12_2018_tauchen
A. Krützfeldt

A. Krützfeldt © Modern: die ""Aquabionic Warp 1"" von Cetatek.

Test: Cetatek Aquabionic Warp 1

Manche Taucher wollen eine brettharte Flosse. Andere ein weiches Modell. Aber sie alle wollen einen guten Vortrieb bei wenig Aufwand. Die „Aquabionic Warp 1“ von Cetatek verspricht jetzt genau das.

Klar. Diese neuen Flossen muten teilweise merkwürdig an. Die „Aquabionic Warp 1“ von Cetatek sieht sogar so aus, als wäre sie Aliens über der Ostsee aus ihrem Raumschiff gefallen. Auf den ersten Blick: hart und robust. Eher was für Tekkies? Mitnichten. Denn diese Cyber-Flosse hat einige Tricks parat, die jeder  Taucher zu schätzen wissen wird.
Zunächst hat die Flosse einen dicken und damit sehr festen äußeren Rahmen, der über das Fußteil und die beiden Seiten nach vorne verläuft. Er gibt der Flosse Halt. An diesen Außenteilen sitzen zwei bewegliche Flossenblätter, die durch den Mittelsteg getrennt sind. Dieser weiche Mittelsteg (transparent) gibt  mit dem Flossenkick nach – die beiden festen Seitenteile stellen sich im Wasser auf, das weiche Material wölbt sich (zum Beispiel nach oben, wenn die Flosse „nach unten getreten wird“) und vergrößert so die Fläche wie ein Fächer. Das Ergebnis: Ein starker Schub drückt das Wasser durch den Kanal nach hinten. Mehr Vortrieb bei weniger, zumindest aber bei gleicher Kraft. Ein Trick, den sich Cetatek nach eigenen Angaben bei den Fischen abgeschaut hat. Dieses Prinzip passt sich dabei jedem Kick an, und das macht die „Warp“ so besonders – ob Frogkick oder normaler Flossenschlag, die Seitenteile gehen jedes Mal „anders in Stellung“.  Im Bereich zwischen Fußteil und Flossenblatt – einer sogenannten „toten Zone“ – wird über eine Öffnung das Wasser durchgelassen, damit es keinen störenden Widerstand gibt. Der erste Eindruck, dies sei eine Flosse für Durchtrainierte, ist falsch. Auch Gelegenheitstaucher können mit der Flosse ihren Spaß haben – so weich und leichtgängig wie eine Split-Fin ist sie aber nicht.
Übrigens: Der mitgelieferte Kunststoff-Schnellverschluss lässt sich auch mit dicken Handschuhen extrem komfortabel öffnen. Gerade bei unseren Testtemperaturen mit klammen Fingern ein nicht zu unterschätzender Luxus. Eins noch: Besser man bleibt mit der „Warp 1“ länger unter Wasser. Schließlich kreisen über uns vermutlich noch Außerirdische. Denn irgendwo müssen sie das Ding ja verloren haben.  Alexander Krützfeldt

Test: Flosse Cetatek Aquabionic Warp 1

Typ: offene Geräteflosse

Gewicht: ca. 2,6 kg (Stück)
Verschluss: Kunststoff-Verschluss
oder Spring Straps (optional)
Größen: S, R, XL
Farben: Schwarz, Blau, Rot, Gelb
Preis: 199 Euro
www.dive2gether.net

TAUCHEN meint: High-End – nicht gerade billig, aber neben viel Technik auch ein gutes Statussymbol!

TestberichtPDF Download