Ein Barrakudaschwarm dreht im Blauwasser zwischen Nordsulawesi und Halmahera seine Kreise
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Tauchsafari Halmahera: Mit der KLM Sunshine von Lembeh in die Molukken

Barbara und Wolfgang Pölzer waren mit dem Holzsegler KLM Sunshine von Bitung in Nordsulawesi durch die Molukkensee bis in den Süden Halmaheras unterwegs: Makrotauchen in der Lembeh Strait, Stachelmakrelen- und Barrakudaschwärme im offenen Meer, Riffhaie, Epaulettenhaie und Zwergseepferdchen. Mit Reiseinfos zu Schiff, Anreise, Einreise und Reisezeit.

Barbara & Wolfgang Pölzer

Halmahera ist die größte Insel der Nordmolukken in Indonesien und liegt zwischen Nordsulawesi und Raja Ampat. Barbara und Wolfgang Pölzer waren mit dem traditionellen Holzsegler KLM Sunshine von der Lembeh Strait aus zehn Tage lang unterwegs, ohne einem anderen Tauchboot zu begegnen. Eine Safari für erfahrene Taucher, die Makro, Fischschwärme und Ruhe suchen.

Text: Barbara & Wolfgang Pölzer
Fotos: Barbara & Wolfgang Pölzer
Erschienen in TAUCHEN 06/2026

Halmahera liegt im Trend. Kein Wunder: Die Inselgruppe der Nordmolukken befindet sich genau zwischen Nordsulawesi und Raja Ampat, zwei der bekanntesten Tauchziele Indonesiens. Hier zu tauchen ist ein Privileg, für das man sein Sparschwein nicht zwangsläufig komplett leeren muss.

Nach der Anreise empfängt uns geschäftiges Treiben im Hafenviertel von Bitung im Nordosten Sulawesis. Schnell ist unser Gepäck im robust wirkenden Beiboot verladen, dann geht es im Slalom zwischen Fischerbooten, Bojen und dicken Tauen hinaus in die Lembeh Strait. Unser Ziel ist weder eine blitzblank polierte 50-Meter-Yacht noch ein wuchtiger Dreimaster – und doch sticht unser Liveaboard der kommenden Tage sofort heraus: die KLM Sunshine. In hellblau-orange gemustertem Kleid mit leuchtend weißen Masten macht sie sofort einen guten Eindruck.

Die KLM Sunshine vor Anker: ein traditioneller Holzsegler mit fünf Kabinen für maximal zehn Taucher
Die KLM Sunshine vor Anker: ein traditioneller Holzsegler mit fünf Kabinen für maximal zehn Taucher. Foto: Wolfgang Pölzer

Das Wichtigste in Kürze

  • Destination: Halmahera, größte Insel der Nordmolukken (Indonesien), zwischen Nordsulawesi und Raja Ampat; Start und Ziel ist Bitung an der Lembeh Strait in Nordsulawesi
  • Tauchstil: Tauchsafari mit der KLM Sunshine, getaucht wird in Kleingruppen vom Beiboot
  • Highlights der Reise: Makro in der Lembeh Strait, Stachelmakrelen- und Barrakudaschwärme im offenen Meer, Riffhaie, Epaulettenhaie und Zwergseepferdchen
  • Erfahrungsniveau: mindestens Open Water Diver mit 50 Tauchgängen, Strömungserfahrung erforderlich
  • Wassertemperatur: meist 26 bis 29 Grad
  • Tourdauer: Halmahera-Touren mit elf Nächten ab/bis Bitung

Familiär an Bord der KLM Sunshine

An Bord fällt sofort die lockere, familiäre Atmosphäre auf. Der Motorsegler ist mit viel Liebe zum Detail in traditioneller Bauweise errichtet, nicht mehr ganz neu, aber gut in Schuss. Wer auf riesiges Platzangebot, goldene Kissen und Butler mit vorgewärmtem Bademantel verzichten kann, wird sich hier wohlfühlen. Ein großer Vorteil: Die KLM Sunshine hat lediglich fünf Kabinen. Bei maximal zehn Tauchern an Bord ist Schluss. Also doch eine Form von Luxus.

