Titel der 10/18

St. Maarten: Aufregendes Tauchen in der Karibik

Auf einer äußerst ungewöhnlichen Karibikreise war TAUCHEN-Redakteur Michael Krüger: Er hat das Dreiergespann Saba, St. Eustatius und St. Maarten besucht und für uns auf Urlaubstauchglichkeit geprüft. Weiße Traumstrände, spektakuläre Landemanöver und Riffhaie. Im dritten und letzten Teil der Serie: St. Maarten: Die zweigeteilte Insel ist das perfekte Finale für die Hopping-Tour.

Weiße Traumstrände, spektakuläre Landemanöver und Riffhaie. Die zweigeteilte Insel ist das perfekte Finale für die Hopping-Tour. Foto: Brandon Cole

Weiße Traumstrände, spektakuläre Landemanöver und Riffhaie. Die zweigeteilte Insel ist das perfekte Finale für die Hopping-Tour. Foto: Brandon Cole

Drei Stunden Zwischenstopp am „Princess Juliana International Airport“ auf St. Maarten. Was sonst mit lästiger Warterei verbunden ist, entpuppt sich hier als erstes Highlight der Reise: Schnell umziehen, Koffer einchecken und an den Strand fahren. Nach dreiminütiger Taxifahrt sitzt man schon mit kühlem Drink an der Sunset Beach Bar. Auf einem im Sand versenkten Surfbrett vorm Eingang sind die Landezeiten der Urlaubsflieger notiert. Am Ende der Bucht jagen alle paar Minuten Düsen- und Propellerjets im Landeanflug so knapp über die Köpfe der Badegäste, dass man teilweise das Gefühl hat, man müsste sich bücken. Einige lassen sich von den Turbinen der startenden Flugzeuge wegpusten – ein Kerosin-Dampfbad mit Sand-Peeling … was für ein verrückter Strand!
„Dutch or French side?“ – eine der typischen Fragen die Besucher dieser Insel hören. St. Maarten, der holländische Teil erinnert an eine riesige Duty-Free-Einkaufsmeile. Und das nimmt teilweise groteske Züge an: „One Heineken – just for looking“. Also ein Bier, nur dafür, dass man die Auslagen betrachtet? Für Shopping-Muffel der schönste Ladenbummel des Lebens! Ähnliche Offerten sind hier nichts Ungewöhnliches, denn Philipsburg wird täglich von Kreuzfahrtschiffen angesteuert.

Weiße Traumstrände, spektakuläre Landemanöver und Riffhaie. Die zweigeteilte Insel ist das perfekte Finale für die Hopping-Tour. Foto: Michael Krüger

Weiße Traumstrände, spektakuläre Landemanöver und Riffhaie. Die zweigeteilte Insel ist das perfekte Finale für die Hopping-Tour. Foto: Michael Krüger

Aber St. Maarten hat viele schöne Seiten: Wenn man den Moloch bis Oranjestadt hinter sich gebracht hat, zeigt sich das Meer mit weißem Sand von seiner besten Seite. Viele Strände sind traumhaft: Rund um die Insel gibt es 35 davon, die von der Dschungel-Landschaft umrahmt werden – touristisch, aber teilweise wirklich wunderschön! Auch das Tauchen ist auf der Insel empfehlenswert. Karibiktypisch gibt es an den rund 20 Spots gigantische Fassschwämme, Stein- sowie Fächerkorallen zu entdecken. Ammenhaie, Barrakudas, Adlerrochen sind keine Seltenheit. Wer es mag: Die Tauchbasis Ocean Explorers bietet auch Shark-Dives mit Fütterung für 85 US-Dollar an, bei denen man Karibische Riffhaie aus nächster Nähe beobachten kann. St. Maarten und St. Martin sind ein Paradebeispiel friedlicher Koexistenz: Die Insel ist das kleinste Stück Erde, das von zwei Nationen geteilt wird. Der französische Teil ist nicht nur größer, sondern auch die Schokoladenseite der Insel. Kleiner Tipp für die Rundreise: Der One-Dollar-Bus, der hauptsächlich von Locals genutzt wird, ist ein preiswertes Transportmittel. Touristen zahlen zwei Dollar. Wenn man aussteigen möchte, ruft man einfach „Stopp!“. So lässt sich die Insel günstig bis 22 Uhr erkunden. Erstes Ziel ist Marigot. Die Hafenstadt mit Bauten im Kolonialstil und zwei Strandpromenaden ist der Hauptort von St. Martin. Unbedingt nach Grand Case weiterfahren: An diesem Strand reihen sich Bars und Restaurants wie an einer Perlenschnur. Nicht allzu aufgeräumt – ein toller Strand mit Surfer-Style-Strandbars. Einfache Bretterbuden wechseln mit Top-Restaurants. Der beste Platz um Anfang und Ende dieses Inseltrips in chilliger Beach-Atmosphäre ausklingen zu lassen. Und am Ende von jedem „SSS“-Inselhopping gibt’s den Abschiedsdrink am Maho Beach. Schnell auf das Surfbrett bei der Sunset Beach Bar schauen: Vielleicht landet eine Boeing 747 von KLM – das ist hier der Jumbo-Jackpot!

Jetzt weiterlesen: 

Teil 1: Tauchen in der Karibik: St. Eustatius ist ein unpolierter Schatz

Reisefacts St. Maarten

ST. MAARTEN/ST. MARTIN
1. Haitauchen mit den Ocean Explorers.
2. Maho Beach: Flugzeuge gucken.
3. Grand Case Bay: Traumstrände und französische Chill-Atmosphäre am Karibikstrand erleben.

ANREISE
Mit Air France oder KLM nach Paris, von dort nach St. Maarten. Mit einem Propellerflugzeug geht es mit der Fluglinie WinAir nach Saba. Flugzeit 15 Minuten. www.fly-winair.com. Achtung: Air France achtet genau auf die Einhaltung der Gewichtsgrenze beim Flug- (23 Kilogramm) sowie Handgepäck (12 Kilogramm.) Angenehm: Die Koffer werden von Deutschland bis Saba durchgecheckt.

WOHNEN
ST. EUSTATIUS
Old Gin House, www.oldginhouse.com
SABA Scout´s Place, www.scoutsplace.com
ST. MAARTEN
The Holland House, www.hhbh.com
ST. MARTIN Love Lounge Bar & Hotel, www.love-sxm.com

TAUCHEN
ST. EUSTATIUS Scubaqua, Golden Rock Dive Center
SABA Saba Divers
ST. MAARTEN Ocean Explorers Dive Center

INSELHOPPING Fähre: Etwa 60 bis 75 Minuten. Drei Mal die Woche von St. Maarten nach Saba und am selben Tag zurück, ca. 80 US-Dollar). Flug: 20 Minuten St. Maarten, (ca. 175 US-Dollar hin und zurück)

PREISBEISPIEL
Die beschriebene Reise wird vom Reisecenter Federsee organisiert. 7 Tage St. Eustatius, 7 Tage Saba, 2 Tage St. Maarten, 2399 Euro pro Person, www.rcf-tauchreisen.de

TOURIST-INFOS
ST. EUSTATIUS www.statiatourism.com
SABA www.sabatourism.com
ST. MAARTEN www.vacationstmaarten.com
ST. MARTIN www.stmartinisland.org