Der Titel der TAUCHEN-Juli-Ausgabe 2017.
Das Tauchernetzwerk Deepblu dient als neue Logbuchplattform für drei internationale Tauchorganisationen.

Das Tauchernetzwerk Deepblu dient als neue Logbuchplattform für drei internationale Tauchorganisationen. © Foto: Deepblu

Trainingsorganisationen werden digital

Drei globale Tauchzertifizierungsagenturen haben auf digitale Logbücher und soziale Kommunikation umgestellt. Als Plattform dient dazu das soziale Taucher-Netzwerk von Deepblu.

Die International Diving Association (IDA), die Diving Instructor World Association (DIWA) und die International Technical Diving Agency (ITDA) wagen den mutigen Schritt der Digitalisierung und sind damit Vorreiter im digitalen Trend der Tauchbranche. Die globalen Tauchzertifizierungsagenturen haben auf digitale Logbücher und soziale Kommunikation umgestellt.

Während das Internet Branchen weltweit revolutionierte, blieb die Tauchindustrie bisher weitestgehend unberührt. Fachdiskussionen finden nach wie vor in Foren wie in den 90er-Jahren üblich statt. Tauchlehrer bleiben nicht in Kontakt mit ihren Schülern und die Logbücher sind wahrscheinlich eines der wenigen Dinge, für die immer noch Stift und Papier verwendet werden.

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So entsteht ein Divelog. Foto: Deepblu

Drei Tauchzertifizierungsagenturen möchten jetzt mit der Zeit gehen und haben den Anbieter der digitalen Tauchplattform Deepblu als ihr offizielles digitales Tauchlogbuch gewählt. Deepblu bietet eine interaktive Tauchlog-App und ein ausgereiftes soziales Netzwerk für Taucher und Meeresenthusiasten.

Weniger Papier tut auch der Umwelt gut

Jeder Taucher hat einen Stapel davon herumliegen: wellige Logbücher mit verlaufener Tinte von gut gemeinten Tauchlehrerstempeln. Halb ausgefüllte Seiten, weil es einfacher war, ein neues Buch zu kaufen, als das alte wiederzubeleben. Unterwasserfotos verlieren sich im Dschungel der Festplatten und verschiedenen USB-Sticks. Wo war nochmal der große Schwarm Barrakudas, den man damals gesehen hat?

Deepblu packt das Problem mit ihrer Tauchlog-App an der Wurzel. Zusammen mit den Fotos und Videos werden die Logs zu digitalen Erinnerungen. Das Beste: Sie können auch mit den anderen Tauchern im Netzwerk geteilt werden. Ein Tauchlehrer kann von egal wo auf der Welt das Logbuch eines Schülers über die App auf seinem Telefon überprüfen.

Taucher können ihre Tauchlogs mit der App erstellen oder direkt von einem Tauchcomputer hochladen. Die Technologie erledigt die lästigen Aufgaben, bleibt der Spaß und die soziale Interaktion beim Tauchen.

Wilfried Dickes, Präsident von DIWA, sagte zur Neuerung: „Die Integration von Deepblu wird einen Mehrwert für unsere Tauchlehrer und Taucher bringen. Deepblu kombiniert eine moderne Taucher-Community mit einer Online-Tauchlog-Lösung, und wir sind froh, eine der ersten Schulungsorganisationen an Bord zu sein.“

„Branding“ für den Tauchlehrer

Damit Tauchlehrer mit ihren Schülern in Kontakt bleiben können, und nicht nur als Mittel zum Zweck von diesen angesehen werden, haben sie die Möglichkeit sich ein digitales Gesicht zu geben.

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IDA vernetzt sich. Foto: Deepblu

Die drei Tauchagenturen haben dies als einen Weg erkannt, der dem Beruf des Tauchlehrers einen neuen, positiveren Aspekt gibt und für einen langfristigen Austausch sorgt. Die Tauchlehrer sollen jetzt ermutigt werden, sich ein Profil auf Deepblu einzurichten, um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Durch die Veröffentlichung ihrer Fachkenntnissen, Fotos und Videos können Tauchlehrer und Tauchcenter neue Schüler generieren und ebenfalls die Verbindung mit Kunden stärken. Dadurch haben die Instructoren eine neue Möglichkeit der Selbstvermarktung und des Networking.

„Wir sind extrem gespannt darauf, ITDA-Mitglieder, Taucher und Fachleute durch diese innovative Plattform miteinander zu verbinden“, sagt Stephen J. Craig-Murray, CEO und Vorsitzender von ITDA. „Dies ist ein großer Schritt nach vorn und eine Möglichkeit für unsere Taucher, ihre Erlebnisse zu teilen und einer globalen Community beizutreten.“

Eine lebendige Community

Taucher sowie angehende Taucher können über die Deepblu-App Tauchthemen diskutieren und ihre eigenen Erlebnisse oder Unterwasserfotos teilen. So finden sie einfach und schnell Interessengruppen jeglicher Art, von Themen wie Tauchausrüstung, -technik über Themen wie Meeresverschmutzung bis hin zu Makrofotografie.

„Die International Diving Association ist überzeugt, dass die neue Deepblu-App ins Schwarze treffen wird“, sagte IDA-Gründer Karsten Reimer. „Viele Taucher posten ihre Fotos und Abenteuer immer noch auf Facebook, wo die meisten User keine Taucher sind! Deepblu bietet eine viel bessere Zielgruppe.“

Mit dem Aufgreifen der modernen Technologie haben die Organisationen eine eigene starke Präsenz auf Deepblu geschaffen, über die sie mit ihren „Followern“ kommunizieren können. IDA legte dabei einen besonders erfolgreichen Start hin, nachdem sie hunderte neuer „Follower“ innerhalb kürzester Zeit nach Start ihres Programms gewinnen konnte.

Um die erfolgreichen Kooperation zu feiern und zu honorieren, verlost DeepBlu für Mitglieder der drei Organisationen mehrere ihrer Tauchcomputer bei Neuanmeldung im Netzwerk.