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Atemregler

Atemregler © Foto: J. Singer

Test: Scubapro MK25 EVO und MK2

Scubapro beschichtet seine Teile in Blau und gibt einige Extras hinzu: Herauskommen sollen Erste Stufen, die kein Eis mehr im Inneren bilden. Der Test zeigt: Es funktioniert – und eine Atemregler-Kombi präsentiert sich gar herausragend.

Mit der Zweiten Stufe „G260“ ist das so eine Sache. Wie will man einen Atemregler verbessern, der eigentlich nicht mehr zu verbessern ist? Ein Weg ist, bei der Ersten Stufe nachzusehen, ob was zu machen ist. Hier setzt Scubapro mit der „Evo“-Technologie an. Aber: Es klappt! Die Idee ist, die Teile im Inneren, die großer Kälte ausgesetzt sind, so zu isolieren, dass weder Wasser, Kälte noch Eis die Funktion beeinträchtigen kann. Wenn das funktioniert, ein klarer Schritt in die richtige Richtung. Immerhin wollen wir doch alle möglichst Regler haben, denen Kaltwasser nichts ausmacht, auch wenn sie Luft liefern für einen ganzen Windkanal. Denn: Mit der „G260“ und der „R195“ stehen zwei Zweite Stufen bereit, die nicht dafür bekannt sind, sich sonderlich hart und mit Widerstand atmen zu lassen. Im Gegenteil. Gerade die „G260“-Stufe pumpt den Taucher voll – erst gewöhnungsbedürftig, dann nicht mehr aus der Hand zu legen. Das zeigt unser Langzeittest. Bei der „MK25“ wurden mit dem Zusatz „Evo“ das Gehäuse vergrößert, zusätzliche Wärmetausch-Rippen außen am Block angesetzt, ein neuer, größerer Kolben entwickelt (wie auch bei der „MK2“), um die Luftlieferleistung nach oben und die Anfälligkeit für Kälte nach unten zu schieben. Dass die Luftlieferleistung gesteigert worden ist, können wir indes nicht bestätigen. Das ist allerdings dem Umstand geschuldet, dass sich das Bundle „MK25/G260“ schlichtweg zu exzellent atmen lässt. Für den Kunden ist da kein Unterschied mehr auszumachen. Die mechanischen und sensiblen Bauteile sind nun alle isoliert, gemurrt hat die Stufe während unserer Tests nicht. Allerdings war dies vorauszusehen: Scubapro hat uns ein Testprotokoll übersandt, das bei fünfminütigem „Panik-Atmen“ auf 50 Metern bei einer Wassertemperatur von knapp über zwei Grad keine Veränderung der Atemkurve zeigte. Diese Bedingungen können wir so – allein wegen der Wassertemperatur – nicht nachstellen. Ergo: Wer die Zweite Stufe beim Abblasen wegen des starken Venturi mit dem „Predive“-Schalter zügelt, wird mit dieser Automaten-Kombo keineProbleme haben. Für uns ist klar: Nicht nur die robuste „MK2/R195“-Kombi, die mit auswechselbarem Ventilsitz und ohne Spezialwerkzeug schnell, einfach und güstig zu warten ist, ist ein Knaller. Ihr Zwilling bewegt sich jetzt sogar am Leistungsmaximum. Alexander Krützfeldt

Produktmerkmale: Scubapro MK25 EVO und MK2

Typ: kolbengesteuert
Kompensiert: ja
Max-Betriebsdruck: 300 bar

Anschlüsse MD/HD: 4/2
Vereisungsschutz: ja
Preis: 489 Euro

Typ: kolbengesteuert
Kompensiert: nein
Max-Betriebsdruck: 300 bar
Anschlüsse MD/HD: 4/1
Vereisungsschutz: ja
Preis: 249 Euro

www.scubapro.de
* Angabe vom Hersteller

TAUCHEN meint: Ein Weltklasse-Regler für Anspruchsvolle und Sidemount-Taucher – technisch ist „Evo“ eine sinnvolle Weiterentwicklung!

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