Lembeh Strait: Makro zum Auftakt

Auf der Sunshine wird nicht lange gefackelt. Keine stundenlangen Bootsbriefings und Einweisungen, sondern kurz und knapp das Wichtigste – und dann geht es zum ersten Tauchgang. Das Besondere dieser Safari: Der erste und der letzte Tag sind volle Tauchtage mit mindestens drei Tauchgängen.

So lassen wir uns schon bald bei Tandu Rusa, einem der vielen Klassiker der Lembeh Strait, mit einer Rolle rückwärts ins Wasser fallen. Auf drei geführte Gruppen aufgeteilt, sind wir mit unserem Guide praktisch allein unterwegs. Wir schweben über sanft abfallenden, dunklen Vulkansand. Auf den ersten Blick wirkt er wie eine leere Wüste. Tatsächlich ist er eine Welt voller Tarnkünstler, von kaum zwei Millimeter kleinen Blattschafschnecken bis zu halbmeterlangen Rochen.

Eine Sepia über dem dunklen Vulkansand der Lembeh Strait
Eine Sepia über dem dunklen Vulkansand der Lembeh Strait. Foto: Wolfgang Pölzer

Das Motto: ruhig durchatmen, die Geschwindigkeit auf nahezu null reduzieren und den Fokus auf wenige Zentimeter vor der Tauchmaske richten. Jede noch so kleine Unregelmäßigkeit – ein unscheinbares Algenbüschel, ein vermeintlich abgebrochenes Stück Schwamm oder eine versunkene Kokosnussschale – lohnt den genauen Blick. Winzige Garnelen hier, Nacktschnecken da. Oft ragen nur der Kopf eines Schlangenaals oder, kaum erkennbar, Augen und Maul eines giftigen Teufelsfischs aus dem Boden.

Schnell gewöhnen wir uns wieder an das altbekannte Suchspiel und spüren ein Fotomotiv nach dem anderen auf: drollig dreinblickende Seenadeln, kaum fingernagelgroße Baby-Anglerfische, eine spannenlange Sepia und als begehrtes Highlight ein Pärchen seltener Harlekingarnelen. Kein Wunder, dass wir erst nach 80 statt der angepeilten 60 Minuten mehr oder weniger freiwillig wieder auftauchen.

Stachelmakrelen und Barrakudas in der Molukkensee

Nach drei Makrotauchgängen verlassen wir am späten Nachmittag die Lembeh Strait und brechen zur ersten großen Überfahrt auf. Die ganze Nacht läuft die Maschine, frühmorgens erreichen wir planmäßig eine Kokosinsel wie aus dem Bilderbuch. Ziemlich mittig im gut 250 Kilometer breiten Kanal zwischen Nordsulawesi und Halmahera erhebt sich das vier Kilometer lange Eiland aus der hier weit über 1000 Meter tiefen Molukkensee.

In Sichtweite der Insel geht es ins Wasser. Eine Untiefe ragt bis auf fünf Meter empor, eine Mischung aus reich bewachsenem Korallenhang und senkrechter Steilwand verliert sich im tiefblauen Nichts. Unser späterer Logbucheintrag – absoluter Topspot – kündigt sich schon nach wenigen Minuten an. Ungewöhnlich viel Fisch, wohin man auch blickt: Riffbarsche und metallisch schimmernde Füsiliere dicht am Riff, weiter draußen Plankton schnappende Schulen von Wimpel- und Doktorfischen.

