Cala Jóncols und Tamariu gehören zu den besten Adressen für Taucher an der Costa Brava.
Cala Jóncols im Marinepark Cap de Creus und Tamariu mit Stollis Divebase gehören zu den stärksten Tauchrevieren an der Costa Brava. Cala Jóncols punktet mit geschützten Tauchplätzen, Steilwänden, Gorgonien und Hotel direkt in der Bucht. Tamariu überzeugt mit legendären Bootstauchgängen, starken Steilwandspots wie Cala Nova und einem außergewöhnlich guten Hausriff für Makro-Fans. Die beste Reisezeit zum Tauchen an der Costa Brava liegt meist zwischen Mai, Juni, September und Oktober.
Wer in Spanien im Mittelmeer spektakuläre Steilwände, Gorgonien, artenreiche Riffe und eingespielte Tauchlogistik sucht, findet hier zwei Reviere mit unterschiedlichem Charakter, aber gleicher Klasse.
Die Costa Brava, die sich von Port Bou an der französischen Grenze bis nach Blanes erstreckt, bietet auf über 160 Kilometern zahlreiche Tauchmöglichkeiten. Doch nicht jeder Ort mit Tauchbasis liegt automatisch auch direkt an Spitzenplätzen. Cala Jóncols ganz im Norden und Tamariu weiter südlich sind zwei Ausnahmen, die unter Kennern seit Jahren einen exzellenten Ruf genießen.
Warum die Costa Brava für Taucher so interessant ist
Die Kombination aus Topografie, Wettereinflüssen und Mittelmeerfauna macht das Tauchen an der Costa Brava besonders. Pyrenäenausläufer fallen hier unter Wasser teils steil ab, Strömung bringt Nährstoffe, und an vielen Plätzen entwickeln sich farbenreiche Steilwände mit Gorgonien, Korallen und einer hohen Fischdichte.
Dazu kommt eine ungewöhnlich breite Spannweite an Tauchprofilen. Es gibt anspruchsvolle Spots mit Strömung und Tiefen jenseits der 30 Meter ebenso wie geschützte Bereiche für entspannte Tauchgänge, Makrobeobachtungen und fotografische Details im Flachwasser.
Cala Jóncols: Tauchen im Cap de Creus
Cala Jóncols liegt im Herzen des bereits 1998 gegründeten Land- und Marineparks Cap de Creus. Schon die Lage in der einsamen Bucht verleiht dem Ort einen Sonderstatus. Viele erfahrene Taucher kennen das traditionsreiche Hotel noch heute als klassisches Taucherhotel.
Die Anfahrt von Roses ist stellenweise abenteuerlich, doch genau diese Abgeschiedenheit macht einen Teil des Reizes aus. Unter Wasser setzt sich die wilde Landschaft konsequent fort: Steilwände, markante Felsformationen und schnell erreichbare Tiefen prägen das Bild. An den besten Tauchplätzen erleichtern fest installierte Bojen die Planung.
Die Highlights rund um Cala Jóncols
Zu den bekanntesten Plätzen der Region zählt das Gebiet um die markante Felsformation am Cap Norfeu. Dort zeigt die Costa Brava, warum sie unter Mittelmeer-Tauchern einen so guten Ruf hat. Schon ab etwa 15 Metern beginnen farbintensive Wandbereiche, die bis deutlich tiefer reichen und vielerorts von Gorgonien überzogen sind.
Zackenbarsche, Brassen, Barrakudas, Muränen und zahlreiche Kleinfischschwärme sorgen für Leben im Freiwasser. Je nach Saison sind auch seltenere Begegnungen möglich. Strömung kann an exponierten Punkten eine Rolle spielen, was für erfahrene Taucher jedoch meist genau den Reiz dieser Plätze ausmacht.
Vielfalt pur: Die Tauchplätze bei Cala Jóncols
Auf rund 18 Kilometern Küstenlinie verteilen sich mehr als ein Dutzend lohnenswerter Tauchspots. Das Spektrum reicht von Höhlen und Felsformationen bis zu anspruchsvollen Außenplätzen mit kräftiger Wasserbewegung.
Wer die Region intensiv betaucht, bekommt viel Abwechslung geboten: Hummer, Langusten, Nacktschnecken, Korallen, Oktopusse und dichte Fischschwärme machen Cala Jóncols zu einem Revier, das sowohl Makro- als auch Weitwinkelfans abholt. Gerade diese Mischung ist einer der großen Pluspunkte des Nordens an der Costa Brava.
Tauchen und Wohnen in Cala Jóncols
Die Infrastruktur ist eng auf Taucher abgestimmt. Das größere Tauchschiff verfügt über einen Lift, was Ein- und Ausstieg besonders komfortabel und sicher macht. Für kleinere Gruppen kommen zusätzlich Schlauchboote zum Einsatz.
