Titel der 10/18

Tauchen in Griechenland: Die rostigen Schätze der Ägäis

Tauchen in Griechenland steckt noch in den Kinderschuhen, das Land ist sich seiner Schätze kaum bewusst. Dabei warten in der Ägäis vor den Kykladen etliche Stahl-Giganten darauf, sanft geweckt zu werden.

Die Condor-Bordansage verspricht nichts Gutes: „Strahlender Sonnenschein, keine Wolken, aber kräftiger Wind.“ Beim Landeanflug auf Mykonos wird uns klar: Bei den Wellen wird jedes Tauchschiff zur Schiffsschaukel. Reiseleiter Alberto, der sympathische deutsch-italienische Wahlgrieche, legt bei der Abholung vom Airport noch einen drauf: „Unser Schiff, die ‚Meltemi‘, liegt noch auf Syros und kann bei sechs bis sieben Beaufort Windstärke leider nicht hierherkommen“. Fängt ja gut an, mal wieder zur falschen Zeit, am falschen Ort. Lange Gesichter? Fehlanzeige! Denn der Mann hat bereits alles super im Griff: Zimmer sind organisiert, Plätze in einer Taverne auch und am nächsten Tag ist die Fähre nach Syros gebucht. Also keine Klagen – für das Wetter kann keiner etwas, unsere zusammengewürfelte Gruppe macht das Beste daraus.

Die Meltemi kreuzt durch die Ägäis. Fotos: Paul Munzinger

Die Meltemi kreuzt durch die Ägäis. Fotos: Paul Munzinger