A. Krützfeldt

A. Krützfeldt © Das ""Pro 2000 HD"" (links) und das ""Nick"" von Seac Sub.

Test: Seac Pro 2000 HD und Nick

Natürlich hat ein Jacket, das mit „Nick“ den Namen des eigenen Bruders trägt, einen gewissen Vorteil im Test. Und siehe da, schon beim Auspacken fällt auf: Es ist auch ungefähr so klein wie der kleine Bruder, in allen Lebenslagen genauso praktisch und man möchte umgehend mit ihm in den Urlaub fahren.

Das „Nick“ ist ein leichtes Wing-Jacket, welches auf der Vorderseite klassisch bis auf die Bebänderung und die Bleitaschen reduziert ist. Es lässt sich dadurch wie ein kleiner Rucksack tragen – gerade für relaxte Trips ohne viel Gepäck praktisch. Kleines Manko: Dadurch, dass das „Nick“ eher ein auf den Urlaub konzipiertes Jacket ist, ist der  Stauraum für Blei knapper bemessen. Für einen Nassanzug-Ausflug ins Mittelmeer oder nach Ägypten reichen die Vier-Kilo-Bleitaschen zwar locker – in deutschen Gewässer oder welchen, in denen ein Trocki vonnöten ist, können diese aber durchaus auch mal an ihre Grenzen kommen. Ein bisschen mehr „herausholen“ kann man aus den Taschen, wenn man knickbares Softblei verwendet. Sowieso: Kein Problem, meint Seac Sub selbst. Das Jacket, wie wir es im Test hatten, sei lediglich ein Vorserienmodell. Die Bleitaschen, versicherte man uns, sollen am Ende noch etwas größer ausfallen.Das „Pro 2000 HD“ kommt gleich mit Trimmbleitaschen. Diese Taschen haben zwar den Nachteil, dass man sie mitsamt des Gewichts im Notfall nicht abwerfen kann, weil sie direkt am Flaschenband sitzen, aber dafür bieten sie nochmals Platz für etwa vier Kilo, so dass, selbst wenn sehr viel Blei nötig wird, problemlos getaucht werden kann. Damit präsentiert sich das „Pro 2000 HD“ mit seiner umfangreichen Ausstattung als flexible „Allzweckwaffe“ für unterschiedliche Einsatzgebiete. Und auch ein bisschen als Gegenentwurf zum „Nick“.Beiden gemein ist, dass die Bleitaschen über eine Schiene in das Jacket eingeschoben und verschlossen werden. Seac Sub nennt das „QS“ – für Quick and Safe. Der Vorteil dieses neuen Systems: Die Bleitaschen sitzen bombenfest, lassen sich aber trotzdem tadellos abwerfen – und auch reibungslos wieder befestigen, selbst unter Wasser und mit Handschuhen. Das ist, gerade wenn der „Schacht“ für die Tasche eng und die Bleitasche nass ist, bei manchem Bleisystem nicht so einfach.  Das „QS“-System macht aber unter und über Wasser gleichermaßen einen klasse Eindruck.Beide Jackets sind zudem äußerst variabel und lassen sich, neben dem höhenverstellbaren Brustgurt, über eine Rucksackvergurtung einstellen, die die auftretenden Kräfte in die Tragschale leiten sollen. Das Ganze rundet der Kugelventilinflator ab, der laut Seac viel Luft bringt und resistenter gegen Verschmutzungen ist. Alexander KrützfeldtProduktmerkmale: Seac Pro 2000 HD
Typ: HybridMaterial: Cordura 1000Auftrieb: 13,2 (S)–24,4 Liter (XL)Größen: XS–XL (verstellbar)Anzahl D-Ringe: siebenTaschen: zweiBleiintegriert/Trimmblei: ja/jaSchnellablässe: dreiPreis: 499 Eurowww.seacsub.comTauchen meint: Überall einsetzbar, solide Funktionen. Pluspunkt: viele D-Ringe und Stauraum.Test: Jacket Seac NickTyp: WingMaterial: Cordura 500Auftrieb: 20,4 LiterGrößen: XS–XLAnzahl D-Ringe: vierTaschen: zwei (ausfaltbar)Bleiintegriert/Trimmblei: ja/neinSchnellablässe: dreiPreis: 449 Eurowww.seacsub.comTauchen meint: Praktisches Wing-Jacket für unterwegs. Wenig Schnick-schnack, super Bleitaschen.
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