Das Beste: Wir hängen in lediglich 15 Meter Tiefe entspannt am Strömungshaken, und die Fische ziehen wie im Aquarium an uns vorüber. Bis sich die Szene plötzlich verdunkelt. Beim Blick nach oben entpuppt sich die vermeintliche Wolke als gigantischer Schwarm. Eine schier endlose Schule aus Stachelmakrelen zieht gemächlich über unsere Köpfe hinweg, die mehr als halben Meter langen Fischkörper drehen sich behutsam im Kreis und schieben sich langsam hinaus ins offene Meer.

Ein Schwarm Stachelmakrelen zieht über der Untiefe in der Molukkensee
Ein Schwarm Stachelmakrelen zieht über der Untiefe in der Molukkensee. Foto: Wolfgang Pölzer

Dieses Motiv wollen wir uns nicht entgehen lassen. Ein Blick zum Buddy genügt: Wir lösen die Strömungshaken und paddeln gegen die nachlassende Strömung ins Blauwasser hinterher. Nur wenige Flossenschläge später ist der Schwarm wieder vor uns. Die Makrelen kommen direkt auf uns zu, nehmen uns in ihre Mitte und umkreisen uns in Armlänge. Fast wie ein Fisch unter Fischen genießen wir den Moment. Als sich der Pulk lichtet, ist das Riff gerade noch in Sichtweite. Im Eifer des Gefechts sind wir nicht weit abgetrieben.

Wer glaubt, das war es schon, irrt gewaltig. Kaum dem Makrelenschwarm entronnen, wartet die nächste Überraschung: eine gigantische dunkle Silhouette, mehr hoch als breit. Ein zweiter Schwarm, diesmal Barrakudas, und was für Prachtexemplare. Mit noch weniger Scheu als die Makrelen schieben sie sich dicht an dicht im Kreis, nehmen uns in ihre Mitte und treiben unseren Adrenalinspiegel in neue Höhen. Faszinierend, im Zentrum der zähnestarrenden Raubfischspirale zu sein. Keine Ahnung, wie oft wir uns mit den knapp einen Meter langen Fischkörpern im Kreis drehen, bis sich der Schwarm ebenso wie auf ein geheimes Zeichen allmählich auflöst. Gerade noch in Sichtweite wartet unser Guide Jenly, der uns den Weg zurück zum Riff weist.

Mitten im Barrakudaschwarm: Die knapp meterlangen Raubfische zeigen kaum Scheu
Mitten im Barrakudaschwarm: Die knapp meterlangen Raubfische zeigen kaum Scheu. Foto: Wolfgang Pölzer

Bunte Fischsuppe um Siko

Nach einer weiteren nächtlichen, 140 Kilometer langen Fahrt erreichen wir am folgenden Morgen einen kleinen Archipel um die Insel Siko vor Halmahera. Wieder sind es Untiefen, die uns mit extrem viel Fisch begeistern. Vor allem Doktorfisch-Schulen in einer Dichte, wie wir sie noch nie gesehen haben, oft nur in Armeslänge vor unseren Kameras.

Fotogen sind aber auch die Füsilierschwärme, Trupps jagender Stachel- und Regenbogenmakrelen sowie einzelne Wahoos, Thunfische und Graue Riffhaie. Auch die Korallen können sich sehen lassen: riesige, intakte Tisch- und Salatkorallen, eher selten zu sehende bäumchenförmige Weichkorallen in knalligen Orangetönen, üppige Hornkorallenfächer und buschige Besengorgonien.

Haie statt Mantas

An den folgenden Tagen arbeiten wir uns von Insel zu Insel weiter Richtung Süden vor. Seit wir die Lembeh Strait verlassen haben, sind wir immer noch das einzige Tauchschiff weit und breit. In einem von oben betrachtet wunderschönen System aus türkisblauen Lagunen, sattgrünen Inselchen und tiefblauen Kanälen werden häufig Mantas gesichtet.

