Das erste Abenteuer beginnt bereits in Malé. Per Wasserflugzeug geht es von dort auf die Insel Dhigali im Raa-Atoll. Runway Ozean – das ist schon außergewöhnlich. Das neugebaute Wasserflugzeug-Terminal macht das Reisen zudem extrem angenehm. Eine gelungene Abwechslung zum in die Jahre gekommenen internationalen Airport-Terminal.
Check-in in den Urlaub
Angekommen im Palmenparadies, geht es zunächst an die weitläufige Rezeption mit asiatisch angehauchten Säulen und Koi-Karpfenteich. Christian, der österreichische Resort-Manager, kommt vorbei und begrüßt jeden Gast persönlich. Danach geht es in die Unterkunft. Sobald man die luxuriös ausgestattete Beach-Villa betritt, sind alle Sorgen des Alltags vergessen. Der Blick über die Veranda, über den eigenen Strand und die kleine Badebucht hinaus auf den weiten Indischen Ozean wirkt sofort entschleunigend. Eine Dusche im stilvollen Außenbad mit Badewanne unter dem Sternenhimmel, ein Glas Willkommens-Sekt – und das Urlaubsgefühl ist vollkommen.
Check-in an der Tauchbasis
Nach dem ausgiebigen Mittagessen vom bunten Buffet ist es Zeit für den Besuch der Tauchbasis. Schnell wird klar: Bei den Euro-Divers stehen herzliche Freundlichkeit und Professionalität gleichermaßen im Mittelpunkt. Die Leihausrüstung ist neu und hervorragend gewartet. Das Herzstück der Basis, der Kompressorraum, überzeugt mit blitzblanken Bauer-Poseidon-Anlagen. Zahlreiche Nitrox-Flaschen warten auf ihren Einsatz. Die Ausrüstungsboxen werden von der Crew bestückt, das komplette Equipment steht am nächsten Tag direkt auf dem Boot bereit. Mehr Komfort geht kaum. Für den kommenden Morgen ist bereits das erste Tauchen an einem Top-Spot geplant. Check-in erledigt.
Check-in zum Essen
Am Abend stehen gleich vier À-la-carte-Restaurants zur Auswahl: eine Pizzeria, ein asiatisches Restaurant, ein arabisches sowie ein Restaurant mit internationaler Küche. Die Entscheidung fällt schwer, doch falsch liegt man nirgends. Gang für Gang überzeugen Qualität und Kreativität. Kulinarisch gehört Dhigali zu den stärksten Resorts der Region. Was hier serviert wird, ist eine klare Ansage.
Mantas satt
Zwei Manta-Putzerstationen bieten die Euro-Divers im Raa-Atoll an. Am Morgen geht es zunächst an die westliche Außenseite des Atolls zur »Sola Corner«. Alternativ wäre die Ostseite eine Option, doch heute braucht es keinen Plan B. Bereits eine Minute nach dem Abtauchen macht Guide Neno aufgeregt auf sich aufmerksam. Zwei Riff-Mantas gleiten über das rund zwölf Meter tiefe Plateau und lassen sich ausgiebig von Putzerfischen reinigen. Begleitet wird das Schauspiel von großen Schwärmen gelber Schnapper.
Während man sich auf die beiden Tiere konzentriert, tauchen weitere Mantas aus dem Blau auf. Immer mehr kommen hinzu. Teilweise müssen sie ihre Flugbahnen anpassen, um sich nicht gegenseitig zu behindern. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, das erst mit dem Ende der maximalen Tauchzeit endet. Die Oberflächenpause auf dem großen, modernen Tauchboot ist ebenso angenehm: Kaffee, frisches Obst und große, duftende Badetücher sorgen für zusätzlichen Komfort. Der Vergleich mit früheren Zodiac-Ausfahrten fällt eindeutig aus.
Thilas und Steilwände
Der nächste Tauchplatz heißt »Labyrinth«, ein klassisches Thila. Diese Unterwasserberge ragen aus größerer Tiefe in tauchbare Bereiche auf und sind meist dicht mit Korallen bewachsen. Gänge und Überhänge durchziehen diesen besonderen Platz. Blauflossen-Makrelen jagen hier Schwarmfische, während sich zwischen den Korallen zahlreiche Rifffische tummeln.
Auch an den folgenden Thilas warten abwechslungsreiche Begegnungen: Graue Riffhaie, Schildkröten, Stachelrochen, Süßlippen, Fledermaus-, Anemonen- und Schaukelfische. Jeder Tauchgang bringt neue Eindrücke, Langeweile kommt nicht auf.
Der Highlight-Tauchplatz »Kottefaru Out« ist jedoch kein Thila, sondern eine imposante Steilwand an einer benachbarten Resortinsel. Sie fällt bis auf über 50 Meter Tiefe ab. Die Strömung trägt einen entlang der Wand, vorbei an großen Gorgonien-Fächerkorallen. Bekannt ist der Spot für Sichtungen von Ammen- und Tigerhaien. Heute bleiben die ganz großen Begegnungen aus, doch stattdessen zieht eine Gruppe Adlerrochen vorbei. Zunächst drei, später fünf Tiere, die erstaunlich nahe kommen. Wer ruhig bleibt und keine Luftblasen produziert, wird belohnt und kann die elegant geformten Tiere aus nächster Nähe beobachten.
Entspannung pur
Nach den Tauchgängen bietet das Resort zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung. Ob auf dem Liegestuhl, im 30 Grad warmen Meerespool, auf der gefliesten Veranda, im Himmelbett, in der Badewanne oder am großen Infinity-Pool im Süden der Insel – Dhigali bietet für jeden den passenden Rückzugsort. Auch die Café-Bar und die Sonnenuntergangsschaukel laden zum Verweilen ein. Am Ende fällt der Abschied schwer.
REISEINFOS Dhigali, Malediven
Anreise: Per Direktflug von Deutschland nach Malé. In der Nebensaison auch über Istanbul oder den mittleren Osten. Von Malé geht es weiter mit dem Wasserflugzeug (Flugdauer: 40 Minuten).
Unterkunft: in luxuriösen Beach-Villas mit weitläufiger Terrasse und Außenbad oder in Water-Villas mit eigenem Pool.
Tauchen: An allen Euro-Divers-Basen (www.euro-divers.com) erhält man zehn Prozent Rabatt, wenn man im Voraus Tauchpakete bucht. Der Boots-Tauchgang auf Dhigali kostet ab 47 Euro.
Funfact: Obwohl man die Insel wunderbar zu Fuß erkunden und in 20 Minuten umrunden kann, gibt es ein Inselshuttle mit Bushaltestellen. Wer müde vom Laufen ist, kann an diesen auf einer interaktiven Karte nachsehen, wo sich das Shuttle gerade befindet und darauf warten, eingesammelt und zum Zielort gebracht zu werden.
Preisbeispiel: 6 Tage/5 Nächte inklusive Langstrecken- und Wasserflugzeug-Flug: ab 2400 Euro pro Person.
Infos: www.dhigali-maldives.com
www.euro-divers.com