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Test: Subtronic Video NG

Mit der Videoleuchte Video NG präsentiert der Blitzhersteller Subtronic eine neue Lichtquelle der Oberklasse. TAUCHEN – Videofachmann Horst Ackermann hat sie einem Härtetest unterzogen – und Erfreuliches festgestellt …

Dass zur Gestaltung von Unterwasserfilmen auch Licht gehört, ist keine neue Erkenntnis. Sei es, um überhaupt etwas Licht in die schummrige Tiefe zu bringen, sei es, um das absorbierte Farbspektrum des Sonnenlichts, das unter Wasser mit zunehmender Tiefe zunimmt, aufzuheben. In der Vergangenheit begnügten sich einige Filmer mit mehr oder weniger lichtgebenden Konstruktionen, die in erster Linie nach dem Motto „Hauptsache preisgünstig“ angeschafft wurden. Dass es sich da stellenweise um bessere Handlampen handelt, die sich zwar – wenn sie im Film durchs Bild blitzen – recht dekorativ machen, ist nicht zu leugnen. Doch als hochwertiges Video-Filmlicht sollte und darf man diese Art von Lampen schnellstens vergessen. Die deutsche Firma Subtronic – als Hersteller hochwertiger Blitzgeräte für die Kollegen der Sparte UW-Fotografie bekannt – fertigt seit geraumer Zeit auch wertige und leuchtstarke Video-Filmleuchten, die diese Bezeichnung zu Recht verdienen. Frisch aus der Entwicklungsabteilung hatte ich als Erster Gelegenheit, den neuesten Subtronic-Wurf unter Wasser einem Leistungstest zu unterziehen. Um es vorwegzunehmen: Eine so überzeugende Lichtleistung mit LED-Brennern ist mir in der Vergangenheit noch nicht untergekommen!
Aber der Reihe nach. Angeboten werden zwei Bauausführungen: einmal eine Lampe mit integriertem Akku (Leuchtdauer circa 40 Minuten), zum zweiten einen Lampenkopf mit Kabel und separatem Akku-Tank. Letzterer stand mir für Testaufnahmen zur Verfügung. Preis, Leuchtstärke und -winkel sowie Farbtemperatur sind bei beiden Ausführungen identisch. Lediglich die Leuchtdauer ist bei der separaten Akku-Version um zehn Minuten höher als bei der Ausführung mit integriertem Akku.
Auffallend ist die sehr gute und gleichmäßige Lichtverteilung der „Video NG“. Da gibt es keine Kringel oder gar einen Hotspot. Bei den 5600 Lumen ermittelte ich einen Leuchtwinkel von 110 Grad, anders ausgedrückt: Aus einer exakt gemessenen Entfernung von 1,33 Metern hatte ich einen Leuchtkegel mit einem Durchmesser von 2,88 Metern. Dies ergab auf einer Kodak-Graukarte einen fotografischen Wert von Blende 5,6 und 1/60-Sekunde (bei 200 ASA). Wir sprechen hier von 100 Prozent Lichtleistung, die sich bei Bedarf beliebig auf drei Stufen von 60, 40 und 20 Prozent reduzieren lässt. Dabei hat mir bei der Stufenschaltung besonders gefallen. Man schaltet jeweils von „OFF“ über die Reduzierungsstufen bis 100 Prozent oder in umgekehrter Reihenfolge. Apropos Akkutank: An ihm können auch zwei Lampenköpfe angeschlossen werden. Allerdings reduziert sich bei dieser Zusammenstellung die Leuchtdauer um die Hälfte. Dass man mit zwei Lampen aus kurzer Aufnahmeentfernung eine enorme Fläche ausleuchten kann, wird besonders Super-Weitwinkel oder Fisheye-Benutzer begeistern. Subtronic bietet für seine Lampen eine hervorragende und leicht zu bedienende Schnellkupplung für 90 Euro an. Bei Bedarf sogar mit optionalem Handgriff (25 Euro), der, wenn man mit Lichtassistenz arbeitet, sehr empfehlenswert ist. Fazit: Spitzenprodukte wie die „Video NG“ haben ihren Preis, aber die Praxis zeigt, dass die Anschaffung sogenannter „billiger Produkte“ auch sehr teuer werden kann. Horst Ackermann

Test: Lampe Subtronic Video NG

Material: Aluminium

Elektrische Leistung: 50 Watt
Helligkeit: 5600 Lumen
Ausleuchtformat: 110 Grad
Farbtemperatur
über Wasser: 5000 Kelvin
Maximale Tiefe: 80 Meter
Abmessungen (Länge):
14 mal 8,5 Zentimeter
Gewicht: 1600 Gramm (Lampe, Akkutank, Kabel)
Blitzarmanschluss: M8
Preis: 1499 Euro
www.subtronic.de

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