Auch an Land hat sich Cala Jóncols weiterentwickelt. Das familiengeführte Hotel hat gastronomisch wie qualitativ deutlich zugelegt und verbindet heute Tauchurlaub, Ruhe und Nachhaltigkeit auf hohem Niveau. Das Biosphären-Zertifikat unterstreicht den Anspruch, Tourismus und Naturnähe sinnvoll zusammenzubringen.
Tamariu: Traditionsrevier an der Costa Brava
Tamariu ist das zweite große Ass im Ärmel dieser Region. Das kleine Küstenörtchen wirkt unscheinbar, gehört unter Tauchern aber seit Jahrzehnten zu den bekannten Namen an Spaniens Mittelmeerküste. Der Grund dafür ist eng mit Stollis Divebase verbunden.
Die Basis steht seit 1971 für Costa-Brava-Tauchen mit Geschichte. Heute wird sie von Anja und Stefan Felz geführt, während der Name Stolli für viele weiterhin untrennbar mit der Pionierzeit des Tauchens in Tamariu verbunden bleibt. Die Atmosphäre ist familiär, die Wege sind kurz, und genau das schätzen viele Stammgäste.
Stollis Divebase: Klein, eingespielt, kultig
Stollis Divebase lebt nicht von Größe, sondern von Routine, Lage und Charakter. Das Tauchschiff Gabriela hat längst Kultstatus, und der Ablauf funktioniert eingespielt und pragmatisch. Von der Basis bis zum Boot sind es nur wenige Schritte.
Für Taucher, die keine anonyme Großstation suchen, sondern eine kompakte, erfahrene und persönlich geführte Basis, ist Tamariu eine starke Wahl. Unterkünfte vom Hotel bis zur Ferienwohnung lassen sich in der Regel unkompliziert organisieren.
Cala Nova: Einer der besten Tauchplätze der Costa Brava
Wenn beim Briefing der Name Cala Nova fällt, ist die Vorfreude meist groß. Der Spot liegt nahe an der Bucht und liefert genau das, was viele sich vom Mittelmeer wünschen: strukturreiche Steilwände, bewachsene Riffe, Strömung, Fischreichtum und eindrucksvolle Gorgonienfelder.
Besonders markant sind die langgezogenen Riffe und Canyons, die sich unter Wasser durch das Gelände ziehen. Richtung Osten nimmt die visuelle Dichte oft noch einmal zu. Ein Highlight ist ein aus größerer Tiefe aufragender Felsblock, der rundum bewachsen ist und gerade für Unterwasserfotografen enorm attraktiv wirkt.
Weitere Topspots rund um Tamariu
Neben Cala Nova gehören auch Cala Nova Outside, Furio de Aigua und Never Come Back zu den bekannten Plätzen im direkten Umfeld. Wer etwas mobiler ist, findet südlich von Tamariu mit den Riffen der Los-Ullastres-Gruppe weitere starke Tauchgänge.
Dort beeindrucken vor allem die nordseitigen Steilwände. Gorgonien, Fischschwärme und wechselnde Lichtstimmungen machen diese Tauchgänge zu Klassikern an der Costa Brava. Für viele erfahrene Mittelmeer-Taucher gehört dieser Bereich zu den stärksten Zonen der gesamten Region.
Hausriff Tamariu: Makro-Wunderland mit Seltenheitswert
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal von Tamariu ist das Hausriff. Der Einstieg liegt nur wenige Schritte von der Basis entfernt, und der geschützte Bereich eignet sich hervorragend für entspannte Tauchgänge, lange Bottom Times und intensive Tierbeobachtung.
Im flacheren Wasser zeigt sich eine beeindruckende Makrovielfalt. Seepferdchen, Drachenköpfe, Oktopusse, verschiedene Schneckenarten und andere kleine Bewohner machen das Riff zu einem idealen Spot für Fotografen, Genießer und alle, die nicht ausschließlich Tiefe und Action suchen. Als Hausriff ist dieser Platz außergewöhnlich stark.
Cala Jóncols oder Tamariu: Welches Revier passt besser?
Cala Jóncols eignet sich besonders für Taucher, die Natur, Abgeschiedenheit, Hotel direkt am Revier und spektakuläre Plätze im Schutzgebiet Cap de Creus suchen. Wer Steilwände, maritimes Landschaftsgefühl und den Charakter eines klassischen Tauchhotels mag, ist hier richtig.
Tamariu passt ideal zu Tauchern, die familiäre Basisatmosphäre, kurze Wege, traditionsreiche Bootslogistik und ein herausragendes Hausriff schätzen. Dazu kommen einige der besten Korallen- und Gorgonienplätze des westlichen Mittelmeers.
Die gute Nachricht: Beide Reviere ergänzen sich hervorragend. Wer die Costa Brava als Tauchdestination wirklich verstehen will, sollte nach Möglichkeit beide Seiten kennenlernen.
