Wie verändert der Klimawandel unsere Ozeane? Um diese Frage besser zu beantworten, entwickeln drei große Helmholtz-Forschungsinstitute im Großprojekt MUSE (Marine Umweltrobotik und -Sensorik) gemeinsam neue Technologien. Die Unterwasserrobotik soll effizienter werden, um Klimawandel, Artenverlust und Umweltverschmutzung in den Meeren noch präziser zu erforschen.
Hightech für die Meeresforschung
Die Ozeane stecken voller Geheimnisse. Trotz modernster Technik sind Tiefsee, Küsten und Meeresströmungen noch immer lückenhaft erforscht. Dabei ist das Wissen über die Veränderungen in den Meeren entscheidend, um deren Schutz zu verbessern. Dafür kommen bereits heute hochentwickelte autonome Unterwasserfahrzeuge, Messbojen, Tauchroboter mit Sonar und Rover für den Meeresboden zum Einsatz.
Doch die Technologie muss weiterentwickelt werden. In den kommenden Jahren werden weitaus größere Meeresgebiete kartiert und untersucht – schneller und genauer als je zuvor.
Drei Institute, eine Mission
Die Helmholtz-Institute AWI, GEOMAR und Hereon bündeln im Rahmen von MUSE ihre Expertise, um die nächste Generation der Meeresrobotik zu entwickeln. Ein Fokus liegt auf der Weiterentwicklung von Sensortechnologien, Software und Künstlicher Intelligenz. Diese Fortschritte sollen nicht nur Daten effizienter erfassen, sondern auch helfen, den Erfolg von Meeresschutzmaßnahmen besser zu bewerten.
Einmalige Forschungskooperation
»An jedem dieser Institute haben wir für diese Bereiche Expertinnen und Experten. Jetzt bringen wir sie in einem bisher einmaligen Infrastrukturprojekt zusammen«, erklärt MUSE-Koordinatorin Martina Löbl vom AWI.
Dank dieser engen Zusammenarbeit soll die Meeresforschung schneller, effizienter und nachhaltiger werden – für den Schutz und das Verständnis unserer Ozeane.