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Test: Cressi Back Jac

Mit dem „Back Jac“ präsentiert der italienische Komplettausrüster Cressi dieses Jahr seine neueste Version eines Wing-Jackets für Sporttaucher. Wir hatten es im Praxistest.

Nein, neu ist der Name „Back Jac“ nicht, bereits seit ein paar Jahren können sich Taucher Wings von den Italienern mit dieser Bezeichnung in den Fachgeschäften kaufen. Was ist also neu, wenn der Name schon gleich geblieben ist?
Optisch fallen besonders zwei Dinge auf: erstens das neue Bleitaschensystem mit dem klangvollen Namen „Lock-Aid-System“, zweitens die Taschen, die sich direkt über dem Blei-taschensystem befinden.

Feste Taschen
Wer beim alten „Back Jac“ die Taschen als Stauraum benutzen wollte, musste erst einen kleinen Zipper öffnen und zwei Netzbeutel ausrollen. Danach konnte man dann mehr oder weniger Ausrüstung in die locker herunterhängenden Taschen packen. Bei der neuen Version befinden sich  jetzt zwei fest angebrachte Taschen über dem Bleisystem, die (wie bei den meisten Taschen üblich) mit einem Reißverschluss geschlossen werden. Riesig sind die beiden Taschen nicht, aber absolut ausreichend, um eine Dekoboje oder eine Lampe sicher zu verstauen. Kleiner Wermutstropfen: Nicht ganz so gut gefallen hat uns die Führung des Zippers: Der muss von hinten nach vorne gezogen werden – andersherum würde das Öffnen der Taschen den meisten Tauchern leichter fallen.

Bleiverpackung

Dem neuen Bleiverschluss-system wurde eine erstaunliche Abmagerungskur verschrieben. Extrem flach und schon fast zierlich anmutend steckt es in der Halterung – kein Vergleich zu dem voluminösen System, mit dem der Vorgänger noch aufwartete. Pro Seite bietet das „Lock-Aid-System“ eine maximale Beladung von 4,5 Kilo. Doch Vorsicht: Wer mit unhandlichen und zu großen Bleistücken hantiert, wird Probleme bekommen, diese Menge an Blei hineinzupacken. Tipp: Bei Softblei (in Netztaschen) gibt es keine Probleme. Sollte einem Taucher das Gesamtgewicht von neun Kilo nicht reichen, stehen ihm zwei weitere Trimmbleitaschen, die sich zwischen Trageeinheit und Auftriebsblase befinden, zur Verfügung. Damit gewinnt man eine zusätzliche Zuladung von circa drei Kilo.

Noch mehr Neues …
Gewandelt hat sich auch der bis dato benutzte Inflator. Der neue, der jetzt bei allen Cressi-Jackets verbaut wird, ist handlicher zu bedienen und wirkt nicht mehr so klobig wie sein Vorgängermodell. Bei den D-Ringen wurde nicht gegeizt. Insgesamt befinden sich acht Stück am Jacket. Jeweils zwei größere an den Schultergurten und unterhalb der Bleitaschen sowie zwei kleine oberhalb der Taschen (alle aus Edelstahl). Zwei große Kunststoff-D-Ringe sind am Bauchgurt platziert. Um den Brustgurt individuell einstellen zu können, lässt er sich jetzt in der Höhe verstellen. Gleich geblieben ist die Wing-Blase. Sie hat nach wie vor einen großen Auftrieb, der sich in einem Bereich zwischen 13,3 Kilo (Größe XS) und 23 Kilo (Größe L und XL) befindet. Gefertigt ist sie aus 500-Denier-Cordura. Damit sich die Blase nicht unkon-trolliert ausdehnen kann, wird sie durch ein Gummiband gehalten. Um zu verhindern, dass sich der Taucher aus Versehen verheddert, befindet sich das Bungee an der Innenseite. Thomas Christ

Produktmerkmale: Cressi Back Jac 

Aufbau/Material:
Wing/500-Denier-Cordura
Größen: XS bis XL
Gewicht/max. Auftrieb:
3,35 Kilo*/22,5 Liter
Doppelflaschentauglich: ja
Tragegriff/Fangschlaufe: ja/ja
Anzahl D-Ringe: 8
Taschen: 2
Bleiintegriert/Trimmblei: ja/ja
Auslassventile: 3
Preis: 439 Euro
www.cressi.it

TAUCHEN meint: Der Name ist gleich geblieben – aber Funktion und Wertigkeit wurden nochmals verbessert. Deshalb lautet das Fazit nach den ersten Tauchgängen: Mit dem neuen „Back Jac“ von Cressi bekommt der Taucher ein Mehr an Jacket – und das sogar für den alten Verkaufspreis!

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