Die Tauchbasis Riesenstein aus der Vogelperspektive.

Die Tauchbasis Riesenstein aus der Vogelperspektive. © Alexander Kaßler

TAUCHEN on Tour 2021: Der See im Porzellan-Laden

Klein, fein und recht außergewöhnlich in mehrfachem Sinn – die Tauchbasis Riesenstein in Meißen.


Zu Besuch am Riesenstein in Meißen

Seit 2003 wird der ehemalige Granitsteinbruch, der bis dahin nur von Anglern genutzt wurde, auch betaucht. »Viel Müll und verdammt viel Schlamm, ist seitdem aus dem See ans Tageslicht gefördert worden«, verrät Karsten Wiche, der damals schon das Juwel sah, welches der Steinbruch heute ist. Mitten im weltbekannten sächsischen Meißen gelegen mit Blick auf den Dom zu Meißen, betritt man direkt neben einem Baumarkt-Parkplatz eine grüne Oase. Ein Hauptgebäude mit gemütlichem Aufenthaltsraum, Equipment- und Kompressor-Raum und WC mit Dusche auf der einen, zwei einfache Bungalows, überdachte Sitzgelegenheiten und ein weiterer Equipment-Raum auf der anderen Seite – genug Platz für bis zu 30 Taucher. Zum See geht es ein paar Meter weiter über eine Treppe. Der See an sich ist mit mehreren Inseln angelegt, die optisch sehr ansehnlich sind, aber tatsächlich als natürliche Filtrierer funktionieren. Ganz nebenbei sind sie auch Rückzugsgebiet für den hiesigen Fischbestand darunter zwei Welse mit beachtlichen Größen. Steckt man den Kopf unter Wasser, so bekommt man im Prinzip alles geboten, was so ein Steinbruch bieten kann: »Bergbaugeschichte, Natureindrücke, Neuzeitrelikte, Tauchausbildungshilfen und Umwälztechnik, wie sie ihres gleichen sucht«, die Worte von Karsten Wiche können genau so bestätigt werden. Mal wieder etwas unglücklich beim Ortstermin: die Wetterlage zuvor. Viel Regen führte dazu, dass man nur erahnen konnte, wie beeindruckend der Steinbruch sein kann, wenn die Sicht gut ist. Auch wenn die Sicht unter drei Meter lag, es war dennoch beeindruckend, was es alles zu entdecken gibt. Vor allem die Inseln mitten im See sind ein Highlight und das nicht nur wegen des Wels, der sich dort bevorzugt aufhält. Nach knapp 80 Minuten und einer Maximaltiefe von 17 Metern war der Luftvorrat dann erstmal aufgebraucht. »Hier kommt man schnell auch mal in die Deko, wenn man sich die ganzen Sachen unter Wasser anschauen will. Da reichen zwei, drei Tauchgänge bei weitem nicht« - stimmt, daher lohnt es sich hier nicht nur einen Tauchtag zu verbringen. Und schaut man über den Tellerrand des Riesensteins hinaus, so lassen sich noch zig andere, nahegelegene Tauchspots entdecken, die man wunderbar kombinieren kann. Mehr über den See, seine Geschichte und welche Rolle die riesige Umwälzanlage im See spielt, die der Atmosphäre unter Wasser noch einen Utopia-Stempel aufdrückt, das verrät Karsten in unserem Podcast.

Neben den Bildern unseres Tauchgangs gibt es zudem noch ein kleines Video, in dem uns Karsten zu einem Basen- und Seerundgang mitnimmt:

Mehr Infos zum See und zur Basis: www.tauchbasis-riesenstein.com & www.tauchschule-abyss.com

Es folgt: ein Tauchgangs-Video auf YouTube …