J. Singer

J. Singer © Der ""Meridian"" von Scubapro in der ""Black Tech""-Edition.

Test: Scubapro Meridian

Ein Günstiger will er nicht sein, der „Meridian“ von Scubapro. Man hat wohl gedacht: Wenn wir einen Handgelenk-Computer machen, dann einen hochwertigen.

Viele Handgelenk-Computer kommen mit Plastikverkleidung, kleinem Display und günstigem Preis. Oft jedenfalls ist das so. Der „Meridian“ bildet eine der wenigen Ausnahmen hier, vermutlich, weil Scubapro sich mit diesem Produkt nicht in der allzu günstigen Sparte platzieren wollte. Der „Meridian“ ist aus Metall – richtig schick und schön „schwer“ in der Hand. Er ist bis 120 Meter wasserdicht und hat alle Funktionen, die man bei Scubapro-Rechnern erwarten kann. Er verfügt über sämtliche Stopps, einschließlich der sogenannten „Deep-Stops“ zur Verminderung der Gasbläschenbildung beim Austauchen, kann Gaswechsel und Gasmischungen (21 bis 100 Prozent Sauerstoff) und hat sogar einen integrierten Pulsmesser, dessen Werte in die Dekompressionsberechnung einfließen. Super Idee – der Brustgurt dazu kostet allerdings schlappe 90 Euro! Apropos dazukaufen: Das Verbindungskabel zum Auslesen ist optional und kostet 79,90 Euro. Dafür sind Software und Handling umfangreich und einsteigerfreundlich. Das Besondere am Schluss: Kleine Handgelenk-Computer haben oft viele Funktionen, leider aber häufiger mickrige Displays, die oft schlecht abzulesen sind – gerade auf Tiefe und beim Tauchen in Umgebungen mit schwierigem Licht oder sogar bei Panik. Der „Meridian“ ist von Schriftgröße und Beleuchtung her ein richtig guter Rechner. Die Zahlen in den wichtigen Bereichen – Tiefe, Dauer, Deko – groß und zentriert. Alles Weitere ist im praktischen Drei-Zeilen-Display darum gruppiert. Da muss man auch loben dürfen: Das hat Scubapro wirklich toll hinbekommen. Anstatt nur den Hintergrund des Computers zu beleuchten, leuchten die Ziffern auch selbst – und die Leuchtdauer kann von 4 bis 60 Sekunden eingestellt werden. Damit verändert sich auch die Batterielebensdauer. Stichwort Batterie: Diese kann vom Benutzer selbst gewechselt werden. Allerdings rät auch Scubapro wegen etwaiger Fehler beim anschließenden Zusammenbau, den Fachhändler zwecks Dichtprüfung zu besuchen. Das kann sonst böse enden. Fazit: Der „Meridian“ wird 2014 noch eine Rolle spielen: Wer flexibel sein möchte und daher auf die Multifunktionstalente am Handgelenk angewiesen ist, der bekommt hier eine Alternative – aus Metall und mit schickem Display. Zusammen mit der „Black Tech“-Variante, den bunten Armbändern, dem Pulsband und den vielen Funktionen ist der „Meridian“ gar nicht teuer. Im Gegenteil: Zählt man alles zusammen, ist er sogar recht preiswert geworden. Alexander KrützfeldtProduktmerkmale: Scubapro MeridianTyp: Handgelenk-Computer Beleuchtung: ja Betriebsdauer/Beleuchtung: 2 Jahre oder 300 Tauchgänge Batteriewechsel: Benutzer Logbuch/PC-Interface: ja/ja Deep-Stops: ja Aktivierung: Wasser/manuell Max. Tiefe: 120 Meter Warnungen: optisch/akustisch Garantie: 2 Jahre Preis: ab 449 Euro www.scubapro.comTAUCHEN meint: Im Vergleich zu anderen hochwertigen Uhrenmodellen ist der „Meridian“ noch günstig. Wegen seiner vielen Funktionen, seinem edlen Design und seiner Flexibilität: gut! Wegen des Displays: sehr gut!
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