Titel der 10/18
Akrobatischer Sprung eines Buckelwals vor der kenianischen Küste. Foto: Watamu Marine Association / Kenya Marine Mammal Network

Akrobatischer Sprung eines Buckelwals vor der kenianischen Küste. Foto: Watamu Marine Association / Kenya Marine Mammal Network

Whale Watching: Die Big Five des Meeres vor der Küste Kenias

Fragt man einen Urlauber nach Kenias Big Five, bekommt man unweigerlich die übliche Liste mit Elefanten und Nashörnen genannt. Was kaum jemand weiß: 17 unterschiedliche Arten von Delphinen und Walen lassen sich hier beim Whalewatching entdecken.

Sowohl in Kenia als auch im Ausland weiß man wenig über das Whale Watching vor der kenianischen Küste. Dennoch lassen sich hier Indopazifische Große Tümmler, Delphine und Buckelwale beobachten. Immer wieder lassen sich auch Pott-, Schwert-, Mink-. Grind- und Brydewale blicken. Vor drei Jahren war das Hemingways in Watamu das erste Hotel an Kenias Küste, das Ausflüge zur Walbeobachtung anbot. 2013 wurden zwischen Juli und September mehr als 550 der Meeresriesen gesichtet. Die Ostafrikanischen Buckelwale wandern in dieser Zeit zu tropischen Innenriffen, um sich in deren Schutz fortzupflanzen und Kälber zu gebären; anschließend kehren die Wale in die kalten, aber nahrungsreichen Gewässer der Antarktis zurück. Die riesigen Meeressäuger können eine Körperlänge von 15 Metern und ein Gewicht von 30 Tonnen erreichen (ungefähr sechsmal so viel wie ein Elefant). Allein zwischen Juli und September 2013 konnten alleine Malindi-Watamu-Meeresreservat bis zu 25 Wale täglich gesichtet wurden. Manchmal können sie sogar bei Watamu vom Land aus erblickt werden, zum Beispiel bei einem kalten Bier an der Bar von Ocean Sports oder vom Hemingways, die vor der Küste des Meeresschutzgebiets liegen.

Global Vision International (GVI) und die Watamu Marine Association (WMA) haben gemeinsam die Hauptverbreitungsgebiete von Delphinen und Walen vor der kenianischen Küste dokumentiert. Delphinbeobachtungen werden in Watamu und Shimoni von kommunalen Bootsanbietern, Hotels und anderen Veranstaltern angeboten. Um dabei das Wohlergehen der Delfine sicherzustellen, wurden Richtlinien für Delfinbeobachtung aufgestellt. Auf diese Weise soll Delfinbeobachtung nach den Grundsätzen des Ökotourismus und mit einem wirtschaftlichen Nutzen für die lokale Bevölkerung ermöglicht werden. Gleichzeitig wird auf diese Weise sichergestellt, dass die Delfine von Störungen und mutwillige Belästigung durch den Menschen geschützt werden. Während der Hauptsaison für Delphinbeobachtungen (Oktober bis März) können Betreiber von Ausflugsbooten in Watamu und Shimoni ihren Gästen zu 75 Prozent die Sichtung von Delfinen garantieren.

Die faszinierenden Ostpazifischen Delphine sind hauptsächlich im Tiefwasser vor den Küsten des Pemba Channels und der Watamu Banks anzutreffen, manchmal aber auch näher an der Küste bei Vipingo und Watamu. Sie gelten als die akrobatischsten alle Delphine mit spektakulären drehenden Sprüngen. Zuweilen jagen sie in riesigen Schulen und kreisen mit bis zu 1000 Artgenossen die Schwärme ihrer Beutefische ein. Sportfischer berichten, dass das Meer dabei fast schwarz wird. Manchmal dauere es bis zu zehn Minuten, um mit dem Boot so eine riesige Delphinschule zu durchqueren. Weitere Info unter: www.magical-kenya.de