Fazit: Costa Brava tauchen auf Topniveau
Die Costa Brava gehört in puncto Artenvielfalt, Geländeprofil und Abwechslung zu den stärksten Tauchregionen Europas. Cala Jóncols und Tamariu zeigen exemplarisch, wie gut das Tauchen in Spanien sein kann, wenn Topspots, Erfahrung und funktionierende Infrastruktur zusammenkommen.
Cala Jóncols steht für geschützte Natur, starke Steilwände und den besonderen Reiz des Cap de Creus. Tamariu liefert Kultstatus, exzellente Bootstauchgänge und ein Hausriff, das in Europa klar zur Oberklasse zählt. Wer Mittelmeer-Tauchen ernsthaft mag, sollte diese beiden Reviere auf der Liste haben.
Unser Experte
Paul Munzinger
Unterwasserfotograf, Autor und freier Journalist aus Deutschland. Früher Architekt und Diplom-Ingenieur, später Tauchunternehmer in Freiburg. Seit 1997 publiziert er Reportagen zu Tauchen, Reisen und Unterwasserfotografie. Veröffentlichungen unter anderem in TAUCHEN, GEO und National Geographic. Außerdem bekannt durch „100 Tauchplätze“, „100 beste Tauchreviere“ und divingEurope.
Paul Munzinger auf einen Blick
- Deutscher Unterwasserfotograf, Autor und freier Journalist
- Zuvor Architekt und Diplom-Ingenieur
- 1980 bis 1997 Betreiber eines Tauchcenters in Freiburg
- Seit 1997 journalistisch in den Bereichen Tauchen, Reisen und UW-Fotografie aktiv
- Veröffentlichungen unter anderem in TAUCHEN, GEO und National Geographic
- Autor von „100 Tauchplätze“ und mit Projekten wie „100 beste Tauchreviere“ und divingEurope verbunden
Reiseinfos
Anreise
Mit dem Auto oder per Flug nach Girona oder Barcelona. Transfers in die jeweiligen Orte können organisiert werden.
Unterkunft
Cala Jóncols: Familiengeführtes Hotel direkt in der gleichnamigen Bucht im Naturschutzgebiet Cap de Creus.
Roses: Hotel Univers, buchbar über Euro Divers.
Tamariu: Hotel Tamariu, Apartments und weitere Unterkünfte, buchbar über Stollis Divebase.
Verpflegung
Cala Jóncols: Vollpension, mittags und abends mehrgängige Menüs.
Roses: Große Restaurantauswahl.
Tamariu: Mehrere Restaurants direkt an der Promenade.
Tauchen und Boote
Cala Jóncols: Täglich zwei Ausfahrten mit großem Tauchschiff und Hebelift, alternativ Schlauchboot; Ausbildung nach SSI.
Roses: Ausfahrten nach Absprache, häufig als Two-Tank-Dive; Ausbildung nach PADI.
Tamariu: Mehrere Ausfahrten täglich mit Tauchschiff und Schlauchboot, dazu Hausrifftauchgänge; Ausbildung nach SSI und IAC.
Beste Reisezeit
Mai, Juni, September und Oktober. Juli und August sind klassische Hochsaison.
Kontakt
Cala Jóncols: www.calajoncols.com | [email protected] | Tel. +34 972 253 970
Roses / Euro Divers: www.euro-divers.com | [email protected] | Tel. +34 649 578 827
Tamariu / Stollis Divebase: www.stollis-divebase.com | [email protected] | Tel. +34 628 591 350
FAQ – Häufige Fragen zum Tauchen an der Costa Brava
- Wo kann man an der Costa Brava am besten tauchen?
Zu den besten Tauchrevieren an der Costa Brava zählen Cala Jóncols im Cap de Creus und Tamariu. Beide bieten sehr gute Tauchplätze, eingespielte Tauchbasen und hohe Artenvielfalt. - Was macht Cala Jóncols für Taucher besonders?
Cala Jóncols punktet mit seiner Lage im Marinepark Cap de Creus, steilen Unterwasserlandschaften, Gorgonien, abwechslungsreichen Tauchplätzen und einem Hotel direkt in der Bucht. - Lohnt sich Tamariu für einen Tauchurlaub?
Ja. Tamariu ist besonders attraktiv wegen Stollis Divebase, kultigem Bootsbetrieb, starken Steilwandspots wie Cala Nova und einem außergewöhnlich guten Hausriff. - Gibt es an der Costa Brava gute Hausriffe?
Ja. Das Hausriff von Tamariu gilt als einer der stärksten Shore-Dive-Spots der Region und ist besonders für Makrofans interessant. - Wann ist die beste Zeit zum Tauchen an der Costa Brava?
Als besonders gute Monate gelten Mai, Juni, September und Oktober. Dann sind Bedingungen und Auslastung oft ausgewogen.
