Titel der 10/18
Schweinswale werden durch Unterwasserlärm geschädigt

Schweinswale werden durch Unterwasserlärm geschädigt

Schützt endlich die Schweinswale!

Die deutschen Umweltverbände fordern Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) auf, sich für den Schutz der Schweinswale beim Ausbau der Offshore-Windenergie einzusetzen

Mehr als zwei Jahre verhandelten Vertreter/innen aus Politik, Wirtschaft und Naturschutz, wie die Anforderungen der Energiewende am Beispiel der Offshore-Windkraft mit den bestehenden Verpflichtungen des Naturschutzrechts zu vereinbaren sind. Der Entwurf für ein Konzept für den Schutz der Schweinswale vor Schallbelastungen bei der Errichtung von Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee gibt den Rahmen für den weiteren Ausbau vor. Das Konzept legt Schallgrenzwerte, räumliche Belastungsgrenzen und technische Maßnahmen zur Lärmreduktion fest. Anfang August sollte Bundesumweltminister Peter Altmaier das Papier vorstellen. Doch unter dem massiven Druck der Stiftung Offshore Windenergie und der Küstenbundesländer entschied sich der Minister gegen eine Veröffentlichung. Großer Verlierer ist die einzige heimische Walart, der Schweinswal. Denn auch ohne Konzept wird weiter geplant, gebaut, gerammt und werden schon heute geltende Grenzwerte massiv überschritten. Das langjährige Ringen um den Schutz der Schweinswale gerät in der heißen Wahlkampfphase zur Politposse.

Die gemeinsame Stellungnahme der Umweltverbände zum Schallschutzkonzept gibt es unter www.nabu.de/themen/meere/windparks/16195.html