Türkisblaue Lagunen, Inseln und Kanäle im Süden Halmaheras, hier werden häufig Mantas gesichtet
Türkisblaue Lagunen, Inseln und Kanäle im Süden Halmaheras, hier werden häufig Mantas gesichtet. Foto: Wolfgang Pölzer

Wir geben den Riesenrochen bei zwei jeweils 80 Minuten langen Tauchgängen die Chance, sich zu zeigen. Leider vergeblich. Mehr als ein Trostpflaster ist dafür ein gutes Dutzend jagender Schwarzspitzen-Riffhaie, die im Jagdrausch bis auf Fotodistanz herankommen, dazu eine Gruppe kapitaler Büffelkopf-Papageifische.

Ein Schwarzspitzen-Riffhai patrouilliert über dem Riff
Ein Schwarzspitzen-Riffhai patrouilliert über dem Riff. Foto: Wolfgang Pölzer

Die Nachttauchgänge in der Gegend lassen uns die verpassten Mantas endgültig vergessen. Gleich drei der goldbraun getupften, drollig dreinblickenden und fast schon unbeholfen durchs Riff kriechenden Epaulettenhaie begeistern uns ebenso wie gut getarnte Mini-Kraken und eine seltene graue Schnabelseeschlange.

Ein Epaulettenhai bei einem Nachttauchgang
Ein Epaulettenhai bei einem Nachttauchgang. Foto: Wolfgang Pölzer

Zwergseepferdchen am südlichsten Punkt

Zwei Inseln weiter ist der südlichste Punkt unserer Tour erreicht. Etwas abenteuerlich, aber hierzulande üblich, füllt die Crew mit Pumpe und langem Schlauch an einer küstennahen Süßwasserquelle die Duschwasserreserven auf. Unweit davon überrascht uns ein unspektakulär wirkender Tauchplatz direkt vor einem kleinen Fischerdorf mit einer Unmenge an Pygmäenseepferdchen.

Nahezu jeder der vielen Gorgonienfächer an dem strömungsreichen Hang in 15 bis 20 Meter Tiefe beherbergt mindestens ein Bargibanti- oder Denise-Zwergseepferdchen. Ein Paradies für Makrofotografen: Gefällt einem die Position eines der Mini-Seepferdchen nicht, schwimmt man ein paar Meter weiter, wo der Guide schon das nächste Exemplar zeigt.

Ein Bargibanti-Zwergseepferdchen in einem Gorgonienfächer
Ein Bargibanti-Zwergseepferdchen in einem Gorgonienfächer. Foto: Wolfgang Pölzer

Zweite Chance auf dem Rückweg

Wendepunkt heißt, dass die Halbzeit der Tour längst überschritten ist. Zurück geht es auf ähnlicher Route, mit der Chance, die Highlights erneut zu betauchen. Besseres Wetter, eine andere Strömung oder eine andere Tageszeit machen vor allem an einer exponierten Untiefe oft einen großen Unterschied.

Der Fischreichtum an manchen Spots war jedenfalls keine Ausnahme. Erneut fühlen wir uns stellenweise wie in einem überfüllten Aquarium, umringt von Doktor-, Drücker- und Wimpelfischen, Füsilieren, Riffbarschen und den verschiedensten Makrelen- und Thunfischarten, dazu immer wieder Weißspitzen-, Schwarzspitzen- und Graue Riffhaie. Und auch der Barrakuda- und Stachelmakrelenschwarm im Kanal zwischen Halmahera und Sulawesi ist noch da, diesmal sogar bei Sonnenschein.

Den obligatorischen Abschluss bildet ein voller Tauchtag in der Lembeh Strait. Er beschert uns einen seltenen Rhinopias, einen Drachenkopf mit fransigen Hautlappen.

