12_2018_tauchen
2011_08_camaro_superelastic.jpg

2011_08_camaro_superelastic.jpg

Test: Camaro Superelastic

Zurück zu den Wurzeln: Der Camaro-Anzug „Superelastic 5/3/2“ wird nicht in China, sondern im heimischen Österreich gefertigt. Wir haben getestet, inwieweit sich das auf die Qualität auswirkt

Die wichtigste Kaufentscheidung für einen Anzug ist meistens der erste Eindruck. Und der festigt sich bereits beim „Kennenlernen“ im Tauchshop. Wie lässt er sich anziehen, fühlt man sich darin wohl? Dabei sammelte der „Super Elastic 5/3/2“ viele Pluspunkte beim Tester (Konfektionsgröße 52). Ohne Probleme und in Rekordzeit schlüpfte er in den Anzug, der perfekt saß wie eine zweite Haut. Körperbetont, aber nicht zu eng – selbst nach halbstündigem Tragen machte er sich nicht unangenehm bemerkbar. Besonders auffällig sind die langen Manschetten aus Glatthaut, die sich an Beinen und Armen befinden. Mit einer Länge von circa 20 Zentimetern lassen sie sich aber bestens umschlagen und sorgen dadurch für eine sehr gute Dichtigkeit. Aber Vorsicht: Je länger eine Manschette ist, desto vorsichtiger muss man auch hinein- oder heraussteigen. Aus diesem Grund sollte man sie, damit sie nicht irgendwann einreißt, weit genug dehnen (in die Breite), um mit den Füßen aus dem Anzug zu kommen. Dank des sehr flexiblen Neoprens und kleiner, zusätzlicher Zipper ist das bei dem „Super Elastic“ allerdings eine leichte Übung. Unter Wasser vermittelte der Anzug einen hervorragenden Eindruck. Eine große Bewegungsfreiheit ist genauso vorhanden wie eine sehr gute Wärmeisolierung. Taucher, die eine noch bessere Isolierung wünschen, sollten sich den dickeren „Superelastic 7/5/3“ für 399,95 Euro anschauen. Bei diesem wird stärkeres Material verwendet, er ist aber genauso gut verarbeitet. Alternative: der Kauf der optionalen „Ice Vest“ (siehe Kasten links). Sie lässt sich übrigens unter jedem anderen Nasstauchanzug tragen. Apropos Verarbeitung: Der von uns getestete Anzug hat extrem sauber verarbeitete und blindvernähte Nähte, die an jedem Kreuz- oder Abschlusspunkt einen kleinen Punkt aus Neopren haben. Dadurch können sich keine Nähte mehr an den Enden aufribbeln! Sehr bequem liegt auch die Halsmanschette des „Superelastic“ an. Sie besteht aus dünnem, zwei Millimeter dickem Neopren (innen Glatthaut) und dichtet perfekt ab – ohne dass sie dem Taucher das Gefühl einer Einengung gibt. Eine fast trockene Sache ist der verarbeitete Rückenreißverschluss. Dank seiner besonderen Zahnung ist er zu circa 93 Prozent wasserdicht. Gegen das restliche Wasser ist ein Zipper mit zwei Dichtstreifen (Glatthaut) unterlegt. Die „kleben“ fest aufeinander und lassen fast kein Wasser mehr in den Anzug. Positiv: Die Dichtlippen störten nicht auffällig beim Anziehen. Damit man sich so richtig in den Anzug kuscheln kann, besteht die Innenkaschierung aus weichem und wärmendem Frottee, das dieselbe Flexibilität wie Neopren bietet. Fazit: Perfekter kann ein Anzug kaum sein. Die Verarbeitung ist top, die Nähte sind perfekt vernäht und haltbarer als beim Seamless-Bonding (nur geklebt). Es war eine gute Entscheidung, die Anzüge im eigenen Haus und nicht in China zu produzieren. Thomas Christ

Typ: Nasstauchanzug
Kopfhaube: separat
Reißverschluss: Rücken
Manschetten: Neopren

(Glatthaut mit Zipper)
Größen Damen/Herren: 36 bis
44/48 bis 58
Maßanfertigung: auf Anfrage
Preis: 369,95 Euro
www.camaro.at

Eine clevere Lösung für Tauchgänge im kalten Wasser ist die dünne Unterziehweste mit angesetzter Kopfhaube. Die „Ice Vest“ besteht aus zwei Millimeter dickem „High-Stretch“-Neopren. Die zusätzliche Kopfhaube hat eine Materialstärke von vier Millimetern und zwei zusätzliche Entlüftungen. Die Verarbeitung der Weste ist hochwertig und hat dasselbe „Nadelstreifen“-Design. Zudem hat die „Ice Vest“ noch ein Pad für die untere Rückenpartie. Dadurch drückt die Tauchflasche nicht mehr zu stark auf die Wirbelsäule. Preis: 149,95 Euro

Der besondere Schnitt: Die besondere  „Flow Cut“-Schnittkonstruktion von Camaro für den „Superelastic 5/3/2“ macht den Anzug so bequem. Sie passt sich ergonomisch an den Körper an, wobei die seitlichen Schnittteile von den Achseln bis zu den Knöcheln eingearbeitet worden sind. Klebepunkte: Damit die Nähte perfekt halten, sind Klebepunkte verarbeitet worden. Knieschoner: Die Knieschoner sind dünn und machen jede Bewegung locker mit. Nadelstreifen: Eine zusätzliche Kaschierung vermittelt den Eindruck von feinen Nadelstreifen. Manschetten und Reißverschlüsse: An den Manschetten (aus Neopren) befinden sich zusätzliche kleine Zipper (links). Der Hauptreißverschluss am Rücken bietet dank des geringen Wasserdurchflusses eine sehr gute Dichtung.

TestberichtPDF Download