Amt rät von Ausflügen in die Hauptsatdt Male ab. Die Resortinseln sind wie der internationale Flughafen auf Males Nachbarinsel von den Ausschreitungen nicht betroffen. Weitere Infos findet ihr auf www.auswaertiges-amt.de