Zum Abschluss in der Lembeh Strait: ein seltener Rhinopias
Zum Abschluss in der Lembeh Strait: ein seltener Rhinopias. Foto: Wolfgang Pölzer

Leben an Bord

Getaucht wird drei- bis viermal täglich in geführten Gruppen mit maximal vier Tauchern pro Guide, immer vom Beiboot aus. Zwischen den Tauchgängen laden überdachte Bereiche am Vordeck und am Heck zum Entspannen ein, im Innenbereich gibt es Restaurant und Kameratisch. Auf dem Tauchdeck stehen zwei Duschen und Kameraspülbecken bereit. Gekocht wird traditionell indonesisch: einfach, aber lecker.

Fazit

Zurück an Bord lassen wir die Tour noch einmal Revue passieren: Die Halmahera-Safari der KLM Sunshine ist eine gute und vor allem preisgünstige Alternative zu luxuriösen Tauchsafaris in Nordsulawesi und Halmahera. Die Tour gilt noch als Geheimtipp für exklusives Tauchen an größtenteils unberührten Riffen mit außergewöhnlichem Fischreichtum. Strömungserfahrung ist erforderlich. Dank der familiär-gemütlichen Atmosphäre an Bord fällt das Relaxen nach den Tauchgängen leicht.

Die KLM Sunshine vor einem Saumriff im Süden Halmaheras
Die KLM Sunshine vor einem Saumriff im Süden Halmaheras. Foto: Wolfgang Pölzer

Reiseinfo: KLM Sunshine und Halmahera

DestinationHalmahera ist die größte Insel der Provinz Nordmolukken (Maluku Utara) im Osten Indonesiens. Westlich liegt die Molukkensee, die Halmahera von Nordsulawesi trennt. Die beschriebene Safari startet und endet in Bitung an der Lembeh Strait (Nordsulawesi) und führt durch die Molukkensee bis in den Süden Halmaheras.
SchiffDie KLM Sunshine ist ein traditioneller Holz-Motorsegler (Pinisi) von rund 30 Metern Länge, gebaut in Bira (Südsulawesi). Betreiber ist Blue Bay Divers. Fünf Kabinen mit Bad/WC für maximal zehn Gäste, Restaurant und Kameratisch innen, überdachte Ruhebereiche am Vor- und Achterdeck, Tauchdeck mit zwei Duschen und Kameraspülbecken. Zur Reisezeit leitete Yustus Managgung als Cruise Director die Tour, an Bord waren acht Mann Besatzung und drei Tauchguides. Infos: sunshineliveaboard.com
TourenDie Halmahera-Touren dauern elf Nächte ab/bis Bitung, erster und letzter Tag sind volle Tauchtage. Laut aktuellem Fahrplan fährt die KLM Sunshine nach Halmahera vor allem im Frühjahr (Ende März bis Mai) und im Herbst (Ende September bis November). In den übrigen Monaten stehen Touren in Nordsulawesi auf dem Programm, unter anderem nach Bolsel, Gorontalo, Sangihe und Lembeh–Bangka–Bunaken–Saronde. Aktuelle Termine: Fahrplan der KLM Sunshine
TauchenDrei bis vier Tauchgänge täglich in geführten Gruppen mit maximal vier Tauchern pro Guide, immer vom Beiboot aus. Aluflaschen mit 12 Litern (DIN/INT), 15-Liter-Stahlflaschen gegen Aufpreis. Maximaltiefe 30 Meter, keine Dekotauchgänge. Nitrox gegen Aufpreis; aktuelle Konditionen beim Veranstalter. Leihausrüstung auf Anfrage.
TauchlevelMindestens Open Water Diver mit 50 geloggten Tauchgängen, Logbuch, Tauchtauglichkeitsbescheinigung sowie Auslandsreisekranken- und Tauchunfallversicherung. Strömungserfahrung ist erforderlich, Seefestigkeit von Vorteil. Für Schnorchler ist die Halmahera-Tour wegen der Strömungen nicht geeignet.
Wassertemperatur und SichtMeist 26 bis 29 Grad. Empfohlen werden ein 3- bis 5-mm-Anzug und eine dünne Kopfhaube gegen Nesselplankton. Die Sichtweiten hängen von Gezeiten und Strömung ab und lagen auf der Reise meist zwischen 15 und 25 Metern.
AnreiseMit internationalem Flug über Jakarta, Bali oder Singapur nach Manado (Nordsulawesi), von dort rund 1,5 Stunden Transfer nach Bitung. Ab Singapur gibt es auch Direktflüge nach Manado.
EinreiseReisepass, mindestens noch sechs Monate gültig. Deutsche Staatsangehörige erhalten ein gebührenpflichtiges Visum bei Ankunft für 30 Tage oder beantragen es vorab online als E-Visum (e-VOA) über das offizielle Portal evisa.imigrasi.go.id. Die aktuellen Gebühren und Einreiseformalitäten stehen dort und beim Auswärtigen Amt.
VeranstalterAquaventure, Telefon 0511 690 999 00, aquaventure-tauchreisen.de
PreiseIm Schiffspreis sind drei Tauchgänge pro Tag enthalten, ein vierter Tauchgang kostet extra. Aktuelle Preise und Pakete beim Veranstalter.
NachhaltigkeitAn Bord wird weitestgehend auf Plastik verzichtet, es gibt einen Trinkwasserspender.
Weitere Informationenindonesia.travel

