Atemregler

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Der Atemregler ist das Herz der Tauchausrüstung – extrem wichtig, ausgefeilt und belastbar muss er sein. Er ist auch unter dem Ausdruck „Lungenautomat“ bekannt. Mithilfe des Reglers lässt sich unter Wasser bis in große Tiefen aus der Pressluftflasche atmen. Das geschieht mithilfe einer ausgefeilten Technik, denn der hohe Druck aus der Flasche von 200 bis zu 300 Bar muss auf den Umgebungsdruck reduziert werden. Deshalb besteht der Atemregler aus zwei Stufen: In der sogenannten Ersten Stufe, die auch als Druckminderer bezeichnet wird, wird der Druck vom Flaschendruck auf einen Mitteldruck von etwa vier bis 12 Bar oberhalb des Umgebungsdrucks gesenkt. In der zweiten Stufe, wahlweise dem Hauptatemregler oder dem sogenannten Oktopus, wird der Mitteldruck dann auf den jeweiligen Umgebunsgdruck reduziert.

Ursprünge des Atemreglers

Die ersten Prototypen des Atemreglers wurden in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts von Émile Gagnan unter Mithilfe von Jacques-Yves Costeau entwickelt. Der Name dieser ersten Lungenautomaten lautete Aqualunge. Anfangs nutzen Automaten noch ein einstufiges Druckminderungsprinzip, bei dem Flaschendruck direkt auf Umgebungsdruck reduziert wurde. Diese Funktionalität führte allerdings dazu, dass eine hohe Ventilansteuerkraft vonnöten war. Deshalb wurde das zweistufige System eingeführt, das einen deutlich höheren Atemkomfort mit sich brachte.

So funktioniert die Technik

Die Funktionalität des Atemreglers ist grundsätzlich einfach erklärt: Der Druckminderer wird per DIN- oder INT-Ventil an die Pressluftflasche angeschlossen. Diese erste Stufe hat mehrere Schlauchabgänge, von denen zwei Mitteldruckschläuche zu den zweiten Stufen führen, während noch mindestens ein Mitteldruckschlauch – Inflatorschlauch – zum Tauchjacket führt, um den Inflator mit Luft zu versorgen. Eine Hochdruckverbindung führt zum Finimeter, auf dem sich der verbleibende Flaschendruck ablesen lässt. Nutzt man zudem einen Trockentauchanzug, verwendet man einen weiteren Mitteldruckschlauch, um ihn mit dem Anzug zu verbinden. An dieser Beschreibung sieht man schon deutlich, dass der Atemregler das Herzstück der Tauchausrüstung ist, das alle anderen Ausrüstungsteile miteinander verbindet.

Video: Wie wird ein Atemregler gebaut?

Was müssen Taucher wissen? Die drei wichtigsten Eigenschaften

Für den Sporttaucher sind vor allem noch drei Eigenschaften von entscheidender Bedeutung: Der Atemregler sollte „balanciert“ = „kompensiert“ sein. Das bedeutet, dass bei einem sinkenden Druck in der Flasche der Atemwiderstand für den Benutzer nicht steigt. Zudem funktionieren heutzutage alle Atemregler nach dem „Fail-Safe-Prinzip.“ Sollte es beim Lungenautomaten zu einer Fehlfunktion kommen, bläst das Gerät ab. Das heisst es öffnet die Ventile und es kommt zu einem konstanten Luftstrom. Der Benutzer kann weiterhin daraus atmen. Außerdem sollte man darauf achten, ob ein Atemregler warm- oder kaltwassertauglich ist. Kaltwassertaugliche Geräte sind besser gegen das Einfrieren der ersten Stufe geschützt. Außerdem wird in kaltem Wasser häufig mit zwei ersten Stufen getaucht, die jeweils mit dem Hauptregler und dem Ersatzregler (Oktopus) versehen sind. An der zweiten Stufe findet sich oftmals noch ein Venturi-Hebel, auch Pre-Dive-Schalter genannt. Dieser verhindert ein Abblasen des Reglers an der Oberfläche, falls deser nicht im Mund sein sollte. Ein Rädchen für die Einstellung des Atemwiderstands ist ein praktisches Extra, mit dem sich an der Zweiten Stufe der Atemkomfort einstellen lässt. Alle gängigen Tauchausrüstungshersteller haben verschiedene Modelle von Lungenautomaten im Programm, die den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.