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Gefahren beim Wracktauchen: Mit Sicherheit auf Zeitreise

HÄNGENBLEIBEN beim Wracktauchen: Mit schlecht konfigurierter Ausrüstung kann man sich veheddern. Taucher sollten immer darauf achten, was sich über, neben und unter ihnen befindet.
Schiffsfriedhöfe und Wracktauchen sind für viele Taucher das Nonplusultra: Bei den Tauchgängen zu den mystischen Stahlriesen gibt es aber einiges zu beachten, denn die meisten liegen tief. Eine gute Vorbereitung mit umfangreichem Briefing und Sicherheitsregeln muss daher bei jedem Wracktauchgang eingeplant werden. Die kurzen Nullzeitgrenzen in der Tiefe und die Gefahr einer Stickstoff-Narkose verlangen ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit beim Wracktauchen. Das gilt auch für die Erkundung des Wracks: Verrostetes Metall oder gesplittertes Holz können unachtsame Taucher schnell verletzen. Gute Tarierfähigkeit ist die Grundvoraussetzung.

Gefahren beim Wracktauchen

Taucher, die naiv in Öffnungen oder durch Bullaugen greifen, müssen sich nicht wundern, wenn sie einen Muränen-Biss kassieren. Dass die rostigen Relikte ein beliebtes künstliches Riff für Meerestiere sind, wissen auch die Fischer. Abgerissene Angelschnüre und Netze können für Taucher zum Problem werden, wenn sie daran hängen bleiben. Ein Messer mit Leinencutter ist daher bei jedem Wracktauchgang Pflicht.

Häufig müssen längere Bootsfahrten einkalkuliert werden. Wer anfällig für die Seekrankheit ist, sollte vorbeugen. Auch die Ein- und Ausstiege sind mitunter kabbelig. Bei Strömung wird daher meist mit negativer Tarierung direkt abgetaucht – also mit leerem Jacket. Dann geht es häufig an der mit einer Boje markierten Leine zum Wrack.