FAQ: Tauchsafari Halmahera

Wo liegt Halmahera?

Halmahera ist die größte Insel der Nordmolukken im Osten Indonesiens, zwischen Nordsulawesi im Westen und Raja Ampat im Osten. Die KLM Sunshine erreicht das Gebiet von Bitung in Nordsulawesi aus über die Molukkensee.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Tauchsafari nach Halmahera?

Die KLM Sunshine fährt laut aktuellem Fahrplan vor allem im Frühjahr (Ende März bis Mai) und im Herbst (Ende September bis November) nach Halmahera. Im Januar und Februar liegt das Schiff laut Printartikel im Trockendock.

Wie warm ist das Wasser?

Meist zwischen 26 und 29 Grad. Ein 3- bis 5-mm-Anzug und eine dünne Kopfhaube gegen Nesselplankton sind empfehlenswert.

Welche Erfahrung braucht man?

Mindestens Open Water Diver mit 50 Tauchgängen. Wegen der teils kräftigen Strömungen an exponierten Untiefen ist Strömungserfahrung erforderlich.

Welche Tiere kann man sehen?

Auf der beschriebenen Reise sahen die Autoren in der Lembeh Strait unter anderem Anglerfische, Harlekingarnelen und einen Rhinopias, im offenen Meer große Schwärme von Stachelmakrelen und Barrakudas, dazu Schwarzspitzen-, Weißspitzen- und Graue Riffhaie, Epaulettenhaie und Zwergseepferdchen. Mantas werden im Süden häufig gesichtet, zeigten sich auf dieser Tour aber nicht.

Wie lange dauert eine Halmahera-Tour mit der KLM Sunshine?

Elf Nächte ab/bis Bitung mit vollen Tauchtagen am ersten und letzten Tag.

Wie erfolgt die Anreise?

Per Flug über Jakarta, Bali oder Singapur nach Manado in Nordsulawesi, dann rund 1,5 Stunden Transfer zum Hafen von Bitung.

Kann man auf der Halmahera-Tour schnorcheln?

Nein, wegen der vorherrschenden Strömungen ist die Halmahera-Tour nicht für Schnorchler geeignet. Auf anderen Touren der KLM Sunshine ist Schnorcheln an den Tauchplätzen meist möglich.

Über die Autoren

Barbara und Wolfgang Pölzer berichten seit vielen Jahren als Reisejournalisten und Unterwasserfotografen für TAUCHEN. Ihre Bilder zeigen sie auf underwater-photos.net.

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Dieser Beitrag von Barbara und Wolfgang Pölzer erschien in TAUCHEN 06/2026 und wurde für die Veröffentlichung auf tauchen.de redaktionell bearbeitet und angepasst.