A. Krützfeldt

A. Krützfeldt © Der ""DX"" von Suunto.

Test: Suunto DX

Suunto ist bekannt für seine Tauchcomputer, keine Frage. Aber was kann das neue Luxusmodell?

Zwei Sachen fallen jedem zu den Handgelenkscomputern von Suunto ein: klein und hochpreisig. Das neuste Modell, der „DX“ – oder „D-10“ – ist immer noch klein. Und leicht. In seinem Gehäuse wurde aber ein vollwertiger Sport-, Nitrox-, Trimix- und Kreiselcomputer verbaut. Und jetzt überlegen Sie mal, wie viel man für drei dieser Computer hinlegen würde. Genau: Viel mehr. Mit seiner Größe – auch der Größe des Displays – ist der Suunto trotzdem prächtig ablesbar. Dies liegt auch an seiner hervorragenden Hintergrundbeleuchtung, die die Ziffern scharf und kontrastreich hält. Nur die Tauchzeit im unteren Drittel war uns etwas zu klein gehalten. Aber das ist vielleicht Geschmacksache. Da Suunto den „DX“ als High-End-Backup-Computer entwickelt hat, soll er nicht größer sein als eine Uhr. Die Idee dahinter könnte lauten: Sie sind Guide, kommen morgens zur Arbeit, wissen nicht was der Tag bringt. Mit dem „DX“ kann man immer und sofort ins Wasser – egal, ob man mit Luft, Nitrox, mit Gaswechsel oder Kreislaufgerät tauchen möchte. Gerade im letzten Fall ist der „DX“ jedoch eher als Backup gedacht. Der Kleine rechnet dabei allerdings wie ein ganz Großer: Das Rechenmodell Suuntos – das sogenannte „Fused RGBM“ – ist speziell auf Kreiselfunktion mit einstellbaren Referenzwerten – sowie Tauchgänge mit entsprechender Sättigung bis 150 Meter ausgelegt. Dabei wechselt der „DX“ bei Bedarf auch auf das technische RGBM-Rechenmodell, das auch im „D9tx“ verbaut war und speziell Helium berücksichtigt. Zwei Modelle lösen sich also je nach Profil ab. Das schafft genau wie das Uhrenformat höchste Flexibilität – und das macht den „Zehner“ aus. Besonders gut hat uns auch die Logbuchfunktion sowie die Auslese-Software gefallen: Obwohl auf kleinem Display dargestellt, berücksichtigt sie sogar Tauchgangprofilkurve und liest alle technischen Daten zu den Gasen mit aus. Die Software, in die am PC ausgelesen wird, ist der reinste Luxus: bebildert, ganz leicht verständlich und sehr umfangreich. Noch ein Nachtrag zur Batterie: Sie kann zwar durch den Benutzer gewechselt werden, Suunto empfiehlt aber eine Druckprüfung beim Fachhändler. Bei falschem Wechsel ist der Computer sonst hin. Dafür halte die Batterie des „DX“ rund zwei Jahre – der Spaß hält sogar noch länger! Alexander KrützfeldtProduktmerkmale: Suunto DXTyp: Luft/Nitrox/Trimix/CCR Beleuchtung: ja Beleuchtungsdauer: 5/10/20/30/60 Sekunden Logbuch/PC-Interface: ja/ja Uhrfunktion: ja Aktivierung: Wasserkontakt Max. Tiefe/Anzeige: 300 Meter Warnungen: optisch & akustisch Preis: ab 1199 Euro www.suunto.deTAUCHEN meint: Wer einen Rechner für alles braucht, der kommt am „DX“ nicht vorbei: So viele Funktionen in so hoher Qualität, das hat seinen Preis.
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