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Karl Hansmann von Seareq (rechts) überreicht Gerhard Wegner von Sharkproject das Enos-Sicherheitssystem. Foto: Sharkproject

Karl Hansmann von Seareq (rechts) überreicht Gerhard Wegner von Sharkproject das Enos-Sicherheitssystem. Foto: Sharkproject

Sharkproject jetzt sicher mit Enos unterwegs

Die Haischutzorganisation Sharkproject ist in Zukunft bei ihren Forschungsreisen sicherer unterwegs. Der Sicherheits- und Rettungsequipment-Hersteller Seareq sponsorte ein Exemplar seines Taucher-Ortungssystem Enos an die internationale Organisation.

Auf der Messe „boot“ 2015 hatte Seareq angekündigt, das Sharkproject mit dem Enos-System auszurüsten. Nun hat man das Versprechen in die Tat umgesetzt. Das weltweit erste GPS-basierte Rettungssystem wurde an die Offenbacher übergeben.

Die renommierte Haischutzorganisation Sharkproject ist international im Einsatz, um auf die Gefährdung der Haie aufmerksam zu machen. Die Mittel mit denen aufgezeigt werden soll, was ein Aussterben der Haie für die Welt und die Menschen bedeutet, sind vielfältig. Sie reichen vom Kinderpuppentheater bis hin zu sich gezielt an Regierungen gerichtete Kampagnen.

Am Anfang aller Arbeit steht das Tauchen, um das nötige Wissen zu erlangen. Für die Haischützer heißt das, überwiegend im Blauwasser zu tauchen und nicht am Riff, wo Sporttaucher sonst ihrem Hobby nachgehen. Denn Tiger-, Mako- und Blauhaie sind Hochseehaie, die, wie auch der Weiße Hai, im offenen Meer leben und nur selten an einem Korallenriff oder in Küstennähe anzutreffen sind. Die Arbeit findet also im offenen Meer statt, ohne Orientierungspunkte und allen Strömungen vollständig ausgesetzt.

„Haie leben nun mal in strömungsreichen Gewässern. Deswegen müssen wir da rein, sonst können wir keine Haiforschung betreiben“, sagt Gerhard Wegner, Gründer und Präsident von Sharkproject International. Die Gefahr, so weit weg getrieben zu werden, dass man nach dem Auftauchen nicht mehr gesehen wird, ist daher allgegenwärtig. „So ziemlich jeder in meinem Team wurde schon mal von einer starken Strömung abgetrieben, auch ich. Das möchte ich nicht noch einmal erleben. Da war mir richtig mulmig zumute – vorher, unter Wasser bei den Haien, nicht.“

Das wird in Zukunft besser, denn das Enos-System kam gerade noch rechtzeitig vor der Abreise nach Protea Banks in Südafrika. Karl Hansmann, Inhaber von Seareq, das 2003 gegründete Unternehmen, das sich auf Sicherheits- und Rettungsequipment für den Tauchsport spezialisiert hat, überreichte Gerhard Wegner das Ortungssystem und einige Signal-Bojen vom Typ SIBO.1 persönlich. „Alle von Seareq sind stolz, dass wir Sharkproject und deren wichtige Arbeit unterstützen“, so der Unternehmer. Die SIBO.1 ist die erste Boje weltweit, mit der man einen Enos-Sender sehr hoch über die Wasseroberfläche halten kann – was die Wirkungsweise noch mehr verstärkt.

Wegner freut sich besonders, da es das weltweit einzige Rettungssystem für Taucher ist, das ohne Lizenz und Funkzeugnis angewendet werden darf und das er und sein Team problemlos ins Ausland mitnehmen können. Protea Banks ist für seine Tigerhaie bekannt – aber auch für seine Strömungen. Diese haben schon so einige Taucher einer Härteprüfung unterzogen „Da muss man kein Prophet sein, um im Voraus zu wissen, dass Enos hier zum Einsatz kommt“, weiß Wegner, „und auch SIBO.1 können wir bei der ziemlich hohen Dünung gut gebrauchen.“

Infos: www.sharkproject.org  www.seareq.de

 

 




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