Katharina Munsche (li.) und Jasmin Dehnen beim Mikroskopieren

Katharina Munsche (li.) und Jasmin Dehnen beim Mikroskopieren © I. Oelrichs

Seesterne statt Ostereier

Zwölf Schülerinnen und Schüler opferten einen Teil ihrer Osterferien, um im Rahmen der ersten „Frühjahrsschule“ – Meeresbiologie am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschafteneinen Einblick in die Meeresforschung im Allgemeinen und Meeresbiologie im Speziellen zu erhalten

Meeresbiologie steht bei Schülern immer hoch im Kurs. Am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften übersteigt die Nachfrage nach Schülerpraktika seit Jahren die Kapazitäten. Deshalb entschlossen sich die Kieler Meeresforscher in diesem Jahr erstmals einen Kompaktkurs in Meeresbiologie speziell für Schüler anzubieten. Diese erste "Frühjahrsschule", die während der norddeutschen Osterferien stattfand, ermöglichte 12 Schülerinnen und Schülern einen realistischen Einblick in die Meeresforschung. "Mit Meeresbiologie verbinden die Schüler zu oft nur Wale, bunte Fische und Delphine", so Ilona Oelrichs, Organisatorin vom IFM-GEOMAR. "Die Realität sieht häufig anders aus und wird in der Schule nicht vermittelt", so Oelrichs weiter. Einblick in die Meeresforschung Während des einwöchigen Kurses lernten die Jugendlichen Meerestiere selbst zu mikroskopieren und zu bestimmen, besichtigten verschiedene Versuchsanlagen des IFM-GEOMAR und konnten im Rahmen einer eintägigen Forschungsausfahrt mit dem Forschungsschiff "Alkor" selbst Proben nehmen. "Die Kinder waren alle hoch motiviert und sehr interessiert", urteilte Heidi Gonschior, die viele Jahre Bestimmungskurse für Studenten am IFM-GEOMAR geleitet hat. "So macht die Arbeit mit dem Nachwuchs auch uns Spaß", so Gonschior weiter. Zusammen mit Wissenschaftlern des Instituts hatten Ilona Oelrichs und Heidi Gonschior den Kurs auf die Beine gestellt. "Da die Durchführung individueller Schülerpraktika im laufenden Forschungsbetrieb immer schwieriger wird, wollten wir mit diesem Angebot eine neue Möglichkeit schaffen, um potentiellem Nachwuchs einen kleinen Einblick in die Meeresforschung zu gewähren", so Oelrichs. "Wir sind ob der sehr guten Resonanz zuversichtlich, dass wir ein solches Angebot auch in den kommenden Jahren wieder realisieren können", meint Oelrichs optimistisch. Neben der nun schon zum 5. Mal in den Sommerferien stattfindenden "Sommerschule für Marine Geowissenschaften" eröffnet das IFM-GEOMAR interessierten Schülern so einen weiteren Einblick in die spannende Welt der Meeresforschung. Weitere Infos: www.ifm-geomar.de