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Der März wird spannend: neue Tauch-Weltrekordversuche geplant

Im März 2016 erwartet die Tauchszene vier verschiedene Weltrekordversuche. Es sollen neue Tiefen in den Freitauch-Disziplinen „Free Immersion“ und „Constant No Fins“, dem Tieftauchen ohne Flossen, erreicht werden. Außerdem soll die Messlatte mit offenem Gerät auf 400 Meter Tiefe verschoben werden.

Der März 2016 wird ein spannender Monat für die Tauchwelt. Gleich vier Rekordversuche sind angekündigt. Drei davon im Freitauchen, einer mit Gerät.

Zunächst will der Apnoe-Taucher William Trubridge seinen eigenen Rekord im Tieftauchen ohne Flossen brechen. Dafür muss der Neuseeländer tiefer als 101 Meter tauchen. Auch die Disziplin Free Immersion, bei der die Freitaucher sich an einem Seil in die Tiefe und wieder hinauf ziehen, hat er im Auge. In der Disziplin ist Trubridge mit 121 Metern Tiefe ebenfalls der amtierende Weltrekordhalter. Die beiden Versuche werden im Blue Hole auf Long Island in den Bahamas im Zeitraum zwischen dem 19. und dem 23. März 2016 stattfinden.

Der Wettkampf ist eröffnet!

Den Rekord in der Disziplin Free Immersion macht ihm allerdings ein Kontrahent streitig. Der Spanier Miguel Lozano, Besitzer einer Freitauchschule auf Teneriffa, befindet sich zur Zeit auf Bali in Indonesien und trainiert dort ebenfalls für den Weltrekord. Sein Versuch soll im Zeitraum zwischen dem 21. und dem 27. März in Amed, Bali stattfinden. TAUCHEN wird Anfang März vor Ort sein und die Vorbereitungen des aktuell dritttiefsten Tauchers der Welt begleiten.

400 Meter in die Tiefe

Der dritte Rekord in der „March Madness“, wie die Amerikaner ein sportliches Großereignis im März gerne betiteln, ist ein Gerätetauchgang. Der Ägypter Wael Omar, hat verlauten lassen den tiefsten Tauchgang mit einem offenen Tauchgerät aufstellen zu wollen. Im ägyptischen Sharm el Sheich will der technische Taucher die 400 Meter-Tiefenmarke knacken. Damit würde er nicht nur den bestehenden Weltrekord seines Landsmannes Ahmed Gamal Gabr von 332,25 Metern brechen, sondern auch eine Tiefengrenze überschreiten die von vielen Tauchern und Medizinern als unmachbar angesehen wird. Das durchbrechen dieser Schallmauer ist mit erheblichen Risiken verbunden. Erst im vergangenen Sommer verunglückte der Amerikaner Guy Garman, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Doc Deep“ bei dem Versuch in eine Tiefe von 365 Metern vorzudringen. Omar hat seinen Rekordtauchgang für den 30. März geplant.

Es wird also spannend im März. Wir bleiben dran und werden berichten.

Info: www.aidainternational.org