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Test: Mares Hybrid

Mit dem Jacket „Hybrid“ bringt Mares ein Produkt der gehobenen Klasse auf den Markt. Wir haben getestet, ob es das Geld wert ist

Das erst auf der „boot“ im Januar 2011 vorgestellte „Hybrid“-Jacket weist etliche Neuheiten auf: Zum Beispiel etwas mehr an Auftrieb, in der Größe M/L sind es immerhin 22 Liter, und ein gehöriges Plus an Tragekomfort. Um diesen zu erreichen, ist die eigentliche Trageeinheit komplett von der Blase getrennt worden. Dadurch erinnert der Einstieg ins Jacket auch eher an das Anlegen eines Rucksacks. Der Schultergurt führt in einem leichten Bogen bis an den unteren Teil der Trage. Damit er perfekt in Form bleibt, befindet sich unterhalb der beiden großen Fastex-Schnallen ein kleiner verstellbarer Gurt, der zum vorderen Teil der Taschen läuft. Zusätzlich sorgt er dafür, dass die Taschen bei einer größeren Bleimenge nicht nach unten hängen können. Besonders positiv macht sich dieses System bei der Größeneinstellung bemerkbar. Das „Hybrid“ kann bis ins kleinste Detail perfekt auf die jeweiligen Proportionen eingestellt werden. Im Wasser macht sich dieses Prinzip der „Aufhängung“ genauso positiv bemerkbar wie an Land. Das Jacket sitzt perfekt am Taucher – nichts wackelt, auch bei schweren Tauchflaschen, am Körper des Trägers. Obwohl der Auftrieb des Jackets von 22 Litern beachtlich ist, stört die Blase in keinster Weise die Bewegungsfreiheit des Tauchers. Es darf also ruhig mit einer großen Pressluftflasche und einer Stage getaucht werden – ohne dass man sich Gedanken um den Auftrieb machen müsste. Als Bleisystem findet sich am „Hybrid“ das bekannte und erprobte „MRS plus Quick Release System“. Die Bleistücke (bis zu sechs Kilo, je Seite) werden in eine Tasche gesteckt, die mit einem kleinen Zipper verschlossen wird. Danach schiebt man die Tasche ins Jacket und hakt sie ein. Zum Lösen der Bleitaschen muss man lediglich an den roten Griff ziehen, und schon werden beide Bleitaschen „freigeschaltet“ und fallen zu Boden. Für das Trimmblei (circa. zwei Kilo) befinden sich am unteren Rückenteil zwei kleine Taschen, die mit einer Fastex-Schnalle geschlossen werden (kein Abwurf möglich). Einen hochwertigen Eindruck vermitteln auch die rot eloxierten D-Ringe aus Aluminium. Sie sind extrem belastbar und wiegen nur einen Teil der sonst üblichen D-Ringe aus Edelstahl. Neu am „Hybrid“-Jacket sind die flachen Auslassventile. Sie messen nur noch eine Bauhöhe von einem Zentimeter – ein Hängenbleiben ist damit fast unmöglich. Fazit: Mit dem neuen Mares-Jacket „Hybrid“ erhält man eine hochwertige Tariereinheit, die sich sehr genau auf unterschiedliche Figuren einstellen läst. Bei den unterschiedlichen Testtauchgängen konnten wir uns von der Klasse des Jackets überzeugen. Die Bewegungsfreiheit ist ausgezeichnet, der Auftrieb mehr als ausreichend. Auch wenn das „Hybrid“ mit seinen vier Kilo Gewicht nicht das leichteste Jacket am Markt ist, so ist es durch die neue Rückentrage sehr gut zu verpacken und extrem reisefreundlich. Thomas Christ

Produktmerkmale: Mares Hybrid

Aufbau/Material: Hybrid/Cordura 420
Größen: XS/S, M/L, XL
Gewicht/max. Auftrieb: 4 Kilo*/22,5 Liter**

Doppelflaschentauglich: ja
Tragegriff/Fangschlaufe: ja/nein
Anzahl D-Ringe: 7
Taschen: 2
Bleiintegriert/Trimmblei: ja/ja
Preis: 499 Euro
www.mares.com


Dank eines kleinen D-Rings an der unteren linken Rückenpartie lässt sich bequem eine Tauchflasche (über ein Rigging-Kit) am „Hybrid“ befestigen. Vorne wird die Flasche am linken oberen D-Ring befestigt, der sich am Schultergurt befindet. Bei dem Testtauchgang wirkten sich die gefüllten Bleitaschen oder ein „normales“ Aufblasen des Jackets nicht negativ auf den Komfort aus. Sicherlich ist ein spezielles Sidemount-Jacket für Tauchgänge mit einer seitlichen Flaschenkonfiguration besser geeignet (größere und bedienfreundlichere D-Ringe) als ein Hybrid-Jacket, aber wer doch einmal diese Art des Tauchens ausprobieren möchte, ist mit dem „Hybrid“ gut gerüstet.

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